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Mexiko

Stand: Juli 2010
Wichtige Hinweise
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Im Juni beginnt in Mexiko - wie auch in den USA und Kanada - erneut die West Nil Fieber-Saison. Das West Nil-Fieber wird durch Mücken übertragen. Insbesondere gefährdet sind Kinder unter fünf Jahren, ältere Menschen und abwehrgeschwächte Personen. Der einzige Schutz besteht in sorgfältigen Mückenschutzmaßnahmen. Die Mückenart ist tag- und nachtaktiv, so dass vorbeugende Maßnahmen (wie hautbedeckende Kleidung, Antimückencremes, -lotionen, etc.) kontinuierlich durchgeführt werden sollten. Reisende die sich während 1.6. - 30.11.2005 in den USA, Kanada oder Mexiko aufhalten, dürfen sich bis 4 Wochen nach ihrer Rückkehr in Deutschland keiner Blutspende unterziehen.

Landesweit besteht in vielen Regionen ein erhöhtes Dengue Fieber-Übertragungsrisiko, v.a. in den Bundesstaat Jalisco, Veracruz, Colima, Guerrero, Michoacan und Tabasco. Dengue Fieber wird ganzjährig durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Daher sollten Reisende gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.

In der zentralmexikanischen Stadt Guanajuato hat sich die Zahl der Hepatitis A-Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Während im Vorjahr insgesamt 70 Erkrankungsfälle berichtet wurden, sind es in diesem Jahr bereits 160. Es wird angenommen, dass verunreinigte Lebensmittel und Getränke für die Zunahme der Erkrankungszahlen verantwortlich sind. Im Jahr 2008 wurden rund 14 Hepatitis A-Ausbrüche gemeldet. Die Erkrankung kann durch eine Schutzimpfung vermieden werden. Auch bei kurzfristiger Abreise ist ein aktiver Hepatitis A-Schutz (auch noch ein Tag vor Abreise) möglich, da der Impfschutz sich innerhalb von ca. 10 Tagen aufbaut und die Inkubationszeit der Hepatitis A (d.h. der Zeitraum zwischen der Infektion und dem Krankheitsausbruch) zwischen 20 bis 40 Tage liegt. Reisende in Risikogebiete so wie Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist ein Impfschutz gegen Hepatitis A empfohlen.

Abgesehen von Hunden sind die Fledermäuse die häufigste Tollwut-Infektionsursache beim Menschen. Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: ganzjährig geringes Risiko in den ländlichen Gebieten der südlichen Grenzregionen unterhalb von 1.000m Höhe. Ein minimales Malariarisiko besteht in den übrigen Landesteilen. 

Kein Malariarisiko: Große Städte, Baja California, Yucatan und wichtige archäologische Stätten.

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: fast ausschließlich Malaria tertiana (P. vivax), weniger als 1 % Malaria tropica (P. falciparum)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in den ländlichen Gebieten unterhalb von 1.000m Höhe der südlichen Grenzregionen
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
Gelbfiebernein
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
Kinderlähmungnein
Meningokokken Meningitisnein
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
Chagas-ErkrankungVorkommen: tiefer gelegene, ländliche Gebiete im SüdenBei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
CholeraVorkommen: v.a. in den Staaten Campeche, Chiapas, Chihuahua, Colima, Distrito federal, Guanajuato, Guerrero, Hidalgo, Jalisco, Mexico, Michoacan, Morelos, Nuevo León, Oaxaca, Puebla, Querétaro, Quintana Roo, San Luis Potosi, Sonora, Tabasco, Tamaulipas, Tlaxcala, Veracruz, Yucatan, ZacatecaSorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-FieberVorkommen: landesweitSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
FilarioseVorkommen: zwei kleine Herde im Süden des LandesSchutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Kala Azarlandesweites VorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasislandesweites VorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Tollwutlandesweites VorkommenImpfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C5791011121111111076
Max. Temp °C212326272625232322222221
Feuchtigkeit %544844455364707272666158
Regentage22381318232219943
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Botschaft der Vereinigten Mexikanischen Staaten
Klingelhöferstraße 3
10785 Berlin
Tel.: (030) 26 93 23-0
Fax: (030) 26 93 23-700
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Website: http://portal.sre.gob.mx/alemania/
Mo-Fr: 9-13 Uhr

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