Ende Januar haben die Behörden und medizinischen Experten für den Central Park in New York City eine Tollwutwarnung ausgesprochen. Grund dafür waren 28 tollwütige Waschbären die im oder in der Nähe des Central Parks im Januar registriert wurden. Die Stadtverwaltung zeigt sich besorgt, da die Zahl der Fälle in den vergangenen Wochen die Zahlen der Vorjahre von nur drei Fällen im Zeitraum 2003 bis November 2009 stark übersteigt. Durch die infizierten Waschbären besteht die Gefahr der Virusübertragung auf den Menschen. Der Grund für die starke Zunahme ist derzeit noch unbekannt. Die meisten Fälle die in den vergangenen zwei Monaten berichtet wurden, sind aus dem nördlichen Teil des Central Parks zwischen der 79. und 110. Straße. Impfkampagnen der Tiere wurden im New York's Central Park, Morningside Park und Riverside Park eingeleitet. Die Besucher des Central Parks werden derzeit angehalten ihre Hunde anzuleinen und sich von Waschbären fernzuhalten insbesondere von denjenigen, die am Tag gesichtet werden. Die Gesundheitsbehörden haben im vergangenen Jahr insgesamt 10 offizielle Tollwutmeldungen aus Manhattan erhalten – darunter alleine acht Meldungen im Monat Dezember. Zuvor wurde nur ein Fall im Zeitraum 2003 bis 2008 berichtet. Obgleich Waschbären, Stinktiere, Füchse und Kojoten die gefährlichsten Infektionsquellen darstellen, sind es dennoch die Fledermäuse die in den USA am häufigsten die Tollwut auf den Menschen übertragen. In den USA nimmt das Tollwut-Übertragungsrisiko durch Fledermäuse auf den Menschen erheblich zu. Vor rund 60 Jahren infizierten sich ungefähr 90% aller Tollwutpatienten in den USA durch Hundebisse. Heute wird die Tollwut häufiger durch Fledermäuse übertragen als durch Hunde. Zwischen 3 - 5 Todesfälle werden in Nordamerika jährlich durch Fledermausbisse verursacht. Untersuchungen zeigten, dass nur 8% der Patienten, bei denen ein Fledermaus-spezifisches Tollwutvirus nachgewiesen werden konnte, sich an eine Bissverletzung erinnern konnten. 38% konnten sich an einen Körperkontakt mit einer Fledermaus erinnern und 21% hatten in ihren Häusern und ihrem Lebensumfeld Fledermäuse. Ein gutes Drittel der Patienten, bei denen ein Fledermaus-spezifisches Tollwutvirus nachgewiesen wurde, konnte sich an überhaupt keinen Kontakt mit Fledermäusen erinnern. Ein zehn Jahre altes Mädchen ist im Jahr 2006 im Norden von Indiana an Tollwut erkrankt, nachdem sie von einer Fledermaus attackiert wurde. Das Kind starb vier Monate nach dem tödlichen Biss. Dieser Fall ist der erste Tollwutfall im Bundesstaat Indiana seit 1959. Für USA Reisende, die in Regionen mit erhöhten Fledermaus-Vorkommen reisen, ist wichtig zu wissen, dass der Biss einer Fledermaus unter Umständen unbemerkt bleiben kann. Da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen, besteht die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. In den meisten Tollwutfällen die in den USA auftreten, handelt es sich jedoch um Wildtollwut. Betroffen sind vor allem Füchse, Stinktiere, Waschbären und Wölfe. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören u.a. die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Auch Personen, die mit Fledermäusen in Kontakt stehen - unter anderem auch Höhlenforscher und Höhlenbesucher - gehören in den USA zu den Risikogruppen, denen eine vorbeugende Impfung gegen Tollwut empfohlen wird. Der Reisende kann sich ebenfalls durch eine Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt jedoch, sich von freilaufenden Tieren (v.a. Füchse, Stinktiere, Waschbären) fernzuhalten und auch die Kadaver nicht zu berühren. Bei Bissverletzungen durch Fledermäuse oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.
In den USA hat sich seit 29. Januar die Zahl der Mumps-Fälle von 1.521 Fällen auf über 2.336 erhöht. Seit Juli 2009 werden zunehmend mehr Erkrankungsfälle aus den USA gemeldet. Dabei handelt es sich seit 2006 (6.584 Mumps-Fälle) um den größten Mumps-Ausbruch in den Vereinigten Staaten. Ausgelöst wurde dieser Ausbruch wahrscheinlich durch einen 11-jährigen Jungen, der nach seinem Aufenthalt in England das Masernvirus in die USA importiert und damit eine Kettenreaktion von rund 4000 Erkrankungsfällen auslöste. Bei den Erkrankten bestand meist kein oder nur ein unzureichender Impfschutz. Durch die starke Zunahme der Erkrankungszahlen im Land wurde das Virus erneut durch den Reiseverkehr auch in andere Länder importiert, wie zum Beispiel Quebec (Kanada) und Israel. Für Reisende ist eine Mumps-Impfung (MMR) dann relevant, wenn kein ausreichender Impfschutz vorliegt oder die Krankheit als Kind nicht durchgemacht wurde und zum Beispiel ein längerer Aufenthalt als Austauschschüler, Student oder Au Pair in Regionen oder Einrichtungen geplant wird, in denen aktuell eine Mumps-Epidemie vorliegt oder wo zu vielen Kindern Kontakt besteht.
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | nein | |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Kinderlähmung | nein | |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | nein |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Borreliose | Vorkommen: nördliche und östliche Staaten Erreger: Bakterien (Borrelien) Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz Übertragungsmonate: April-September | Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: im südlichen Texas im Spätsommer/Herbst | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Pest | Vorkommen: vereinzelte Herde im mittleren Westen und Westen | Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| West-Nil-Fieber | Vorkommen: Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Illinois, Indiana, Iowa, Kentucky, Louisiana, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Nebraska, New York, North Dakota, Ohio, Oklahoma, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Texas, Virginia, Wisconsin und der Distrikt Columbia,Connecticut, Pennsylvania Übertragungsmonate:vorwiegend Spätsommer/Herbst | guter Mückenschutz |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | -1 | -1 | 3 | 8 | 14 | 18 | 21 | 20 | 16 | 11 | 5 | 0 |
| Max. Temp °C | 8 | 8 | 13 | 19 | 24 | 29 | 31 | 30 | 26 | 21 | 13 | 8 |
| Feuchtigkeit % | 62 | 60 | 60 | 60 | 63 | 61 | 66 | 67 | 70 | 70 | 68 | 65 |
| Regentage | 7 | 6 | 6 | 5 | 9 | 7 | 7 | 6 | 5 | 5 | 6 | 6 |
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