Die Pest wird verursacht durch Bakterien mit dem Namen Yersinia pestis, die in einigen Regionen der Welt natürlich bei wildlebenden Nagetieren vorkommen (sog. Naturherde) und zwischen diesen durch Flöhe übertragen werden. Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit zwischen Infektion des Erregers und Ausbruch der Krankheit, kann zwischen wenigen Stunden bis zu 7 Tagen betragen. Die Ausprägungsformen der Pesterkrankung sind unterschiedlich. Man unterscheidet Beulenpest, septikämische Pest und Lungenpest. Im Jahr 2003 wurden der Weltgesundheitsorganisation insgesamt 2.118 Pesterkrankungen (darunter 182 Todesfälle) aus neun Ländern berichtet. Über 90% der Fälle wurden in Afrika registriert.
Den Namen der ´schwarze Tod´ erhielt die Pest durch die Schwarzfärbung der Haut, die das Absterben des Gewebes kennzeichnet
Beulenpest:
Die Beulenpest -oder auch Bubonenpest genannt- hat ihren Namen durch die Vergrößerung der Lymphknoten erhalten, die wie "Beulen" (sog. Bubonen) der Haut imponieren und auch eitern können. Diese Pestform stellt die häufigste und auch mildeste Form der Infektion dar. Der sog. Primärbubo, d.h. die erste "Beule" die sich nach Befall der Pesterreger bildet, ist häufig in der Leistenregion lokalisiert, da durch Flohbisse an den Beinen die Bakterien über die Lymphbahnen zuerst die Lymphknoten der Leistenregion erreichen. Von dort ausgehend ist ein Befall weiterer Lymphknoten oder gar eine Ausbreitung im Körper möglich.
Bei der sog. Bubonenpest befallen die Pestbakterien die Lymphknoten und verursachen eine Vergrösserung [Bubo]
Septikämische Pest:
Wenn sich die Pestbakterien über den Blutweg weiter im Körper ausbreiten, kann es sehr schnell zu einer Sepsis ("Blutvergiftung") kommen. In sehr kurzer Zeit entwickelt sich hohes Fieber mit Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Schwindel im weiteren Verlauf ein Kreislaufschock und innere Blutungen. Die Ausbreitung der Bakterien im ganzen Körper und die Absiedlung in unterschiedliche Organe kann in kürzester Zeit zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.
Bei der sog. septikämischen Pest kommt es u.a. zu einer erhöhten Blutungsneigung
Lungenpest:
Bei einem Befall der Lunge kommt es zur schwerwiegenden, auch für andere Menschen direkt ansteckenden Lungenpest. Sie kann von einer Beulenpest mit Ausbreitung der Bakterien auf dem Blutweg in die Lunge ausgehen (sekundäre Lungenpest). Erfolgt die Ansteckung über Tröpfcheninfektion direkt von einem anderen Patienten mit Lungenpest so entsteht die primäre Lungenpest (ohne vorausgehende Beulenpest). Zu Beginn der Erkrankung kommt es zu Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Im weiteren Verlauf entwickelt sich ein Husten mit blutigem Auswurf, zunehmende Atembeschwerden bis hin zum Schock und Atemstillstand. Die Lungenpest verläuft häufig tödlich wenn sie nicht frühzeitig mit Antibiotika behandelt wird.
Pesterkrankungen treten in unterschiedlich großen Einzelherden in verschiedenen Ländern auf. Vor allem betroffen sind Ostafrika (u.a. Tansania), Madagaskar, die Mongolei, Vietnam, Myanmar, Indien und Peru. Armut, mangelnde Hygiene- und Medizinstandards begünstigen vor allem in Slums und Armenvierteln die Übertragung der Erkrankung. Aber auch in Regionen mit hohen Hygienestandard können Pestfälle vereinzelt auftreten. So werden auch aus den USA jährlich vereinzelte Pestfälle gemeldet, meist bei Jägern oder Wanderern, die entlegene Naturherdgebiete (z.B. in den Rocky Mountains) aufsuchen. Für Reisende stellt die Pest nur in absoluten Sonderfällen (z.B. Trekking- und Abenteuertouren in touristisch nicht erschlossene Infektionsgebiete, bzw. berufliche Exposition bei Entwicklungshelfern) ein Risiko dar.
Pesterkrankungen treten in unterschiedlich großen Einzelherden in verschiedenen Ländern auf. Vor allem betroffen sind Ostafrika (u.a. Tansania), Madagaskar, die Mongolei, Vietnam, Myanmar, Indien und Peru. Armut, mangelnde Hygiene- und Medizinstandards begünstigen vor allem in Slums und Armenvierteln die Übertragung der Erkrankung. Aber auch in Regionen mit hohen Hygienestandard können Pestfälle vereinzelt auftreten. So werden auch aus den USA jährlich vereinzelte Pestfälle gemeldet, meist bei Jägern oder Wanderern, die entlegene Naturherdgebiete (z.B. in den Rocky Mountains) aufsuchen. Für Reisende stellt die Pest nur in absoluten Sonderfällen (z.B. Trekking- und Abenteuertouren in touristisch nicht erschlossene Infektionsgebiete, bzw. berufliche Exposition bei Entwicklungshelfern) ein Risiko dar.
Pestbakterien können auch die Lunge besiedeln und zu einer schwerwiegenden Form der Lungenentzündung führen [Lungenpest]
Übertragung:
Die Bakterien werden durch Flöhe oder - im Falle der primären Lungenpest - mittels Tröpfcheninfektion von Mensch-zu-Mensch direkt übertragen. Die mögliche Verwendung von Pestbakterien als Biowaffe wird diskutiert.
Pestbakterien werden durch Flöhe auf den Menschen übertragen
Schutz:
Nach Flohstich in einem Pest-Risikogebiet bzw. nach direkten Kontakt mit Lungenpest-Erkrankten können - nach Absprache mit dem Arzt - vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. In der Regel sind von diesen Prophylaxemaßnahmen keine Reisenden, sondern nur die Familienangehörige der Pestkranken und das medizinische Kontaktpersonal betroffen. Impfstoffe gegen Pest wurden entwickelt sind aber nicht allgemein verfügbar. Sie scheinen einen guten Schutz vor Beulenpest zu geben, während der Schutz vor Lungenpest fraglich ist.

