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Südafrika

Stand: März 2010
Wichtige Hinweise
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Aufgrund der tropischen Sommerregenzeit (November - Mai) die derzeit im südlichen Afrika anhält, besteht in verschiedenen Landesteilen ein erhöhtes Malariarisiko. Die Zahl der Malariafälle in der Limpopo Provinz steigt weiter an. Seit Beginn der Regenzeit wurden nahezu 1.000 Erkrankungsfälle berichtet. Die Gesundheitsbehörden befürchten, dass die Zahl der Erkrankungen im Verlauf der Regenzeit weiter zunehmen wird. Betroffen sind vor allem Regionen der Tiefebenen wie die Provinz Mpumalanga im Osten (einschließlich des Krüger National Parks und der benachbarten Parks), die Nord Provinz und der Nordosten von Kwazulu-Natal. Ein geringes Risiko besteht im übrigen Norden (im Osten von Kwazulu-Natal bis zum Tugela-Fluß und im Nordwesten bis Swartwater). Während den Regenzeiten stehen für viele Insekten, wie z.B. Mücken vermehrt Brutplätze zur Verfügung. Dadurch nimmt die Anzahl der Überträgermücken zu. Aus diesem Grund treten Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden, wie z.B. Malaria, während und nach Regenperioden häufiger auf. Auch Reisende sind bei Aufenthalten in Ländern mit Malaria-Vorkommen gefährdet – vor allem während den Regenzeiten. Daher sollte rechtzeitig vor der Reise eine aufklärende reisemedizinische Beratung erfolgen. Da eine Vielzahl von Faktoren das individuelle Malariarisiko festlegen, sollte in einer gründlichen Nutzen-Risiko Abwägung in einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt die richtige Malariaprophylaxe individuell festgelegt werden.

Auch die Masern stellen in Südafrika ein Problem dar. In Kapstadt, der Hauptstadt der Kapprovinz, wurde am ersten Februar eine Masernwarnung öffentlich ausgesprochen. Grund dafür ist ein Masernausbruch, der seit September letzten Jahres in der Gauteng Provinz anhält und sich jetzt auf andere Provinzen ausgebreitet hat. In Kapstadt wurden seit Oktober mehr als 100 Masernfälle gezählt. Die Kapprovinzen, die im Nordosten Südafrikas liegen, warnen vielerorts vor einem erhöhten Masern-Übertragungsrisiko. Auch die Gesundheitsbehörden der Westkap-Provinz meldeten eine Zunahme der Masernfälle. Bis 1. Februar wurden 236 Masernfälle in der Westkapprovinz bestätigt, die seit September 2009 registriert wurden. Bereits im vergangenen Jahr wurden in den Provinzen Gauteng und KwaZulu-Natal über 1.000 Masernfälle bei Kindern in einem Zeitraum von drei Monaten registriert. Auch in der Ostkap-Provinz wurden Masernfälle berichtet - darunter auch ein Todesfall. Bis Mitte Januar wurden die Erkrankungsfälle v.a. aus den Ortschaften Mathojanini, Thwalikulu, Mpaku, Zidindi, Ngcwanguba, Kwaiman und Tshezi gemeldet. In den Regionen Mitchells Plain, Gugulethu, Athlone und Cape Wineland wurden bereits umfangreiche Impfkampagnen gestartet. Sporadische Masernausbrüche sind in der Umgebung von Pretoria und Johannesburg keine Seltenheit. Die beiden Städte gehören auch zu den gern besuchten Touristenzielen Südafrikas. Auch Reisende ohne Immunschutz können erkranken. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Risikogebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, ist eine Schutzimpfung empfohlen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkomme n, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

Generell besteht in den Regionen im Norden, Westen und Osten des Landes ein erhöhtes Infektionsrisiko für Cholera, das insbesondere die einheimische Bevölkerung betrifft. Von der Cholera betroffen sind u.a. die Empangeni-Region (v.a. die unteren Regionen des Umfolozi-Distrikts, sowie Hlabisa, Ngwelezane und Eshowe/Nkandla), die Südküste (KwaDukuza/Stanger, Jozini, die Ugu-Region), des weiteren die Eastern Cape-Provinz, die Northern Province und Port Shepstone. Eines der größten Probleme bildet verunreinigtes Trinkwasser. Vor allem unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Das Infektionsrisiko für Reisende ist sehr gering. Reisenden sind gute Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene-Maßnahmen empfohlen. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen, erwogen werden. Empfohlen ist die Cholera-Impfung für Einsätze bei Katastrophen und Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region

Risikogebiete: hohes Risiko im Oktober bis Mai in den Tiefebenen der Provinz Mpumalanga im Osten (einschließlich des Krüger National Parks und der benachbarten Parks), im Norden und Nordosten der Limpopo Provinz, und im Nordosten von Kwazulu-Natal (v.a. Tembe- und Ndumu-Wildreservat). Ein minimales Risiko besteht im restlichen Tiefland der Provinz Kwazulu Natal bis zum Tugela-Fluß im Süden und bis Swartwater.

Kein Malariarisiko: Städte und alle übrigen Gebiete

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Risiko Oktober - Mai

Malariaart: über 90 % Malaria tropica (P. falciparum)

Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe):
Oktober - Mai: in den Tiefebenen der Provinz Mpumalanga im Osten (einschließlich des Krüger National Parks und der benachbarten Parks), im Nordosten von Kwazulu-Natal (v.a. Tembe- und Ndumu-Wildreservat) und im Norden und Nordosten der Limpopo Provinz.


Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby):
Juni - September: in den Tiefebenen der Provinz Mpumalanga im Osten (einschließlich des Krüger National Parks und der benachbarten Parks), im Nordosten von Kwazulu-Natal (v.a. Tembe- und Ndumu-Wildreservat) und im Norden und Nordosten der Limpopo Provinz.

Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen:
ganzjährig im restlichen Tiefland der Provinz Kwazulu Natal bis zum Tugela-Fluß im Süden und bis Swartwater.
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
Gelbfiebernein
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
KinderlähmungjaReisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Meningokokken Meningitisnein
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
GelbfieberDer Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (> 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen.
Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
BilharzioseVorkommen: im Süßwasser
v.a. Transvaal (einschl. der Nationalparks) Natal, Transkei, Ciskei, SO-Kapprovinz: küstennahe Flussniederungen bis Port Elisabeth
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
CholeraInfektionsgebiete sind: Kwazulu Natal, Lower Umfolozi District, Eshowe/Nkandla, Durban, Port ShepstoneSorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieberlandesweites VorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis Blandesweites VorkommenImpfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
PestVorkommen: vor allem im NordenSchutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.
Tollwutlandesweites VorkommenImpfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C1616141297789111314
Max. Temp °C262625221918171818212324
Feuchtigkeit %636671757878797875696563
Regentage3236991097533
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Hausanschrift:
Embassy of the Federal Republic of Germany
180, Blackwood Street
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Pretoria 0083

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Südafrika
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Website: www.pretoria.diplo.de

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Tiergartenstraße 18
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Website: www.suedafrika.org
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