Im Osten Chinas wurden in den vergangenen Monaten immer wieder Erkrankungs- und Todesfälle der sogenannten „Hand-Fuß-Mund"-Krankheit („HFM-Krankheit") berichtet. Insgesamt starben im Vorjahr (2009) mindestens 44 Menschen an der Infektionskrankheit in der Shandong Provinz. Mit über 85.000 Erkrankungsfällen (2009) scheint die Provinz eine der stark betroffenen Regionen Chinas zu sein. Reisende sollten auf eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene achten, regelmäßig die Hände waschen und den Kontakt zu größere Menschenansammlungen meiden.
Die Masern-Erkrankungszahlen haben in den vergangenen Jahren, laut Aussage der Gesundheitsbehörden, in vielen Provinzen zugenommen. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen, wird eine Impfung empfohlen.
Jedes Jahr werden Tollwutfälle aus China gemeldet. Nach Indien stellt China das Land mit dem meisten Tollwuterkrankungen beim Menschen dar. Damit gilt Asien als der Kontinent mit den meisten Tollwuterkrankungen. Der Hauptüberträger der Tollwut ist der Hund. Rund 40.000 Todesfälle werden jährlich aus dem asiatischen Raum gemeldet. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Kein Malariarisiko: Rest des Landes
Übertragungsmonate: ganzjährig
Malariaart: fast ausschließlich Malaria tertiana (P. vivax), Malaria tropica (P. falciparum < 10 %, Vorkommen nur in Hainan und Yunnan)
Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: in den ländlichen Regionen unter 1.500m Höhe der Provinzen Hainan, Yunnan, Anhui, Henan, Hubei, Ghuizhou und Jiangsu
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | Risikogruppen ja | Reisende mit längeren Aufenthalten (ab 4 Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken |
| Kinderlähmung | ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
| Gelbfieber | Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete). |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Bilharziose | Vorkommen: landesweit im Süßwasser; zentrale und östliche Landesteile: Hubei, Honan, Jiangxi, Anhui, Jiangsu | Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen) |
| Borreliose | landesweites Vorkommen Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz | Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| Cholera | Infektionsgebiete: keine näheren Angaben verfügbar | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: südliche Küste | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Filariose | Vorkommen: vereinzelte Herde im Süden | Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Fleckfieber | Vorkommen: Buschland im Süden | Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen ! |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Japanische Enzephalitis | Übertragungsmonate: April-Oktober v.a. zentrale und östliche Provinzen; JE-frei sind folgende Provinzen: Xizang (Tibet), Xinjiang, Quinghai | Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Kala Azar | Vorkommen: Landesteile im Süden und zentrale Gebiete | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Leishmaniasis | Vorkommen: vereinzelte Herde im Nordwesten (Xingjiang) | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Pest | geringes Infektionsrisiko Vorkommen v.a. in Qinghai und Xizang | Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| diverse Darminfektionen | Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Infektionsrisiko N > S | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | -9 | -6 | 0 | 7 | 13 | 18 | 22 | 21 | 14 | 7 | -1 | -7 |
| Max. Temp °C | 1 | 6 | 12 | 21 | 27 | 31 | 32 | 30 | 26 | 19 | 10 | 4 |
| Feuchtigkeit % | 38 | 45 | 48 | 43 | 45 | 56 | 75 | 78 | 68 | 65 | 57 | 50 |
| Regentage | 2 | 2 | 2 | 3 | 5 | 8 | 15 | 11 | 8 | 2 | 1 | 2 |
Märkisches Ufer 54
10179 Berlin
Tel.: (030) 27 58 80, Visastelle (030) 48 83 97 31
Fax: (030) 27 58 82 21
e-Mail: chinesischeBotschaft@debitel.net
Website: www.china-botschaft.de
Mo-Fr: 9-12 und 14.30-17 Uhr
Consulate General of the Federal Republic of Germany
181, Yongfu Road
Shanghai 20 00 31
China
Tel.: (0086 21) 34 01 01 06
Fax: (0086 21) 64 71 44 48
e-Mail: info@shanghai.diplo.de
Website: www.shanghai.diplo.de
Consulate General of the Federal Republic of Germany
14th floor, Teem Tower,
208 Tianhe Road,
Tianhe District,
Guangzhou - 510620
China
Tel.: (0086 20) 83 18 00 00
Fax: (0086 20) 85 16 84 59
e-Mail: info@kanton.diplo.de
Website: www.kanton.diplo.de
Hausanschrift:
Consulate General of the Federal Republic of Germany
United Centre
21st floor
95 Queensway-Central
Hongkong
Postanschrift:
Consulate General of the Federal Republic of Germany
G.P.O.Box 250
Hongkong
China
Tel.: (00852) 21 05 87 77; 21 05 87 88 (automatisches Telefonauskunftsystem)
Fax: (00852) 28 65 20 33
e-Mail: germancg@netvigator.com
Website: www.hongkong.diplo.de
Embassy of the Federal Republic of Germany
17, Dong Zhi Men Wai Da Jie
Chaoyang District
Beijing, 100600
China
Tel.: (0086 10) 85 32 90 00
Fax: (0086 10) 65 32 53 36
e-Mail: info@peking.diplo.de
Website: www.peking.diplo.de

