Während der Regenzeit (Mai - September) besteht im Südwesten des Landes ein erhöhtes Übertragungsrisiko für durch Mücken übertragene Erkrankungen, wie z.B. das Dengue Fieber oder auch Malaria. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in diesem Jahr bereits nahezu 11.000 Dengue Fieber-Fälle in Sri Lanka registriert. Im Vergleichzeitraum des vergangenen Jahres waren es nur rund 3.000 Fälle. Über 60 Patienten starben am gefährlichen Dengue Fieber, dem sog. „Dengue Hämorrhagischen Fieber". Die meisten Erkrankungsfälle werden aus der Westprovinz Colombo und Gampaha als auch aus Nord Jaffna berichtet. Im vergangenen Jahr wurden landesweit rund 35.000 Dengue Fieber-Fälle gezählt. Auch Reisende können erkranken. Daher sind gute Mückenschutzmaßnahmen Tag und Nacht wichtig.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Landesweit besteht ein Cholera-Infektionsrisiko - insbesondere in den nördlichen und westlichen Landesteilen, als auch auf der Jaffna-Halbinsel - das insbesondere die einheimische Bevölkerung betrifft. Insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als sehr gering einzustufen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen.
Rund 50 Tollwut-Todesfälle wurden jährlich seit 2007 aus Sri Lanka berichtet. Der Hauptüberträger ist der Hund. Rund 40.000 Todesfälle werden jährlich aus dem asiatischen Raum gemeldet. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Rei sende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.
Kein Malariarisiko: In den Distrikten Colombo, Kalutara, Nuwara Eliya, Galle, Gampaha und Matara
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung
Malariaart: 12 % Malaria tropica (P. falciparum) ansonsten Malaria tertiana (88% P. vivax)
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in den meisten Landesteilen, v.a. im Nordwesten
Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig in den Distrikten Colombo, Kalutara, Nuwara Eliya, Galle, Gampaha und Matara
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | Risikogruppen ja | Reisende mit längeren Aufenthalten (ab 4 Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken |
| Kinderlähmung | nein | |
| Meningokokken Meningitis | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | Risikogruppen ja |
| Gelbfieber | Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (> 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete). |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Cholera | Vorkommen: v.a. in Puttalam Health Division, Kurenegala Health Division und den Distrikten Arachchikattuwa, Chilaw, Kalpitiya, Marawila, Bingiriya, Kurunegala | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: landesweit | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Filariose | Vorkommen: vor allem an der Südwestküste | Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Fleckfieber | Vorkommen: vor allem im Süden | Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen ! |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Japanische Enzephalitis | Vorkommen: ländliche Gebiete < 1200m v.a. Reisanbaugebiete im zentralen Hochland, sowie die Küstenebene um Colombo Übertragungsmonate: ganzjährig mit saisonaler Häufung: Oktober-Januar, Mai-Juni | Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | 22 | 22 | 23 | 24 | 26 | 25 | 25 | 25 | 25 | 24 | 23 | 22 |
| Max. Temp °C | 30 | 31 | 31 | 31 | 31 | 29 | 29 | 29 | 29 | 29 | 29 | 29 |
| Feuchtigkeit % | 70 | 69 | 69 | 72 | 77 | 79 | 78 | 77 | 76 | 77 | 76 | 72 |
| Regentage | 7 | 6 | 8 | 14 | 19 | 18 | 14 | 11 | 13 | 19 | 16 | 10 |
Niklasstraße 19
14163 Berlin-Zehlendorf
Tel.: (030) 80 90 97 49
Fax: (030) 80 90 97 57
e-Mail: info@srilanka-botschaft.de
Website: www.srilanka-botschaft.de
Mo-Fr: 9.30-12.30 Uhr
Hausanschrift:
Embassy of the Federal Republic of Germany
40, Alfred House Avenue
Colombo 3
Sri Lanka
Postanschrift:
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 658
Colombo
Sri Lanka
Tel.: (0094 11) 258 04 31
Fax: (0094 11) 258 04 40
e-Mail: info@colombo.diplo.de
Website: www.colombo.diplo.de

