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Costa Rica

Stand: Juli 2010
Wichtige Hinweise
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In den mittelamerikanischen Ländern Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama hat im Juni eine regenreiche Zeitperiode begonnen. Dadurch besteht in den nächsten Wochen ein erhöhtes Risiko für Mückenübertragene Erkrankungen. Während den Regenzeiten (Juni bis ungefähr Oktober) stehen für viele Insekten wie z.B. Mücken vermehrt Brutplätze zur Verfügung. Dadurch nimmt die Anzahl der Überträgermücken und somit das Infektionsrisiko für z.B. Malaria und Dengue-Fieber zu. In Mittelamerika ist die Malaria tertiana die überwiegend vorkommende Malariaart. Sie stellt im Vergleich zur lebensgefährlichen Malaria tropica die mildere Form der Malaria dar. Auch das Dengue-Fieber wird durch Mücken übertragen und kann bei wiederholten Infektionen ebenfalls ernste und lebensbedrohliche Verlaufsformen (sog. Dengue hämorrhagisches Fieber) annehmen. In Costa Rica wurden bis Mitte Juni über 7.000 Dengue Fieber-Fälle registriert. Gute Mückenschutzmaßnahmen sollten daher stets sorgfältig durchgeführt werden. Ebenfalls ist eine persönliche reisemedizinische Beratung zur Einschätzung des individuellen Malariarisikos vor Abreise in ein Malariarisikogebiet unbedingt empfohlen. Die Einnahme einer medikamentösen Malariavorbeugung ist für mittelamerikanische Länder in den meisten Fällen nicht erforderlich. Die Mitnahme eines sog. Malaria-Notfallmedikamentes ist in aller Regel ausreichend.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: ganzjährig geringes Risiko in den nördlichen Regionen Talamanca (Provinz Limón), Matina, Guacimo und Limón.

Kein Malariarisiko: San José und restliche Landesteile 

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: überwiegend Malaria tertiana (P. vivax), 10 % Malaria tropica (P. falciparum)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in ländlichen Gebieten im Norden: Matina, Talamanca (Provinz Limón), Guacimo und Limón
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
Gelbfiebernein
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
Kinderlähmungnein
Meningokokken Meningitisnein
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
GelbfieberGelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist nicht erforderlich für: Kinder (< 9 Monate), Senioren (> 60 Lj.) , Schwangere, Stillende, Personen mit Immunsuppression oder einer nachweisbaren Unverträglichkeit gegen die Gelbfieber-Vakzine.

Zu den Gelbfieber-Risikogebieten zählen die örtlichen Behörden folgende Länder: in Afrika (Angola, Benin, Burkina Faso, Kamerun, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Liberia, Demokratische Republik Kongo, Sierra Leone und Sudan) und in Mittel- und Südamerika (Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Französisch Guayana, Peru und Venezuela).

GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
Chagas-ErkrankungVorkommen: v.a. im Zentrum, Nordwesten, SüdostenBei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
CholeraProvinzen Limon, San JoséSorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fiebermittleres Infektionsrisiko
Vorkommen landesweit
Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Filarioselandesweites VorkommenSchutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Leishmaniasisvereinzelnte HerdvorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Tollwutlandesweites VorkommenImpfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C141415171717171616161614
Max. Temp °C242426262726252626252524
Feuchtigkeit %737068707883828184857976
Regentage3127192223242425146
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Botschaft der Republik Costa Rica
Dessauer Straße 28/29, 2. Etage
10963 Berlin
Tel.: (030) 26 39 89 90
Fax: (030) 26 55 72 10
e-Mail: emb@botschaft-costarica.de
Website: www.botschaft-costarica.de
Mo-Do: 9-16 Uhr, Fr: 9-15 Uhr

Hausanschrift:
Embajada de la República Federal de Alemania
Edificio "Torre La Sabana"
8° piso, 300 mts oeste del ICE,
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Postanschrift:
Embajada de la República Federal de Alemania
Apartado 4017-1000
San José
Costa Rica
Tel.: (00506) 22 90 90 91
Fax: (00506) 22 31 64 03
e-Mail: info@san-jose.diplo.de
Website: www.san-jose.diplo.de

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