Ein 24-jähriger Tourist aus England starb in der ersten Dezemberwoche 2008 an einer Hantavirus-Infektion nach seiner Reise durch Argentinien und Chile. Hantaviren gehören zu den Erregern viraler hämorrhagischer Fieber. Sie werden durch Sekrete und Ausscheidungen von freilebenden Nagetieren (v.a. Mäuse und Ratten) auf den Menschen übertragen. Personen in der Landwirtschaft, aber auch Camper die sich in der freien Natur aufhalten (und dadurch Kontakt zu Nagetieren haben) sind am meisten gefährdet. Beim Campen im Freien ist auf eine Beseitigung von offenen Nahrungsmittelabfällen zu achten, welche die Tiere anziehen könnte. Urlauber in ländliche Regionen, sollten sich bei Freilandaufenthalten von Nagetieren fernhalten und eine sorgfältige Lebensmittelhygiene durchführen.
Im Dreiländerdreieck, mit den angrenzenden argentinischen Provinzen entlang des Uruguay (v.a. in den Provinzen Misiones und Corrientes), sowie den angrenzenden südöstlichen Landesteilen Paraguays, ist ein Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen. Einige Gelbfieber-Erkrankungsfälle darunter auch ein Todesfall, wurden im Jahr 2009 aus der Provinz Misiones gemeldet. Auch an der angrenzenden Westgrenze Brasiliens (Rio Grande do Sul) wurde das Gelbfiebervirus in erkrankten und gestorbenen Affen nachgewiesen. Nachdem Gelbfiebermücken das Virus von den Affen auf den Menschen übertragen können, besteht auch in diesen Regionen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die örtlichen Gesundheitsbehörden haben aus diesem Grund umfassende Impfaktionen in der Bevölkerung eingeleitet. Reisenden wird eine Gelbfieber-Impfung für folgende Regionen empfohlen: Provinzen Formosa, Misiones, Chaco (Bermejo), Corrientes (Berón de Astrada, Capital, General Alvear, General Paz, Ituzaingó, Itatí, Paso de los Libres, San Cosme, San Miguel, San Martín und san Tomé), Jujuy (Ledesma, Santa Barbara, San Pedro, Valle Grande), Salta (Anta, General José de San Martín, Orán, Rivadavia). Vor allem Reisende in das Dreiländer-Dreieck und Besucher des Iguaçu National Parks ist eine Schutzimpfung empfohlen.
In vielen Regionen besteht ein erhöhtes Dengue Fieber-Übertragungsrisiko. Seit Anfang des Jahres wurden landesweit bis Ende Februar 465 Dengue Fieber-Fälle bestätigt. Die meisten Fälle wurden dabei aus dem Dreiländerdreieck Argentinien, Brasilien und Paraguay gemeldet. Im vergangenen Jahr wurden rund 50.000 Dengue Fieber-Erkrankungen aus dieser Region berichtet - darunter 10 Todesfälle. Dengue Fieber wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Reisende sollten daher gute Mückenschutzmaßnahmen ergreifen.
Die übrigen Gebiete gelten als Malariafrei (einschl. Iguacu-Fälle).
Übertragungsmonate: überwiegend Oktober - Mai
Malariaart: ausschließlich Malaria tertiana (P. vivax)
Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ländliche Grenzgebiete zu Bolivien und Paraguay
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | ja - in Risikogebieten | Als Risikogebiete gelten folgende Regionen: Provinzen Formosa, Misiones, Chaco (Bermejo), Corrientes (Berón de Astrada, Capital, General Alvear, General Paz, Ituzaingó, Itatí, Paso de los Libres, San Cosme, San Miguel, San Martín und San Tomé), Jujuy (Ledesma, Santa Barbara, San Pedro, Valle Grande), Salta (Anta, General José de San Martín, Orán, Rivadavia). Vor allem Reisende in das Dreiländer-Dreieck und Besucher des Iguaçu National Parks ist eine Schutzimpfung empfohlen. |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Kinderlähmung | nein | |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
| Gelbfieber | Es besteht keine Impfvorschrift aber eine Impfempfehlung für die Risikogebiete. Als Risikogebiete gelten folgende Regionen: Provinzen Formosa, Misiones, Chaco (Bermejo), Corrientes (Berón de Astrada, Capital, General Alvear, General Paz, Ituzaingó, Itatí, Paso de los Libres, San Cosme, San Miguel, San Martín und San Tomé), Jujuy (Ledesma, Santa Barbara, San Pedro, Valle Grande), Salta (Anta, General José de San Martín, Orán, Rivadavia). Vor allem Reisende in das Dreiländer-Dreieck und Besucher des Iguaçu National Parks ist eine Schutzimpfung empfohlen. |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Chagas-Erkrankung | ländliche Gebiete im Norden des Landes (nördlich des Rio Negro) | Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist |
| Leishmaniasis | Haut Form: Herde im Nordosten | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | 17 | 17 | 16 | 12 | 8 | 5 | 6 | 6 | 8 | 10 | 13 | 16 |
| Max. Temp °C | 29 | 28 | 26 | 22 | 18 | 14 | 14 | 16 | 18 | 21 | 24 | 28 |
| Feuchtigkeit % | 71 | 73 | 78 | 80 | 82 | 85 | 86 | 82 | 77 | 74 | 70 | 71 |
| Regentage | 7 | 6 | 7 | 8 | 7 | 7 | 8 | 9 | 8 | 9 | 9 | 8 |
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