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Höhenanpassung

Mit zunehmender Höhe reduziert sich der Luftdruck. Da die Sauerstoffsättigung im Blut vom Luftdruck abhängig ist, fällt diese bei sinkenden Druckverhältnissen. Durch den Sauerstoffmangel gerät der Körper in eine sogenannte "Hypoxie", die viele Körperfunktionen stark und auch lebensbedrohlich beeinträchtigen kann. Daher ist eine langsame Gewöhnung des Körpers an die sinkenden Luftdruckverhältnisse und das damit verbundene verminderte Sauerstoffangebot, bei ansteigender Höhe unbedingt erforderlich.

Folgende Ratschläge sollten beim Höhenaufstieg berücksichtigt werden:
  • ausreichend trinken (ca. 4 - 6 l pro Tag)
  • langsam aufsteigen (Ruhetage einplanen)
  • keine Überanstrengungen
  • "climb high, sleep low":
    die Schlafhöhe sollte stets unterhalb der erreichten Tageshöhe liegen
  • für die ersten drei Tage: keine Schlafhöhe über 3000m wählen
  • ab 3000m: nie mehr als 500 Höhenmeter pro Tag aufsteigen
  • Bei auftretenden Beschwerden: Abstieg aus der Höhe !

Die Höhenkrankheit

Ein zu schneller Aufstieg und die damit verbundene mangelnde Adaption des Körpers an die Höhe, kann zu Beschwerden führen die zusammengefasst als Höhenkrankheit bezeichnet werden.

Das erste Stadium: "akute Bergkrankheit"

Am Anfang kann es zu Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schlaflosigkeit kommen.

Die beste Behandlung in diesem Stadium besteht darin, einen Ruhetag einzulegen. Bei ausbleibender Besserung sollte ein Abstieg und eine Akklimatisierung erfolgen bis die Beschwerden vollständig abgeklungen sind.

Das zweite Stadium: "Das Höhenlungenödem"

Bei fortschreitenden Beschwerden, kommt es zu einer zusätzlichen Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, dem sogenannten Lungenödem. Typischerweise treten in diesem Stadium starke Atembeschwerden (mit Husten und oft schaumig, weißen Auswurf) und ein extremer Leistungsabfall binnen kürzester Zeit auf. Das Lungenödem kann bereits nach 2-4 Tagen auftreten und entwickelt sich oft erst nach einem Aufstieg in Höhen über 3000m.

Die beste Behandlung in diesem Stadium erfolgt durch sofortigen Abstieg bis zur Besserung der Beschwerden. Bei ausgeprägter Symptomatik kann bereits eine medikamentöse Versorgung und eine zusätzliche Sauerstoffbehandlung notwendig sein.

Das dritte Stadium: "Das Höhenhirnödem"

Bei fortschreitender Erkrankung nehmen die Beschwerden zu. Zusätzlich entwickelt sich ein Hirnödem (d.h. Flüssigkeitsansammlung im Gehirn), dass zu Störungen im geordneten Bewegungsablauf (Ataxien), schwersten Kopfschmerzen bis hin zu Bewusstseinsstörungen und zum Koma führen kann. Zu der Ausbildung eines Hirnödems kommt es meistens erst bei einer Höhe oberhalb von 5000 m.

Die Behandlung besteht in einer sofortigen Luftevakuierung (falls unmöglich: sofortiger Abstieg !), medikamentösen Notversorgung und kontinuierlichen Sauerstoffzufuhr.

Medikamente gegen Höhenkrankheit

Die gebräuchlichen Medikamente zur Behandlung einer Höhenkrankheit sind: Azetazolamid (zur Vorbeugung oder Behandlung der "akuten Bergkrankheit"), Nifedipin (wird vor allem eingesetzt beim Höhenlungenödem) und Dexamethason (wird vor allem eingesetzt beim Höhenhirnödem). Den Mitteln ist gemeinsam, dass sie zwar die Beschwerden einer Höhenkrankheit bessern können, aber somit auch die Warnzeichen des Körpers verschleiern. Eine ernsthafte Gefährdung des Körpers durch Aufstieg in gefährliche Höhen wird dadurch nicht mehr ausreichend wahrgenommen, so dass in kurzer Zeit die Höhenkrankheit einen schweren und lebensbedrohlichen Verlauf nehmen kann.

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