Landesweit besteht ein Übertragungsrisiko für Chikungunya-Fieber. Im Jahr 2009 wurde ein sehr großer Chikungunya-Ausbruch vornehmlich im Süden des Landes - auch in einigen Touristenorten - berichtet. Im Verlauf des Jahres dehnte sich der Ausbruch auch auf die mittleren, nördlichen und nordöstlichen Landesteile aus. Die ersten Erkrankungsfälle auf der Ferieninsel Phuket wurden im März/April 2009 gemeldet. Mehrere europäische Urlauber aus Belgien, Schweden, Schottland und Österreich erkrankten nach ihrem Aufenthalt auf Phuket an Chikungunya Fieber. Das Chikungunya-Virus das durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen wird, kann auch Reisende infizieren. Daher sind gute Mückenschutzmaßnahmen empfohlen.
Landesweit besteht auch ein Risiko für Dengue Fieber. Im Vorjahr (2009) berichtete das Robert Koch Institut, dass im Jahr 2008 bei insgesamt 82 deutschen Reisenden eine Dengue Fieber-Erkrankung nach Aufenthalt in Thailand diagnostiziert wurde. Damit ist Thailand das Land, aus dem mit Abstand die meisten Dengue Fieber-Fälle nach Deutschland importiert werden. Daher sind gute Mückenschutzmaßnahmen empfohlen.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor d em Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Allgemein besteht ein erhöhtes Tollwut-Risiko, durch die Zunahme von streunenden Hunden insbesondere in Stadtbereichen, wie z.B. in Bangkok. Eine ausreichende medizinische Versorgung nach Bissverletzung ist nicht immer sicher gewährleistet. Bei längeren Aufenthalten wird daher vorsorglich eine Tollwut-Impfung empfohlen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwen det werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Auskünfte können über die deutsche Botschaft im Land erteilt werden.
Risikogebiete: Geringes Risiko in den Grenzgebieten der Nordhälfte, einschließlich der Touristengebiete im Goldenen Dreieck, sowie in der Südhälfte des Landes, einschließlich der Küstenregionen, im Khao Sok National Park und auf den meisten Inseln (u.a. Ko Chang, Ko Mak, Ko Phangan, Ko Phi Phi, Ko Tao)
Kein Malariarisiko: in den zentralen Gebieten der Nordhälfte des Landes, Bangkok, Chanthaburi, Chiang Mai, Chiang Rai, Pattaya, Phuket und Ko Samui
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Risiko während der Regenzeit Mai - Oktober
Malariaart: 50 % Malaria tropica (P. falciparum)
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in den Grenzgebieten der Nordhälfte, einschließlich der Touristengebiete im Goldenen Dreieck, sowie in der Südhälfte des Landes, einschließlich der Küstenregionen, im Khao Sok National Park und auf den meisten Inseln (u.a. Ko Chang, Ko Mak, Ko Phangan, Ko Phi Phi, Ko Tao)
Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: in den zentralen Gebieten der Nordhälfte des Landes, Bangkok, Chanthaburi, Chiang Mai, Chiang Rai, Pattaya, Phuket und Ko Samui
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | Risikogruppen ja | Reisende mit längeren Aufenthalten (ab 4 Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken |
| Kinderlähmung | ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
| Gelbfieber | Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende (Kinder über 9. Lebensmonat), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete). |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Bilharziose | Vorkommen: landesweit im Süßwasser v.a. in Phitsanulok, Phichit, Surat Thani | Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen) |
| Borreliose | landesweites Vorkommen | Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: landesweit | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Filariose | Vorkommen: Grenzgebiete im Westen und Feuchtbiotope an der Südostküste | Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Fleckfieber | Vorkommen: vor allem im Buschland im Norden und Nordosten | Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen ! |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Japanische Enzephalitis | Vorkommen: ländliche und suburbane Gebiete im N > S Übertragungsmonate: Mai - Oktober | Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | 20 | 22 | 24 | 25 | 25 | 24 | 24 | 24 | 24 | 24 | 22 | 20 |
| Max. Temp °C | 32 | 32 | 34 | 35 | 34 | 33 | 32 | 32 | 32 | 31 | 31 | 31 |
| Feuchtigkeit % | 72 | 74 | 74 | 74 | 78 | 79 | 79 | 79 | 82 | 82 | 79 | 74 |
| Regentage | 1 | 1 | 3 | 3 | 9 | 10 | 13 | 13 | 15 | 14 | 5 | 1 |
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