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Tschad

Stand: August 2010
Wichtige Hinweise
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Nach Meldungen der UN und WHO sind im zentralafrikanischen Tschad rund 1.500 Fälle der Meningokokken Meningitis berichtet worden - darunter über 150 Todesfälle. Insgesamt sind zwölf Distrikte betroffen: Bébidja, Bédjondo, Béré, Doba, Dono-Manga, Goundi, Laï, Bénoye,  Laokassi und Sarh. In verschiedenen Regionen werden bereits Impfkampagnen durchgeführt. Während der Trockenzeit besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko für Meningokokken Meningitis. Während dieser Zeit die ungefähr bis Mai/Juni andauert, werden in Afrika die meisten Meningokokken Meningitis-Erkrankungen gemeldet. Erkundigen Sie sich vor der Abreise über die klimatischen Bedingungen in Ihrem Reiseland. Reisenden in Risikogebiete v.a. während Trockenzeiten in den "Meningitisgürtel Afrikas" wird eine Schutzimpfung mindestens 2 Wochen vor Reiseantritt empfohlen.

In diesem Jahr wurden bis 2. August 2010 insgesamt 597 Fälle der Kinderlähmung (Poliomyelitis) gemeldet. Die Fälle wurden in Tadschikistan (452), Pakistan (34), Demokratische Republik Kongo (2), Nigeria (6), Angola (17), Indien (25), Nepal (5) Afghanistan (12), Tschad (14), Mali (3), Senegal (18), Mauretanien (5), Niger (2), Liberia (1) und Sierra Leone (1) registriert. Im vergangenen Jahr wurden der WHO 1.604 Poliofälle aus Pakistan (89), Afghanistan (38), Indien (741), Mauretanien (13), Tschad (64), Sierra Leone (11), Nigeria (388), Mali (2), Guinea (42), Liberia (11), Burkina Faso (15), Kamerun (3),  Angola (29), Burundi (2), Zentralafrika (14), Elfenbeinküste (26), Kenia (19), Sudan (45), Demokratische Republik Kongo (3), Niger (15), Uganda (8), Benin (20) und Togo (6) berichtet.
Die meisten Fälle werden aus den Ländern berichtet, in denen die Polio endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan. In die anderen Länder ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. Im Tschad wurden in diesem Jahr insgesamt 14 Poliofälle registriert (2009: 64; 2008: 37; 2007: 22; 2005: 2; 2004: 24; 2003: 25). Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem als "polio-frei" galten. Daher ist ein Polio-Impfschutz für Reisende in Polio-Risikogebiete weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist.

In vielen Regionen des Landes besteht ein erhöhtes Cholerarisiko, v.a. in den Distrikten N'djamena, Massakory, Bongo und Bol. Betroffen ist v.a. die einheimische Bevölkerung. Insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als sehr gering einzustufen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienema ßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

Im Süden des Landes, in dem die Hauptstadt N'Djamena mit dem internationalen Flughafen liegt, besteht ein Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Daher wird allen Reisenden (> 1. Lebensjahr) ein Gelbfieber-Impfschutz empfohlen.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: über 85 % Malaria tropica (P. falciparum)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
GelbfieberjaAlle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
KinderlähmungjaReisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Meningokokken MeningitisRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
Gelbfieber

Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

Tschad gilt als ein Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (südl. 15°N). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete (d.h. für alle Regionen aus denen humane Gelbfieberfälle gemeldet wurden bzw. das Gelbfieber-Virus bei Primaten nachgewiesen wurde).

GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
BilharzioseVorkommen: im Süßwasser
v.a. in südlichen Landesteilen
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
CholeraInfektionsgebiete sind die Regionen: Batha (Zentral), Bet, Biltrine (O), Chari-Baguirmi (SW), Guera, Kanem (W), Lac (W), Logone Oriental und Occidental, Mayo-Kebbi (SW), Fianga, Gounou Gaya, Pala, Njamena (SW), Quaddai, TandjileSorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
FilarioseVorkommen: vor allem im SüdenSchutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
GelbfieberInfektionsrisiko bei Reisen ins Landesinnere v.a. in die südlichen Landesteile (südlich von 15°N)Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis Blandesweites VorkommenImpfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Kala Azarlandesweites VorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasislandesweites VorkommenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Meningokokken MeningitisVorkommen: ländliche Gebiete v.a. im Süden
Übertragungsmonate: Dezember - Mai
Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
Schlafkrankheitlandesweites VorkommenSchutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Zeckenbißfieberlandesweites VorkommenSchutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C141621232524222222211714
Max. Temp °C343740424038333133363633
Feuchtigkeit %322521254657728377623233
Regentage0001610152213400
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Tschad. Keine Wahrnehmung von Rechts- und Konsularaufgaben - nur Nothilfe. Keine Erteilung von Visa. (Vertretung durch Botschaft Jaunde/Kamerun)

Hausanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne
Av. Félix Eboué
N´Djamena

Postanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne
B. P. 893
N´Djamena
Tschad
Tel.: (00235) 251 62 02, 251 56 47
Fax: (00235) 251 48 00
e-Mail: info@ndjamena.diplo.de

Botschaft der Republik Tschad
Lepsiusstraße 114
12165 Berlin
Tel.: (030) 31 99 16 20
Fax: (030) 31 99 16 220
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Website: ambatschadberlin.com
Mo-Do: 9-15 Uhr; Fr: 9-13 Uhr


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Nouvelle Route Bastos
Bastos-Usine
Yaoundé

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B.P. 1160
Yaoundé
Kamerun
Tel.: (00237) 22 21 00-56, -66, 22 21 44 34, 22 21 72 92
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