english version Fit for Travel Vogel Logo Fit for Travel Infoservice

Elfenbeinküste

Stand: März 2010
Wichtige Hinweise
!

Während der Trockenzeit in den kommenden Wochen besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko für Meningokokken Meningitis. Während dieser Zeit die ungefähr bis April/Mai andauert, werden in Afrika die meisten Meningokokken Meningitis-Erkrankungen gemeldet. Zu den  afrikanischen Ländern des sog. "Meningitisgürtel" der Sahelzone, südlich der Sahara gehören: Senegal, Mali, Burkina Faso, Gambia, Guinea-Bissau, Guinea, Sierra Leone, Elfenbeinküste, Niger, Tschad, Nigeria, Ghana, Togo, Benin, Kamerun, Zentralafrika, Sudan, Eritrea und Äthiopien. Erkundigen Sie sich vor der Abreise über die klimatischen Bedingungen in Ihrem Reiseland. Reisenden in Risikogebiete v.a. während Trockenzeiten in den "Meningitisgürtel Afrikas" wird eine Schutzimpfung mindestens 2 Wochen vor Reiseantritt empfohlen.

Landesweit besteht ein Übertragungsrisiko für Malaria. Im Vorjahr (2009) berichtete das Robert Koch Institut das im Jahr 2008 bei insgesamt 20 deutschen Reisenden nach Aufenthalt in der Elfenbeinküste eine Malaria diagnostiziert wurde. Damit gehört die Elfenbeinküste zu den Ländern aus denen die meisten Malaria tropica-Erkrankungen nach Deutschland importiert werden. Diese Tatsache unterstreicht von Neuem die Wichtigkeit einer medikamentösen Malariaprophylaxe bei Reisen nach Afrika. Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Insbesondere bei Reisen in Malaria-Hochrisikogebiete südlich der Sahara sollten neben Mückenschutzmaßnahmen auch Malariamedikamente zur Prophylaxe eingesetzt werden. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden. Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.

Landesweit besteht ein erhöhtes Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Aus dem Norden der Elfenbeinküste wurden am 24. Dezember 2009 insgesamt 12 Gelbfieber-Fälle gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation berichtet, dass sich der Ausbruch bereits seit Mitte November in der Region von Denguele ausgebreitet und auf die Savanna Region, im Grenzgebiet zu Mali ausgedehnt hat. Unter den Erkrankungsfällen traten auch Todesfälle auf. Breitflächige Impfkampagnen in den betroffenen Gebieten wurden in die Wege geleitet. Die Elfenbeinküste (Côte d´Ivoire) gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Daher sind gute Schutzmaßnahmen (Impfung und Mückenschutz) für Reisende in die Gelbfieber-Infektionsgebiete unbedingt empfohlen.

In diesem Jahr wurden bis 16. Februar 2010 insgesamt 25 Fälle der Kinderlähmung (Poliomyelitis) gemeldet. Die Fälle wurden in Pakistan, Afghanistan, Indien, Senegal, Nigeria und Tschad registriert. Im vergangenen Jahr wurden der WHO 1.595 Poliofälle aus Pakistan (89), Afghanistan (38), Indien (732), Mauretanien (11), Tschad (66), Sierra Leone (12), Nigeria (388), Mali (2), Guinea (41), Liberia (11), Burkina Faso (15), Kamerun (3),  Angola (29), Burundi (2), Zentralafrika (14), Elfenbeinküste (27), Kenia (18), Sudan (45), Demokratische Republik Kongo (3), Niger (15), Uganda (8), Benin (20) und Togo (6) berichtet. Die meisten Fälle werden aus den Ländern berichtet, in denen die Polio endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan. In die anderen Länder ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. Im Jahr 2009 wurden aus der Elfenbeinküste 27 Poliofälle berichtet (2008: 1; 2004: 17 Fälle; 2003:1 Fall). Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem als "polio-frei" galten. Daher ist ein Polio-Impfschutz für Reisende in Polio-Risikogebiete weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bes tehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist.

Die sog. Flußblindheit (Onchozerkiasis oder Onchozerkose) von der angenommen wurde, dass sie weitestgehend im Land ausgerottet wurde, ist nun erneut in den vergangenen Monaten wieder registriert worden. Aktuellen Untersuchungen zufolge leiden rund 14% aller Kinder unter fünf Jahren im Südwesten des Landes unter der Flußblindheit. Typischerweise treten Hautknoten und andere Hautveränderungen auf. Im weiteren Verlauf kann es zu Sehstörungen und Blindheit kommen. Übertragen werden die Würmer durch den Stich der Kriebelmücke. Für Reisende stellt dieser Wurmbefall in der Regel eine seltene Erkrankung dar. Gute Mückenschutzmaßnahmen sollten regelmäßig und sorgfältig durchgeführt werden.

Aus der Elfenbeinküste werden ganzjährig Lassa Fieber-Fälle berichtet. Laut Schätzungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) werden jährlich schätzungsweise zwischen 300.000 bis 500.000 Fälle und rund 5.000 Todesfälle aus West Afrika gemeldet. Zuletzt wurde 2006 bei einem deutschen Reisenden der aus Sierra Leone nach Deutschland zurückkehrte das sog. "Lassa-Fieber" diagnostiziert. Der Reisende konnte nach intensiv medizinischer Versorgung und mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt aus dem Krankenhaus entlassen werden. Das Lassa-Fieber ist - insbesondere für Reisende - eine eher seltene jedoch gleichzeitig eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung. Im Januar 2000 erkrankte eine deutsche Reisende nach einem siebenwöchigen Aufenthalt in Ghana und an der Elfenbeinküste an "Lassa-Fieber" und erlag am zwölften Krankheitstag dieser Virusinfektion. Im gleichen Jahr starb ein Nigerianer an Lassa Fieber, der zur Behandlung der Erkrankung nach Deutschland geflogen wurde. Übertragen wird die Viruserkrankung vor allem durch Ratten. Die Tiere scheiden das Virus durch ihren Urin aus und können dadurch Betten, Böden und Lebensmittelvorräte der Landbevölkerung verunreinigen. Die Übertragung auf den Menschen findet somit zumeist durch eine orale Aufnahme von verunreinigten Nahrungsmitteln und Trinkwasser bei mangelnder Hygiene statt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Erkrankten (z.B. bei medizinischen Pflegepersonal). Eine Ansteckung mittels Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist eher seltener der Fall.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

Cholera Erkrankungsfälle werden gelegentlich aus diversen Landesteil en u.a. den Distrikten Abidjan, Adzope, Bondoukou, Boundiali, Dimbokro, Ferkessedougou, Korhogo, Man, San Pedro, Seguela und Toouba gemeldet. Insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als sehr gering einzustufen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: ca. 90 % Malaria tropica (P. falciparum), ansonsten Malaria tertiana
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig landesweit einschließlich der Städte
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
GelbfieberjaAlle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
KinderlähmungjaReisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Meningokokken MeningitisRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
Gelbfieber
Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (> 1. Lebensjahr).

Die Elfenbeinküste (Côte d´Ivoire) gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden in Gelbfieber-Infektionsgebiete
GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
BilharzioseVorkommen: landesweit im Süßwasser mittleres InfektionsrisikoVermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
CholeraInfektionsgebiete in den Departementen: Centre (Bouaké District), Nord (Touba Sous-Préfecture), Ouest (Giuglo District und Man, Sous-Préfecture), Sud (Tabou District) sowie den Regionen Agnebi X und Lagunes XSorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieberlandesweites VorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Filarioselandesweites VorkommenSchutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Fleckfieberlandesweites VorkommenSchutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen !
Gelbfieberlandesweites Vorkommen: v.a. im Département de l´Ouest (Distrikte Danané und Duekoué)Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis Blandesweites VorkommenImpfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Schlafkrankheitgeringes InfektionsrisikoSchutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Zeckenbißfieberlandesweites VorkommenSchutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C232424242423232223232323
Max. Temp °C313232323129282828293131
Feuchtigkeit %858383838589868788878484
Regentage3469161887813136
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Botschaft der Republik Côte d´Ivoire (Elfenbeinküste)
Schinkelstraße 10
14193 Berlin
Tel.: (030) 890 69 60
Fax: (030) 890 69 62 06
e-Mail: contact@ambaci.de
Website: www.ambaci.de 
Mo-Fr: 9-15 Uhr

Hausanschrift:
Ambassade de la République Fédérale d´Allemagne
39, Boulevard Hassan II (Boulevard de la Corniche)
Abidjan-Cocody

Postanschrift:
Ambassade de la République Fédérale d´Allemagne
B.P. 19 00
Abidjan 01
Côte d´Ivoire
Tel.: (00225) 22 44 20 30
Fax: (00225) 22 44 20 41
e-Mail: info@abidjan.diplo.de
Website: www.abidjan.diplo.de

Kontakt

X




Für Anregungen und Kritik sind wir Ihnen sehr dankbar


Email an der Redaktion




Individuelle Reiseberatungen und Auskünfte zu Impfungen oder zur Malariaprophylaxe
können leider nicht per Fax oder Email gegeben werden.