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Chile

Stand: März 2010
Wichtige Hinweise
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In Chile wurde im Jahr 1995 der erste Hantavirus-Fall berichtet. Seither wurden in Chile landesweit über 620 Fälle gemeldet. Im vergangenen Jahr (2009) wurden insgesamt 24 Erkrankungsfälle - darunter 6 Todesfälle - registriert. Die Fälle wurden in der Hauptstadt, als auch in den Regionen VI, VII, VIII, IX, X, XI und XIV gezählt. In diesem Jahr meldeten die örtlichen Gesundheitsbehörden bis Mitte Februar bereits 10 Erkrankungsfälle - darunter vier Todesfälle. Acht Erkrankungen wurden im Januar gemeldet und zwei weitere im Februar. Die Erkrankungen wurden aus der Bio Bio Region (VIII), der Araucania Region (IX), der Los Lagos Region (X) und der Coihaique Region (XI) berichtet. Damit liegt das Auftreten der Erkrankungsfälle in diesem Jahr vor allem im Süden des Landes. Die örtlichen Behörden warnen vor einer saisonalen Zunahme der Erkrankung, die meist während des Sommers im Land auftritt. Auch für Reisende kann eine Infektion mit dem Hantavirus tödlich enden. So starb im Dezember 2008 ein 24-jähriger Tourist aus England an einer Hantavirus-Infektion nach seiner Reise durch Argentinien und Chile. Hantaviren gehören zu den Erregern viraler hämorrhagischer Fieber. Sie werden durch Sekrete und Ausscheidungen von freilebenden Nagetieren (v.a. Mäuse und Ratten) auf den Menschen übertragen. Personen in der Landwirtschaft, aber auch Camper die sich in der freien Natur aufhalten (und dadurch Kontakt zu Nagetieren haben) sind am meisten gefährdet. Beim Campen im Freien ist auf eine Beseitigung von offenen Nahrungsmittelabfällen zu achten, welche die Tiere anziehen könnte. Urlauber in ländliche Regionen, sollten sich bei Freilandaufenthalten von Nagetieren fernhalten und eine sorgfältige Lebensmittelhygiene durchführen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

Vorsicht beim Verzehr von unzureichend gegartem Schweinefleisch (in z.B. Hackfleisch-Spießen und Würsten). Insbesondere aus dem Süden des Landes werden vermehrt Trichinose - Erkrankungen (Wurmerkrankung) gemeldet. Bei vollständig durchgebratenen oder abgekochten Fleisch besteht kein Infektionsrisiko.

ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
Gelbfiebernein
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
Kinderlähmungnein
Meningokokken Meningitisnein
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
Chagas-ErkrankungVorkommen: Slums v.a. im Norden und in den zentralen Gebieten des LandesBei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
Choleralandesweites VorkommenSorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Meningokokken MeningitisVorkommen: vor allem in den Slums der GroßstädteImpfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
Tollwutlandesweites VorkommenImpfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C121197533467911
Max. Temp °C292927231814151719222628
Feuchtigkeit %545964687579767572665754
Regentage001156653310
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Botschaft der Republik Chile
Mohrenstraße 42
10117 Berlin
Tel.: (030) 726 203-5
Fax: (030) 726 203-603
e-Mail: comunicaciones@echilealemania.de
Website: www.embajadaconsuladoschile.de
Mo-Fr: 9-13 Uhr

Hausadresse:
Embajada de la Républica Federal de Alemania
Las Huattatas 5677
Vitacura
Santiago de Chile

Postadresse:
Embajada de la Républica Federal de Alemania
Casilla 220, correo 30
Santiago de Chile
Chile
Tel.: (00 56 2) 463 25 00
Fax: (00 56 2) 463 25 25
e-Mail: info@santiago-de-chile.diplo.de
Website: www.santiago.diplo.de

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