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Mauretanien

Stand: Februar 2010
Wichtige Hinweise
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In diesem Jahr wurden bis 26. Januar 2010 sieben Fälle der Kinderlähmung (Poliomyelitis) gemeldet. Die Fälle wurden in Pakistan, Afghanistan, Indien und Senegal registriert. Im vergangenen Jahr wurden der WHO 1.595 Poliofälle aus Pakistan (89), Afghanistan (38), Indien (732), Mauretanien (11), Tschad (66), Sierra Leone (12), Nigeria (388), Mali (2), Guinea (41), Liberia (11), Burkina Faso (15), Kamerun (3),  Angola (29), Burundi (2), Zentralafrika (14), Elfenbeinküste (27), Kenia (18), Sudan (45), Demokratische Republik Kongo (3), Niger (15), Uganda (8), Benin (20) und Togo (6) berichtet. Die meisten Fälle werden aus den Ländern berichtet, in denen die Polio endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan. In die anderen Länder ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. Im Jahr 2009 wurden 11 Polio-Fälle aus Mauretanien gemeldet. Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem als "polio-frei" galten. Daher ist ein Polio-Impfschutz für Reisende in Polio-Risikogebiete weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: Ganzjährig hohes Risiko im Süden;  In Adrar und Inchiri hohes Risiko während der Regenzeit Juli - Oktober (minimales Risiko November bis Juni)

Kein Malariarisiko bzw. minimales Risiko in Dakhlet-Nouadhibou im Nordwesten und Tiris-Zemmour im Norden, so wie der Nordosten des Landes

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: über 85 % Malaria tropica (P. falciparum)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe):  Ganzjährig im Süden, sowie im Juli - Oktober in Adrar und Inchiri

Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: November - Juni in Adrar und Inchiri
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
Gelbfiebernein
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
KinderlähmungjaReisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Meningokokken Meningitisnein
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusjaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
Gelbfieber
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende (Kinder > 1. Lj.), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

Mauretanien gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (südl. Landesteile). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete (d.h. für alle Regionen aus denen humane Gelbfieberfälle gemeldet wurden bzw. das Gelbfieber-Virus bei Primaten nachgewiesen wurde).

GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
BilharzioseVorkommen: landesweit im Süßwasser: v.a. im Süden, bes. in der Tarza-RegionVermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
CholeraInfektionsgebiete befinden sich v.a. in den Regionen 1-6 des Nouakchott Distrikts: Hodh el Chargui, Hodh el Gharbi, Assaba et Guidimakha, Gorgol, Brakna, TrarzaSorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Hepatitis Blandesweites VorkommenImpfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Kala Azarlandesweites VorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasislandesweites VorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Zeckenbißfieberlandesweites VorkommenSchutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C141517182123232424221813
Max. Temp °C293132323433323234333228
Feuchtigkeit %414248505464747972575046
Regentage000000133100
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Botschaft der Islamischen Republik Mauretanien
Kommandantenstraße 80
10117 Berlin
Tel.: (030) 206 58 83
Fax: (030) 206 74 750
e-Mail: ambarim.berlin@gmx.de
Mo-Do: 9-15 Uhr, Fr: 9-13 Uhr

Ambassade de la République fédérale d´Allemagne
B.P. 372
Nouakchott
Mauretanien
Tel.: (00222) 525 17 29, 525 10 32
Fax: (00222) 525 17 22
e-Mail: info@nouakchott.diplo.de

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