Im Juni beginnt in Kanada - wie auch in den USA und Mexiko - erneut die West Nil Fieber-Saison. Das West Nil-Fieber wird durch Mücken übertragen. Insbesondere gefährdet sind Kinder unter fünf Jahren, ältere Menschen und abwehrgeschwächte Personen. Der einzige Schutz besteht in sorgfältigen Mückenschutzmaßnahmen. Die Mückenart ist tag- und nachtaktiv, so dass vorbeugende Maßnahmen (wie hautbedeckende Kleidung, Antimückencremes, -lotionen, etc.) kontinuierlich durchgeführt werden sollten. Reisende die sich während 1.6. - 30.11.2010 in den USA, Kanada oder Mexiko aufhalten, dürfen sich bis 4 Wochen nach ihrer Rückkehr in Deutschland keiner Blutspende unterziehen.
In verschiedenen Landesteilen kommt es immer wieder zu Ausbrüchen von Mumps und Masern, infolge zu geringer Durchimpfungsraten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Im Süden hat die Zahl der Mumps-Erkrankungen in den letzten Monaten des vergangenen Jahres deutlich zugenommen. Bei Mumps wie auch bei Masern treten mit zunehmenden Lebensalter Komplikationen (v.a. Hirn- oder Hirnhautentzündung) häufiger auf. Für Reisende ist eine Schutz gegen Masern und Mumps dann relevant, wenn kein ausreichender Impfschutz vorliegt oder die Krankheiten als Kind nicht durchgemacht wurden und zum Beispiel ein längerer Aufenthalt als Austauschschüler, Student oder Au Pair in Regionen oder Einrichtungen geplant wird, in denen aktuell Ausbrüche (Masern, Mumps) vorliegen oder wo zu vielen Kindern Kontakt besteht.
Vorsicht beim Verzehr von unzureichend gegarten Fleisch (v.a. Robben-, Walross- und Polarbärenfleisch). Es besteht die Gefahr einer Trichinose (Wurmerkrankung). Vereinzelte Trichinose - Erkrankungsfälle werden immer wieder sporadisch gemeldet. Bei vollständig durchgebratenen oder abgekochten Fleisch besteht jedoch kein Infektionsrisiko.
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | nein | |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Kinderlähmung | nein | |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | nein |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Borreliose | Vorkommen: v.a. im SO von British Columbia Übertragungsmonate: April - September Übertragung: Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz Erreger: Bakterien (Borrelien) | Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | -16 | -14 | -8 | 1 | 7 | 12 | 14 | 13 | 9 | 4 | -2 | -11 |
| Max. Temp °C | -7 | -5 | 1 | 11 | 18 | 24 | 27 | 25 | 20 | 14 | 5 | -4 |
| Feuchtigkeit % | 77 | 77 | 70 | 63 | 59 | 62 | 65 | 68 | 74 | 71 | 78 | 81 |
| Regentage | 13 | 12 | 11 | 11 | 11 | 11 | 11 | 10 | 11 | 11 | 13 | 15 |
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Mo-Fr: 8.30-12.30 Uhr und 13.30-17 Uhr

