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Haiti

Stand: März 2010
Wichtige Hinweise
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Am 12. Januar kam es zu einem schweren Erdbeben mit einer Stärke von 7,0. Das Beben lag mit seinem Epizentrum  in einem Vorort ca. 15 km südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Internationale Hilfswerke haben bereits Helfer in das Krisengebiet geschickt. Leichen und Verletzte wurden aus den Trümmern geborgen. Besonders stark betroffen sind die Armenviertel in der Region von Cite Soleil und die Hauptstadt des Karibikstaates. Durch den Zusammenbruch von Trinkwasser- als auch sanitären Zuleitungen besteht in den betroffenen Regionen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist vielerorts nicht möglich, ebenso wenig der Zugang zu sanitären Einrichtungen. Auch die medizinische Versorgung ist zu diesem Zeitpunkt noch mangelhaft. Haiti ist touristisch nur wenig erschlossen. Über die aktuelle Reisesicherheit informiert das Auswärtige Amt.  

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: Geringes Risiko landesweit unter 600m Höhe. Ein Übertragungsrisiko besteht auch in den Städten.

Malariafrei bzw. minimales Risiko: Port-au-Prince

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: ausschließlich Malaria tropica (P. falciparum)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig landesweit unter 600 m Höhe, auch in den Städten
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
Gelbfiebernein
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
KinderlähmungjaReisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Meningokokken Meningitisnein
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwutnein
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
GelbfieberDer Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen.
Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
BilharzioseVorkommen: vereinzelte Herde im SüßwasserVermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Dengue-FieberVorkommen: landesweit
Übertragungsmonate: v.a. August -Februar
Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Filarioselandesweites VorkommenSchutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Tollwutlandesweites VorkommenImpfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C202021222223232323222221
Max. Temp °C313132323233343433323131
Feuchtigkeit %585858606561566165686661
Regentage35711138711121273
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Botschaft der Republik Haiti
Uhlandstraße 14
10623 Berlin
Tel.: (030) 88 55 41 34
Fax: (030) 88 55 41 35
e-Mail: haitbot@aol.com
Mo-Fr: 9-14 Uhr

Hausanschrift:
Ambassade de la République Fédérale d´Allemagne
2, Impasse Claudinette
Bois Moquette
Pétion-Ville
Port-au-Prince

Postanschrift:
Ambassade de la République Fédérale d´Allemagne
P.O. Box 1147
Port-au-Prince
Haiti
Tel.: (00509) 257 61 31, 256 41 31, 257 72 80
Fax: (00509) 257 41 31
e-Mail: info@port-au-prince.diplo.de



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