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Simbabwe

Stand: August 2010
Wichtige Hinweise
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Nach Ermittlungen der UNICEF wurden in Simbabwe bis 15. Juni 8.173 Masernerkrankungn gemeldet - darunter 517 Todesfälle. Die Hauptstadt Harare scheint bislang von den Masern mit am stärksten betroffen zu sein. Doch auch die Region Manicaland mit dem Makoni Distrikt und das Binnenland von Zvishavane hat in den vergangenen  Monaten mehrere Masernerkrankungs- und Todesfälle gezählt. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Vor allem sollten Austauschschüler und Au-Pairs auf einen gültigen Masernschutz achten.

In verschiedenen Landesteilen besteht ein erhöhtes Malariarisiko. Betroffen sind vor allem in Simbabwe die Regionen unter 1.200m insbesondere im Norden (Sambesi-Tal, Victoria-Fälle). Auch Reisende sind bei Aufenthalten in Ländern mit Malaria-Vorkommen gefährdet. Daher sollte rechtzeitig vor der Reise eine aufklärende reisemedizinische Beratung erfolgen. Da eine Vielzahl von Faktoren das individuelle Malariarisiko festlegen, sollte in einer gründlichen Nutzen-Risiko Abwägung in einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt die richtige Malariaprophylaxe individuell festgelegt werden.

Nach Angaben der WHO hat die Zahl der Cholera-Ausbrüche in Simbabwe seit 1990 zugenommen. Der Krankheitsausbruch im vergangenen Jahr (2009) führte nach Aussage der WHO vom 9. Juni 2009, bis Mitte Mai zu mehr als 98.000 Erkrankungsfällen und über 4200 Todesfällen. Insgesamt waren 55 Distrikte von insgesamt 62 in allen 10 Provinzen des Landes von der Infektionskrankheit betroffen. Eines der größten Probleme bildet das verunreinigte Trinkwasser , durch das sich die Infektionskrankheit in den vergangenen Monaten so stark ausbreiten konnte. Vor allem unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Das Infektionsrisiko für Reisende ist sehr gering. Reisenden sind gute Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene-Maßnahmen empfohlen. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen, erwogen werden. Empfohlen ist die Cholera-Impfung für Einsätze bei Katastrophen und Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: ganzjährig hohes Risiko im Norden (Sambesi-Tal, Victoria-Fälle) als auch in den Monaten November bis Juni im ganzen Land in Höhenlagen unter 1.200m (geringeres Risiko in den Monaten Juli bis Oktober). Ganzjährig minimales Risiko in Höhenlagen ab 1.200m, als auch in Harare und Bulawayo.

Übertragungsmonate: ganzjährig hohes Malariarisiko im Norden (Sambesi-Tal, Victoria-Fälle). In den übrigen Landesteilen unter 1.200 m Höhe erhöhtes Risiko in der Regenzeit November - Juni

Malariaart: Über 90 % Malaria tropica (P. falciparum)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe):
ganzjährig: im Norden (Sambesi-Tal, Victoria-Fälle)
November - Juni: in den übrigen Landesteilen unter 1.200 m Höhe

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby):
Juli - Oktober: in den übrigen Landesteilen unter 1.200 m Höhe
ganzjährig: in Harare und Bulawayo und in Höhenlagen ab 1.200m
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
Gelbfiebernein
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
KinderlähmungjaReisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Meningokokken Meningitisnein
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
GelbfieberDer Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen.
Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
BilharzioseVorkommen: landesweit im SüßwasserVermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
CholeraInfektionsgebiete sind die Provinzen:Manicaland (Chipinge District), Mashonaland Central (Mt. Darwin District), Mashonaland West (Zvimba District), Masvingo Province (Chiredzi District)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Hepatitis Blandesweites VorkommenImpfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
PestVorkommen: Matabeleland North (Distrikte: Lupane und Nkayi)Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.
Schlafkrankheitlandesweites VorkommenSchutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Tollwutlandesweites VorkommenImpfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C15151413977812141515
Max. Temp °C262626262321212326282726
Feuchtigkeit %666564564947453935355062
Regentage18151352111141116
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Botschaft der Republik Simbabwe
Kommandantenstraße 80
10117 Berlin
Tel.: (030) 206 22 63
Fax: (030) 204 55 062
Mo-Fr: 9-13 und 14-16.30 Uhr

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Avondale
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Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box  A 1475
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Simbabwe
Tel.: (00263 4) 30 86-55, -56, 33 22 92
Fax: (00263 4) 30 34 55
e-Mail: info@harare.diplo.de
Website: www.harare.diplo.de


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