english version Fit for Travel Vogel Logo Fit for Travel Infoservice

Tansania

Stand: Juli 2010
Wichtige Hinweise
!

Nach Ermittlungen der UNICEF wurden in Tansania bis 15. Juni 20 Masernerkrankungn gemeldet - darunter ein Todesfall. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Vor allem sollten Austauschschüler und Au-Pairs auf einen gültigen Masernschutz achten.

In vielen Landesteilen besteht ein Übertragungsrisiko für die Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis). Im Sommer 2005 erkrankte ein amerikanischer Tourist nach dem Besuch einer Serengeti in Tansania. Laut Angaben des CDC 2005 (Centers for Disease Control and Prevention) wird durchschnittlich jedes Jahr ein Fall von Schlafkrankheit bei Touristen gemeldet. Vor allem Reisen in die ostafrikanischen Nationalparks beinhalten ein erhöhtes Infektionsrisiko. Reisende sollten gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen, v.a. bei Aufenthalten in Ostafrika, insbesondere Tansania (National Parks), Kenia (National Parks) und Sambia. Dunkle Kleidung sollte nicht getragen werden, da die Tse-Tse Fliege durch dunkle Farben angezogen wird.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaur ants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

Sporadisch werden vereinzelte Pestfälle aus der Tanga-Provinz am Westhang der Usambara-Berge gemeldet. Für Touristen besteht nur bei engem Kontakt zur Bevölkerung der Risikogebiete, bei Übernachtungen im Freien, sowie bei Nagetierkontakt in den betroffenen Regionen ein sehr geringes Infektionsrisiko. Pest ist bei rechtzeitiger Krankheitserkennung und Behandlung heilbar. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt bezüglich der Übertragungswege aufklären.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Risiko in der Regenzeit November - Mai

Malariaart: über 85 % Malaria tropica (P. falciparum)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
GelbfieberjaAlle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
KinderlähmungjaReisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Meningokokken MeningitisRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
GelbfieberDer Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (> 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen.
Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
Tansania gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten.
Daher empfiehlt die WHO unabhängig von der Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden in Gelbfieber-Infektionsgebiete
GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
BilharzioseVorkommen: landesweit im Süßwasser (auch in Sansibar und Pemba)Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Borrelioselandesweites Vorkommen
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
CholeraInfektionsgebiete sind v.a. die Regionen: Arusha, Coast, Dar es Salaam (Distrikte: Ilala, Kinondoni), Dodoma, Kigoma, Kilimanjaro, Lindi, Mara, Mbeya, Morogoro, Mtwara, Mwanza, Rukwa, Shinyanga, Tanga und die Insel ZanzibarSorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieberlandesweites VorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Filarioselandesweites VorkommenSchutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Gelbfieberlandesweites VorkommenImpfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis Blandesweites VorkommenImpfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Meningokokken MeningitisVorkommen: v.a. ländliche GebieteImpfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
PestVorkommen: Tanga-Region (Distrikte: Lushoto und Tanga)Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.
SchlafkrankheitVorkommen: vor allem in den Gebieten Arusha und KigomaSchutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Tollwutlandesweites VorkommenImpfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
ZeckenbißfieberVorkommen: landesweit
Übertragungsmonate: ganzjährig, v.a. April - Oktober
Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C252524232220191919212224
Max. Temp °C313131302929282828293031
Feuchtigkeit %787881838074747474747678
Regentage8612191566777911
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Botschaft der Vereinigten Republik Tansania
Eschenalle 11
14050 Berlin
Tel.: 030-3 03 08 00
Fax: 030-30 30 80 20
Website: www.tanzania-gov.de
Mo-Fr: 9-16.30 Uhr

Hausanschrift:
Embassy of the Federal Republic of Germany
Umoja House
Mirambo Street / Garden Ave.
2nd Floor
Daressalaam

Postanschrift:
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 9541
Dar-es-salaam
Tansania
Tel.: (00255 22) 211 74-09 bis -15
Fax: (00255 22) 211 29 44
e-Mail: info@daressalam.diplo.de
Website: www.daressalam.diplo.de

Kontakt

X




Für Anregungen und Kritik sind wir Ihnen sehr dankbar


Email an der Redaktion




Individuelle Reiseberatungen und Auskünfte zu Impfungen oder zur Malariaprophylaxe
können leider nicht per Fax oder Email gegeben werden.