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Cholera

Die Cholera wird durch Bakterien (sog. Vibrio cholerae) verursacht. Diese Bakterien produzieren ein Gift, daß zu einem massiven Flüssigkeits- und Elektrolytverlust mittels starker wässriger, nicht blutiger Durchfälle (sog. Reiswasserstuhl) führt. Ungefähr ein Liter Flüssigkeit kann auf diese Weise pro Stunde verloren gehen und dadurch in kürzester Zeit zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen führen. Ein rechtzeitiger, gezielter Flüssigkeits- und Elektrolytersatz ist für eine erfolgreiche Behandlung die wichtigste Maßnahme.

Choleraausbrüche werden in vielen Ländern (v.a. Afrika) weltweit beobachtet und betreffen in erster Linie die einheimische Bevölkerung, zumeist diejenigen die unter mangelhaften ärmlichen Verhältnissen leben. Die Wahrscheinlichkeit eines Reisenden an Cholera zu erkranken ist sehr gering und tritt nur in Einzelfällen auf. Unter den Rückreisenden in Deutschland wurden in den vergangenen 10 Jahren  (bis 2000) zwischen 0 und 3 Erkrankungsfälle pro Jahr registriert.

Übertragung:

Die Choleraerreger werden über Trinkwasser und verunreinigte Lebensmittel, vor allem über Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte übertragen. Vor allem unterernährte, vorerkrankte Menschen mit geschwächtem körperlichem Abwehrsystem die in Regionen mit mangelnder medizinischer Betreuung leben, sind von der Cholera betroffen.

Schutz:

Gute Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit, kann die Cholera-Impfung für den Urlaubsreisenden in endemische Gebiete erwogen werden. Sie ersetzt jedoch nicht die gebotenen Maßnahmen zur Nahrungs- und Trinkwasserhygiene. Empfohlen ist die Cholera-Impfung für Einsätze bei Katastrophen und Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen. Eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene dient jedoch immer als wichtigste Schutzmaßnahme vor der Infektionskrankheit. Die Impfung kann im Ausnahmefall auf Verlangen des Ziellandes durchgeführt werden (aktuelle Bestimmungen sind bei der Botschaft zu erfragen!). Eine allgemeine WHO-Empfehlung für Cholera besteht allerdings nicht. Für Personen, die sich aus beruflichen oder sonstigen Gründen längere Zeit in einem Cholera-Gebiet aufhalten, kann die Impfung jedoch nach individueller Nutzen-Risikoabwägung unter Umständen sinnvoll sein.

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