Seit Anfang des Jahres wurden landesweit nahezu 20.000 Masern-Fälle gemeldet. Vor allem sollen die Regionen von Pazardjik, Vratsa und Plodiv betroffen sein. Bereits am 11. Mai informierte das bulgarische Außenministerium, dass an der türkischen Grenze Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, um die Ausbreitung der Masern in das südöstlich gelegene Nachbarland zu verhindern. Reisende mit Masern oder auch Beschwerden wie Fieber, Husten und Hautausschlag soll der Zugang in die Türkei zunächst verwährt werden. Zudem legen die Behörden den Reisenden nahe, dass bei Masernerkrankung auf das Reisen verzichtet werden sollte, um nicht zu einer weiteren Ausbreitung der ansteckenden Infektionskrankheit beizutragen. Grundsätzlich ist es Reisenden empfohlen, bei Reisen in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) eine Impfung. Vor allem sollten Austauschschüler und Au-Pairs auf einen gültigen Masernschutz achten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt zwei Masernimpfungen im zweiten Lebensjahr und fordert generell dazu auf, Impfungen vor dem 18. Geburtstag nachzuholen, wenn sie nicht zum empfohlenen Zeitpunkt durchgeführt werden konnten.
Grundsätzlich besteht landesweit ein mittleres Infektionsrisiko für Hepatitis A und Hepatitis B. Die Hepatitis B ist eine unter Umständen chronisch verlaufende Erkrankung, die mit einer Lebensverkürzung im Vergleich zur Normalbevölkerung einhergeht (Spätfolgen sind z.B. Leberzirrhose, -krebs). Zur Vorbeugung gegen Hepatitis B sollten die Infektionsquellen (z.B. Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich, ungeschützte Sexualkontakte - insbesondere bei Homosexuellen -, i.v. Drogenmissbrauch) gemieden werden. Eine Infektion mit Hepatitis A - Viren erfolgt fäkal-oral d.h. durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion. Das bedeutet, das sowohl durch engen Personenkontakt als auch durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel die Viren übertragen werden können. Ein erhöhtes Risiko stellt daher fäkaliengedüngtes Gemüse (z.B. Salate) oder auch - und vor allem in Küstengebieten - unzureichend gekochte oder gar rohe Meeresfrüchte (z.B. Muscheln und Austern) dar. Daher kann bei einem nennenswerten Risiko eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfehlenswert sein. Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist grundsätzlich ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B zu empfehlen.
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit FSME Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den beruflichen Risikogruppen gehören: Jäger, Förster und Waldarbeiter |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Kinderlähmung | nein | |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | nein |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Borreliose | landesweites Vorkommen Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz Übertragungsmonate: April-Oktober | Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| FSME | Vorkommen: v.a. in den Flussniederungen (genaue Angaben fehlen) Erreger: FSME-Viren Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz Das Infektionsrisiko wird als gering eingestuft Übertragungsmonate: April-Oktober | Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays). |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | -4 | -3 | 1 | 5 | 10 | 14 | 16 | 15 | 11 | 8 | 3 | -2 |
| Max. Temp °C | 2 | 4 | 10 | 16 | 21 | 24 | 27 | 26 | 22 | 17 | 9 | 4 |
| Feuchtigkeit % | 83 | 77 | 69 | 64 | 64 | 62 | 59 | 61 | 67 | 73 | 81 | 82 |
| Regentage | 9 | 10 | 10 | 12 | 13 | 12 | 10 | 9 | 7 | 11 | 10 | 12 |
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