Landesweit besteht ein Übertragungsrisiko für Malaria. Im Vorjahr (2009) berichtete das Robert Koch Institut das im Jahr 2008 bei insgesamt 45 deutschen Reisenden nach Aufenthalt in Togo eine Malaria diagnostiziert wurde. Damit ist Togo das Reiseland aus dem die drittmeisten Malaria tropica-Erkrankungen nach Deutschland importiert werden. Diese Tatsache unterstreicht von Neuem die Wichtigkeit einer medikamentösen Malariaprophylaxe bei Reisen nach Afrika. Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Insbesondere bei Reisen in Malaria-Hochrisikogebiete südlich der Sahara sollten neben Mückenschutzmaßnahmen auch Malariamedikamente zur Prophylaxe eingesetzt werden. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden. Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.
In vielen Regionen des Landes besteht ein erhöhtes Gelbfieber-Übertragungsrisiko. In der Vergangenheit meldete das Gesundheitsministerium von Togo vereinzelte Gelbfieber-Fälle aus dem Dankpen Distrikt in der Region von Kara als auch aus dem Oti Distrikt in der Region von Savanes im Norden des Landes. Daher sind ein Gelbfieber-Impfschutz und gute Mücken-Schutzmaßnahmen für Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete unbedingt empfohlen.
In diesem Jahr wurden bis 2. August 2010 insgesamt 597 Fälle der Kinderlähmung (Poliomyelitis) gemeldet.
Die Fälle wurden in Tadschikistan (452), Pakistan (34), Demokratische
Republik Kongo (2), Nigeria (6), Angola (17), Indien (25), Nepal (5)
Afghanistan (12), Tschad (14), Mali (3), Senegal (18), Mauretanien (5),
Niger (2), Liberia (1) und Sierra Leone (1) registriert. Im vergangenen
Jahr wurden der WHO 1.604 Poliofälle aus Pakistan (89), Afghanistan
(38), Indien (741), Mauretanien (13), Tschad (64), Sierra Leone (11),
Nigeria (388), Mali (2), Guinea (42), Liberia (11), Burkina Faso (15),
Kamerun (3), Angola (29), Burundi (2), Zentralafrika (14),
Elfenbeinküste (26), Kenia (19), Sudan (45), Demokratische Republik
Kongo (3), Niger (15), Uganda (8), Benin (20) und Togo (6) berichtet. Die meisten Fälle werden aus den Ländern berichtet, in denen die Polio endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan. In die anderen Länder ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. In Togo wurden im Jahr 2009 sechs Poliofälle registriert (2008: 3). Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem als "polio-frei" galten. Daher ist ein Polio-Impfschutz für Reisende in Polio-Risikogebiete weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straß enrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Übertragungsrisiko während der Regenzeit Mai - Oktober (im Norden), April - Juni und September - November (im Süden)
Malariaart: über 85 % Malaria tropica (P. falciparum)
Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte
| Krankheit | Impfschutz | Bemerkung |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | ja | Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Kinderlähmung | ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko |
| Meningokokken Meningitis | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten) |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
| Gelbfieber | Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden (Kinder über 1 Lj.) bei Einreise vorgeschrieben. |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
| Bilharziose | Vorkommen: landesweit im Süßwasser | Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen) |
| Cholera | Infektionsgebiete v.a. in den Distrikten: Golfe, Kloto, Kozah, Lacs, Ogou, Sotouboua, Vo, Yoto | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. |
| Filariose | landesweites Vorkommen | Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Fleckfieber | landesweites Vorkommen | Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen ! |
| Gelbfieber | landesweites Vorkommen | Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Meningokokken Meningitis | Vorkommen: v.a. ländliche Gebiete Übertragungsmonate: Dezember - Mai | Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.) |
| Schlafkrankheit | landesweites Vorkommen | Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| Zeckenbißfieber | landesweites Vorkommen | Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays). |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| Min. Temp °C | 22 | 23 | 23 | 23 | 23 | 23 | 22 | 22 | 22 | 22 | 23 | 22 |
| Max. Temp °C | 29 | 31 | 31 | 27 | 30 | 28 | 27 | 26 | 27 | 28 | 30 | 29 |
| Feuchtigkeit % | 81 | 83 | 82 | 82 | 82 | 85 | 88 | 87 | 86 | 84 | 83 | 82 |
| Regentage | 2 | 2 | 4 | 8 | 9 | 12 | 5 | 10 | 2 | 4 | 2 | 1 |
Grabbeallee 43
13156 Berlin
Tel.: (030) 49 90 89 68
Fax: (030) 49 90 89 67
e-Mail: bbotschafttogo@web.de
Website: www.botschaft-togo.de
Mo-Fr: 9-13 und 14-16 Uhr
Hausanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne
Boulevard de la République
Lomé
Postanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne
B.P. 1175
Lomé
Togo
Tel.: (00228) 223 32 32
Fax: (00228) 223 32 46
e-Mail: info@lome.diplo.de
Website: www.lome.diplo.de

