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Botswana

Stand: März 2010
Wichtige Hinweise
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Aufgrund der tropischen Sommerregenzeit (November - April) die derzeit im südlichen Afrika anhält, besteht in verschiedenen Landesteilen ein erhöhtes Malariarisiko. Betroffen sind vor allem in Botswana Regionen in Kasane am Zambezi-Fluss und am Okavango, sowie im Norden in den Distrikten Boteti, Chobe, Ngamiland und Tutume. Während den Regenzeiten stehen für viele Insekten, wie z.B. Mücken vermehrt Brutplätze zur Verfügung. Dadurch nimmt die Anzahl der Überträgermücken zu. Aus diesem Grund treten Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden, wie z.B. Malaria, während und nach Regenperioden häufiger auf. Auch Reisende sind bei Aufenthalten in Ländern mit Malaria-Vorkommen gefährdet – vor allem während den Regenzeiten. Daher sollte rechtzeitig vor der Reise eine aufklärende reisemedizinische Beratung erfolgen. Da eine Vielzahl von Faktoren das individuelle Malariarisiko festlegen, sollte in einer gründlichen Nutzen-Risiko Abwägung in einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt die richtige Malariaprophylaxe individuell festgelegt werden.

In diesem Jahr wurden bis 16. Februar 2010 insgesamt 25 Fälle der Kinderlähmung (Poliomyelitis) gemeldet. Die Fälle wurden in Pakistan, Afghanistan, Indien, Senegal, Nigeria und Tschad registriert. Im vergangenen Jahr wurden der WHO 1.595 Poliofälle aus Pakistan (89), Afghanistan (38), Indien (732), Mauretanien (11), Tschad (66), Sierra Leone (12), Nigeria (388), Mali (2), Guinea (41), Liberia (11), Burkina Faso (15), Kamerun (3),  Angola (29), Burundi (2), Zentralafrika (14), Elfenbeinküste (27), Kenia (18), Sudan (45), Demokratische Republik Kongo (3), Niger (15), Uganda (8), Benin (20) und Togo (6) berichtet. Die meisten Fälle werden aus den Ländern berichtet, in denen die Polio endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan. In die anderen Länder ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. Zuletzt wurde ein Fall von Kinderlähmung im Jahr 2004 von der WHO in Botswana bestätigt (2003:0). Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkr ankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem als "polio-frei" galten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist. Bei Reisen in aktuelle Polio-Risikogebiete ist ein Impfschutz empfohlen. Grundsätzlich zählen dazu großräumig das tropische Afrika und vereinzelte Länder/Regionen Asiens.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygieni schen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: Übertragungsrisiko (verstärkt in der Regenzeit) in den Gebieten Boteti, Chobe, Kasane, Ngamiland, Okavango und Tutume.  Ein geringes Risiko besteht in den Grenzgebieten zu Simbabwe (Bobirwa, Selebi-Phikwe).

Übertragungsmonate:
ganzjährige Gefährdung mit geringem Risiko in den Grenzgebieten zu Simbabwe (Bobirwa, Selebi-Phikwe).
Juli - Oktober: Risiko in den Gebieten Boteti, Chobe, Kasane, Ngamiland, Okavango und Tutume.
Erhöhtes Risiko v.a. während der Regenzeit November - Juni: in den Gebieten Boteti, Chobe, Kasane, Ngamiland, Okavango und Tutume.

Kein Malariarisiko: in der südlichen Hälfte des Landes

Malariaart: 90 % Malaria tropica (P. falciparum), ansonsten Malaria tertiana (P. vivax).
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): November - Juni: in den Distrikten Boteti, Chobe, Kasane, Ngamiland, Okavango und Tutume

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): Juli - Oktober: in den Distrikten Boteti, Chobe, Kasane, Ngamiland, Okavango und Tutume, sowie in den Grenzgebieten zu Simbabwe (Bobirwa, Selebi-Phikwe)
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
Gelbfiebernein
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
KinderlähmungjaReisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Meningokokken Meningitisnein
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
Gelbfieber
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisenden (Kinder > 1. Lj.) die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen (auch Transit). Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
BilharzioseVorkommen: im Süßwasser
v.a. Infektionsrisiko entlang des Okawango
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Hepatitis Blandesweites VorkommenImpfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
SchlafkrankheitSporadisches Auftreten in den Okawango-SümpfenSchutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Tollwutlandesweites VorkommenImpfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C1818161162249141617
Max. Temp °C323231282523222529323232
Feuchtigkeit %596769686455515145494659
Regentage9885211126810
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Hausanschrift:
Embassy of the Federal Republic of Germany
Professional House
Broadhurst
Segodithsane Way
Gaborone

Postanschrift:
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 315
Gaborone
Botsuana
Tel.: (00267) 395 31 43, 395 38 06
Fax: (00267) 395 30 38
e-Mail: info@gaborone.diplo.de
Website: www.gaborone.diplo.de

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169, Avenue de Tervuren
B-1150 Brüssel
Tel.: (0032) 2735 20 70, 735 61 10
e-Mail: botswana@brutele.be


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