Am 12. Januar kam es zu einem schweren Erdbeben mit einer Stärke von 7,0. Das Beben lag mit seinem Epizentrum in einem Vorort ca. 15 km südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Internationale Hilfswerke haben bereits Helfer in das Krisengebiet geschickt. Leichen und Verletzte wurden aus den Trümmern geborgen. Besonders stark betroffen sind die Armenviertel in der Region von Cite Soleil und die Hauptstadt des Karibikstaates. Durch den Zusammenbruch von Trinkwasser- als auch sanitären Zuleitungen besteht in den betroffenen Regionen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist vielerorts nicht möglich, ebenso wenig der Zugang zu sanitären Einrichtungen. Auch die medizinische Versorgung ist zu diesem Zeitpunkt noch mangelhaft. Haiti ist touristisch nur wenig erschlossen. Über die aktuelle Reisesicherheit informiert das Auswärtige Amt.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Malariafrei bzw. minimales Risiko: Port-au-Prince
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung
Malariaart: ausschließlich Malaria tropica (P. falciparum)
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig landesweit unter 600 m Höhe, auch in den Städten
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Kinderlähmung | ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | nein | |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
| Gelbfieber | Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete). |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Bilharziose | Vorkommen: vereinzelte Herde im Süßwasser | Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen) |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: landesweit Übertragungsmonate: v.a. August -Februar | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Filariose | landesweites Vorkommen | Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | 20 | 20 | 21 | 22 | 22 | 23 | 23 | 23 | 23 | 22 | 22 | 21 |
| Max. Temp °C | 31 | 31 | 32 | 32 | 32 | 33 | 34 | 34 | 33 | 32 | 31 | 31 |
| Feuchtigkeit % | 58 | 58 | 58 | 60 | 65 | 61 | 56 | 61 | 65 | 68 | 66 | 61 |
| Regentage | 3 | 5 | 7 | 11 | 13 | 8 | 7 | 11 | 12 | 12 | 7 | 3 |
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Bois Moquette
Pétion-Ville
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