Wann wird geimpft:
Ein Impfschutz ist generell weltweit empfohlen. Insbesondere besteht ein erhöhtes Diphtherierisiko in Gebieten der Tropen, Süd- und Osteuropa, sowie in den ehem. GUS-Staaten.Auch bei früher durchgemachter Diphtherie-Erkrankung muß vollständig geimpft werden, da nach einer Erkrankung nicht mit einer zuverlässigen Immunität zu rechnen ist.
Routineimpfung:
Nachdem der Impfschutz gegen Diphtherie in Deutschland empfohlen wird, besteht eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen.Grundimmunisierung:
Nicht geimpfte oder Personen mit nicht eindeutig dokumentierter Grundimmunisierung sollten 2 Impfungen im Abstand von 4 - 8 Wochen und eine dritte Impfung ca. 12 Monate nach der 2. Impfung erhalten. Diese Zeitabstände sind als Mindestabstände zu verstehen, d.h. jede Impfung gilt (es gibt keine unzulässig großen Abstände zwischen den einzelnen Impfungen)!Vor der Reise sollten möglichst 2 Impfungen gegen Diphtherie erfolgt sein. Beginn des Schutzes ungefähr 2 Wochen nach der zweiten Impfdosis.
Hinweis: Nach vollständiger Grundimmunisierung sollte im Fall eines erhöhten Infektionsrisikos (z.B. vor Reisen in Infektionsgebiete) mit einer Impfung nachgeimpft werden, sofern die letzte Impfung mehr als 5 Jahre zurückliegt.
Auffrischung:
Wenn die letzte Impfung länger als 10 Jahre zurück liegt, erfolgt eine einmalige Auffrischungsimpfung. Die Wirksamkeit ist sehr zuverlässig.Impfschutz:
10 JahreImpfstoff:
Diphtherie: Totimpfstoff (Toxoid)Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten-Kombi-Impfung:
Die in Deutschland maßgebende Expertenkommission für Impffragen "STIKO" (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut), empfiehlt die Diphtherie-Impfung in Kombination mit Tetanus und Keuchhusten durchzuführen.Nebenwirkungen:
Nach der Impfung können innerhalb der ersten 48 Std. Allgemeinreaktionen des Körpers und/oder auch Haut und/oder Gewebereaktionen um die Einstichstelle herum auftreten. In der Regel klingen Sie nach 1-2 Tagen wieder ab.Wann darf nicht geimpft werden:
Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen, sowie bei Allergien gegen ImpfbestandteileDie persönliche Verträglichkeit der Impfung sollte auf jeden Fall mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

