Wann wird geimpft:
Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen.Seit 1984 ist die Ausrottung der Masern durch Impfprogramme ein wesentliches Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Anfang der 90er Jahre konnte dadurch ein erheblicher Rückgang an Masernerkrankungen und -Todesfällen in vielen europäischen Ländern erreicht werden.
Impfstoff:
LebendimpfstoffWichtig:
Gegen Masern kann allein oder kombiniert mit Mumps bzw. Mumps und Röteln geimpft werden (MMR-Vakzine)Impfung:
Zwei Impfungen sind zur Sicherstellung des Impfschutzes erforderlich. Zwischen den beiden Impfungen ist ein Mindestabstand von 4 Wochen einzuhalten.Impfschutz:
Der Impfschutz baut sich innerhalb von 10 Tagen auf und besteht mindestens 20 JahreNebenwirkungen:
Nach der Impfung können in der 2. Woche Allgemein- und Hautreaktionen (sog. "Impfmasern") auftreten. In sehr seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen (allergischer Schock) oder auch in Einzelfällen zu zentralnervösen Erkrankungen oder Autoimmunprozessen kommen. Gelegentlich treten Haut- und / oder Gewebereaktionen um die Einstichstelle herum auf, die in der Regel nach 1-2 Tagen wieder abklingen.Wann darf nicht geimpft werden:
Bei einigen akuten und chronischen Erkrankungen, sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile und in der Schwangerschaft.Anmerkungen:
Masern sind weltweit, insbesondere in Afrika, verbreitet. In den Entwicklungsländern gehören sie zu den zehn häufigsten Infektionskrankheiten mit einem hohen Anteil tödlicher Verläufe.Die persönliche Verträglichkeit der Impfung sollte auf jeden Fall mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

