Im Juni beginnt in Mexiko - wie auch in den USA und Kanada - erneut die West Nil Fieber-Saison. Das West Nil-Fieber wird durch Mücken übertragen. Insbesondere gefährdet sind Kinder unter fünf Jahren, ältere Menschen und abwehrgeschwächte Personen. Der einzige Schutz besteht in sorgfältigen Mückenschutzmaßnahmen. Die Mückenart ist tag- und nachtaktiv, so dass vorbeugende Maßnahmen (wie hautbedeckende Kleidung, Antimückencremes, -lotionen, etc.) kontinuierlich durchgeführt werden sollten. Reisende die sich während 1.6. - 30.11.2005 in den USA, Kanada oder Mexiko aufhalten, dürfen sich bis 4 Wochen nach ihrer Rückkehr in Deutschland keiner Blutspende unterziehen.
Landesweit besteht in vielen Regionen ein erhöhtes Dengue Fieber-Übertragungsrisiko, v.a. in den Bundesstaat Jalisco, Veracruz, Colima, Guerrero, Michoacan und Tabasco. Dengue Fieber wird ganzjährig durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Daher sollten Reisende gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.
In der zentralmexikanischen Stadt Guanajuato hat sich die Zahl der Hepatitis A-Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Während im Vorjahr insgesamt 70 Erkrankungsfälle berichtet wurden, sind es in diesem Jahr bereits 160. Es wird angenommen, dass verunreinigte Lebensmittel und Getränke für die Zunahme der Erkrankungszahlen verantwortlich sind. Im Jahr 2008 wurden rund 14 Hepatitis A-Ausbrüche gemeldet. Die Erkrankung kann durch eine Schutzimpfung vermieden werden. Auch bei kurzfristiger Abreise ist ein aktiver Hepatitis A-Schutz (auch noch ein Tag vor Abreise) möglich, da der Impfschutz sich innerhalb von ca. 10 Tagen aufbaut und die Inkubationszeit der Hepatitis A (d.h. der Zeitraum zwischen der Infektion und dem Krankheitsausbruch) zwischen 20 bis 40 Tage liegt. Reisende in Risikogebiete so wie Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist ein Impfschutz gegen Hepatitis A empfohlen.
Abgesehen von Hunden sind die Fledermäuse die häufigste Tollwut-Infektionsursache beim Menschen. Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Kein Malariarisiko: Große Städte, Baja California, Yucatan und wichtige archäologische Stätten.
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung
Malariaart: fast ausschließlich Malaria tertiana (P. vivax), weniger als 1 % Malaria tropica (P. falciparum)
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in den ländlichen Gebieten unterhalb von 1.000m Höhe der südlichen Grenzregionen
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Kinderlähmung | nein | |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Chagas-Erkrankung | Vorkommen: tiefer gelegene, ländliche Gebiete im Süden | Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist |
| Cholera | Vorkommen: v.a. in den Staaten Campeche, Chiapas, Chihuahua, Colima, Distrito federal, Guanajuato, Guerrero, Hidalgo, Jalisco, Mexico, Michoacan, Morelos, Nuevo León, Oaxaca, Puebla, Querétaro, Quintana Roo, San Luis Potosi, Sonora, Tabasco, Tamaulipas, Tlaxcala, Veracruz, Yucatan, Zacateca | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: landesweit | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Filariose | Vorkommen: zwei kleine Herde im Süden des Landes | Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Kala Azar | landesweites Vorkommen | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Leishmaniasis | landesweites Vorkommen | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | 5 | 7 | 9 | 10 | 11 | 12 | 11 | 11 | 11 | 10 | 7 | 6 |
| Max. Temp °C | 21 | 23 | 26 | 27 | 26 | 25 | 23 | 23 | 22 | 22 | 22 | 21 |
| Feuchtigkeit % | 54 | 48 | 44 | 45 | 53 | 64 | 70 | 72 | 72 | 66 | 61 | 58 |
| Regentage | 2 | 2 | 3 | 8 | 13 | 18 | 23 | 22 | 19 | 9 | 4 | 3 |
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