Landesweit wurden bis Mitte Juni rund 19.000 Dengue Fieber-Verdachtsfälle berichtet - davon wurden rund 9.800 durch Laboruntersuchungen bestätigt. Die Erkrankungen wurden vor allem aus Alto Parana, Central und der Hauptstadt berichtet. In vielen Landesteilen besteht ein erhöhtes Dengue Fieber-Übertragungsrisiko. Auch aus dem Dreiländerdreieck Argentinien, Brasilien und Paraguay werden Erkrankungsfälle gemeldet. Im vergangenen Jahr wurden rund 50.000 Dengue Fieber-Erkrankungen aus dieser Region berichtet - darunter auch Todesfälle. Grundsätzlich besteht weiterhin in Mittel- und Südamerika ein erhöhtes Infektionsrisiko. Dengue Fieber wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Reisende sollten daher gute Mückenschutzmaßnahmen ergreifen. Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören z.B. Haut bedeckende Kleidung, Mückennetze, Mückenabweisende Cremes, Lotionen, Sprays, Räucherspiralen, Coils, etc.
Gelbfieber-Erkrankungen treten im Land sporadisch auf. Anfang 2009 wurde ein Erkrankungsfall im Grenzgebiet zu Argentinien gemeldet. Die im letzten Jahr registrierten Erkrankungsfälle kamen unter anderem aus San Pedro Department, in der östlichen Zentralregion von Paraguay; Central Department, nahe der Hauptstadt Asuncion; Caaguazú Department, eine Region östlich von Asuncion. Zuvor wurden die letzten Gelbfieber-Fälle in Paraguay im Jahr 1974 registriert. Die Gesundheitsbehörden befürchten ein Übertreten des Gelbfiebervirus aus den ländlichen Regionen in die Städte. Dort könnte es sich in einem solchen Fall sehr schnell ausbreiten. Somit ist mit einem erhöhten Übertragungsrisiko im Dreiländerdreieck im Südosten des Landes, sowie in den angrenzenden argentinischen Provinzen entlang des Uruguay (v.a. in den Provinzen Misiones und Corrientes) zu rechnen. Auch an der angrenzenden Westgrenze Brasiliens (Rio Grande do Sul) wurde das Gelbfiebervirus in Affen nachgewiesen. Nachdem Gelbfiebermücken das Virus von den Affen auf den Menschen übertragen können, besteht auch hier ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die örtlichen Gesundheitsbehörden haben aus diesem Grund eine Impfaktion in der Bevölkerung der betroffenen Regionen durchgeführt. Aufgrund der aktuellen Umstände wird Reisenden, vor allem die diese Gebiete besuchen (insbesondere grenzüberschreitenden Besucher der Iguaçu-Nationalparks), ein Gelbfieber-Impfschutz empfohlen.
Kein Malariarisiko: Städte, Iguacu-Fälle und Rest des Landes
Übertragungsmonate: Oktober bis Mai
Malariaart: < 5 % Malaria tropica (P. falciparum), ansonsten überwiegend Malaria tertiana (P. vivax)
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): Oktober - Mai: in den ländlichen Grenzgebieten: Caaguazú, Alto Paraná, Canendiyú.
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | Risikogruppen ja | Zu den Risikogebieten gehören u.a. die Verwaltungsregionen San Pedro Department, Central Department, nahe der Hauptstadt Asuncion; Caaguazú Department, eine Region östlich von Asuncion. Ebenso das Dreiländerdreieck im Südosten des Landes, sowie die angrenzenden argentinischen Provinzen entlang des Uruguay (v.a. in den Provinzen Misiones und Corrientes) und an der angrenzenden Westgrenze Brasiliens (Rio Grande do Sul). Reisenden nach Paraguay, wird vor allem bei Besuch der genannten Gebiete (insbesondere grenzüberschreitende Besuche der Iguaçu-Nationalparks) ein Gelbfieber-Impfschutz empfohlen. |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Kinderlähmung | nein | |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
| Gelbfieber | Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist für alle Reisende (Kinder > 1 Lj.) vorgeschrieben, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) einreisen. Als Länder mit Gelbfieber-Infektionsgebieten gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete). Abgesehen von der Impfvorschrift, ist Reisenden eine Impfung bei Reisen in Gelbfieber-Risikogebiete unbedingt empfohlen. |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Chagas-Erkrankung | landesweites Vorkommen | Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: vor allem im Sommer im Osten | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Leishmaniasis | landesweites Vorkommen | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | 22 | 22 | 21 | 18 | 14 | 12 | 12 | 14 | 16 | 17 | 18 | 21 |
| Max. Temp °C | 35 | 34 | 33 | 29 | 25 | 22 | 23 | 26 | 28 | 30 | 32 | 34 |
| Feuchtigkeit % | 69 | 69 | 70 | 73 | 76 | 75 | 70 | 66 | 62 | 62 | 64 | 62 |
| Regentage | 8 | 6 | 6 | 7 | 6 | 6 | 5 | 4 | 7 | 8 | 8 | 7 |
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