Wann wird geimpft:
Im Spätsommer und Herbst (September - November) wird allen Personen eine Schutzimpfung empfohlen, die durch die Grippe und ihre Folgen besonders gefährdet sind, sog. Risikogruppen.Dazu gehören grundsätzlich:
- Personen über 60 Jahre
- Personen mit chronischen Erkrankungen der Lunge, des Herzens, der Nieren oder des Stoffwechsels (z.B. Diabetiker)
- Personen mit engem Kontakt zur Bevölkerung, z.B. medizinisches Personal, Schul- und Kindergartenpersonal, Verkaufspersonal, Personal der öffentlichen Verkehrsmittel, etc.
Für Reisende hat die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und internationale Gesundheit (DTG) im Januar 2009 aktuelle Empfehlungen ausgesprochen:
1. Für Reisen in die unten genannten Gebiete mit aktuellen Ausbrüchen ist prinzipiell eine Grippeimpfung empfohlen:
- bei Reisen auf der nördlichen Hemisphäre zwischen November und April
- bei Reisen auf der südlichen Hemisphäre zwischen Mai und Oktober
- bei Reisen in die Tropen oder Subtropen (zwischen den Wendekreisen) ganzjährig
Bei Reisen auf die südliche Halbkugel ist die Verwendung eines speziellen Impfstoffes nicht erforderlich. Nach bisherigen Erfahrungen schützt der hiesige Impfstoff ausreichend. Das Problem besteht darin, dass der in Deutschland erhältliche Grippeimpfstoff ab Mai kaum noch verfügbar ist, Daher sollte bei entsprechender Impfindikation die Impfung möglichst vorher erfolgen. Mit einer Schutzdauer von 3 - 6 Monaten kann gerechnet werden.
2. Folgende Reisende besitzen ein erhöhtes Expositionsrisiko (= das Risiko einem Krankheitserreger ausgesetzt zu sein):
- Passagiere auf Kreuzschiffen
- Reisende auf längeren Flug-, Bus- oder Bahnfahrten
- Reisen mit organisierten Touristengruppen
- Mekka-Pilger
Impfstoff:
TotimpfstoffWichtig:
Damit eine Ausbreitung der Influenza verhindert wird, sollte etwa ein Drittel der Bevölkerung in jedem Jahr geimpft werden.Impfung:
meist einmalig (je nach Impfstoff-Hersteller)In der Regel jedes Jahr eine Impfung mit dem aktuellen Impfstoff
Impfschutz:
1 JahrNebenwirkungen:
Nach der Impfung können innerhalb der ersten 48 Std. Allgemeinreaktionen des Körpers und/oder auch Haut- und/oder Gewebereaktionen um die Einstichstelle herum auftreten. In der Regel klingen Sie nach 1-2 Tagen wieder ab.Wann darf nicht geimpft werden:
Bei einigen akuten und chronischen Erkrankungen, sowie bei Allergien gegen ImpfbestandteileDie persönliche Verträglichkeit der Impfung sollte auf jeden Fall mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

