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Uganda

Stand: März 2010
Wichtige Hinweise
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Landesweit besteht ein Übertragungsrisiko für Malaria. Im Vorjahr (2009) berichtete das Robert Koch Institut das im Jahr 2008 bei insgesamt 12 deutschen Reisenden nach Aufenthalt in Uganda eine Malaria diagnostiziert wurde. Diese Tatsache unterstreicht von Neuem die Wichtigkeit einer medikamentösen Malariaprophylaxe bei Reisen nach Afrika. Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Insbesondere bei Reisen in Malaria-Hochrisikogebiete südlich der Sahara sollten neben Mückenschutzmaßnahmen auch Malariamedikamente zur Prophylaxe eingesetzt werden. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden. Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.

In diesem Jahr wurden bis 16. Februar 2010 insgesamt 25 Fälle der Kinderlähmung (Poliomyelitis) gemeldet. Die Fälle wurden in Pakistan, Afghanistan, Indien, Senegal, Nigeria und Tschad registriert. Im vergangenen Jahr wurden der WHO 1.595 Poliofälle aus Pakistan (89), Afghanistan (38), Indien (732), Mauretanien (11), Tschad (66), Sierra Leone (12), Nigeria (388), Mali (2), Guinea (41), Liberia (11), Burkina Faso (15), Kamerun (3),  Angola (29), Burundi (2), Zentralafrika (14), Elfenbeinküste (27), Kenia (18), Sudan (45), Demokratische Republik Kongo (3), Niger (15), Uganda (8), Benin (20) und Togo (6) berichtet. Die meisten Fälle werden aus den Ländern berichtet, in denen die Polio endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan. In die anderen Länder ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. In Uganda wurden im Jahr 2009 acht Polio-Fälle registriert. Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem als "polio-frei" galten. Daher ist ein Polio-Impfs chutz für Reisende in Polio-Risikogebiete weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist.

Landesweit besteht ein Cholera-Infektionsrisiko v.a. im Westen des Landes in den Distrikten Kisoro, Ntungamo, Kasasa, Masindi, Nebbi, Kabarole, Mpigi, Hoima, Rukungiri, sowie in Bundibugyo, Dei, Panyimur, Padyimur, Nyapea, Akworo, Congo, Pamyigoro und Parombo, sowie in Kampala, Rubaga, Makindye und Nakawa. Das Risiko einer Choleraerkrankung betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung. Insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als sehr gering einzustufen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen.

Aus dem Norden des Landes wurden in den vergangenen Monaten vermehrt Hepatitis E-Fälle berichtet. Mindestens 28 Personen mussten wegen einer akuten Hepatitis E (Leberentzündung) stationär ins Krankenhaus von Moroto aufgenommen werden. Der Distrikt Moroto liegt im Nordosten Ugandas. Ursprünglich wurden die ersten Erkrankungsfälle aus den Stadtgebieten der gleichnamigen Distrikthauptstadt Moroto in Police Barracks, Singila, Nakapelimon, Junior Quarters und Matany Trading Centre gemeldet. Eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit wird befürchtet, da die hygienische Situation vielerorts mangelhaft ist und somit die Verbreitung begünstigt. Immer wieder werden Fälle von Hepatitis E aus Uganda berichtet. Einer der größten Ausbrüche der letzten Jahre hielt bis Ende Juli 2008 an - über 6000 Erkrankungsfälle und über 90 Todesfälle wurden registriert. Viele der Erkrankungen stammten aus dem Kitgum-Distrikt, dem Yumbe-Distrikt und dem Padar Distrikt. Als Infektionsquelle wurde mit Hepatitis E-Viren verunreinigtes Trinkwasser, so wie Nahrungsmittel nachgewiesen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen. Schwangere sollten sich von den Risikogebieten fernhalten.

Ganzjährig treten vereinzelte Pestfälle im Landesinneren auf, v.a. im Nebbi-Distrikt und in Masindi. Für Touristen besteht nur bei engem Kontakt zur Bevölkerung der Risikogebiete, bei Übernachtungen im Freien oder bei Kontakt zu Nagetieren der betrof fenen Regionen ein sehr geringes Infektionsrisiko. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt bezüglich der Übertragungswege aufklären.

In Uganda v.a. in den Regionen nördlich des Äquators, d.h. nördlich der Seen Viktoria und Edward besteht ein Übertragungsrisiko für die afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit). Im Dokolo Distrikt wurden Anfang März 2009 rund 120 Erkrankungsfälle (darunter auch Todesfälle) der Schlafkrankheit gemeldet. Der Distrikt liegt ca. 200km nördlich der Hauptstadt Kampala. Insbesondere betroffen sind die Regionen von Kwera, Kangai und Dokolo. Am 27. August 2005 wurde durch die ISTM (International Society for Infectious Diseases) gemeldet, dass durch die starke Ausbreitung des Erregers im Kaberamaido Distrikt, ein neues Risikogebiet entstanden ist. Rund 200.000 Menschen sind dadurch der permanenten Infektionsgefahr ausgesetzt. In bestimmten Regionen des Landes besteht ganzjährig ein erhöhtes Infektionsrisiko für Schlafkrankheit. Für Reisende besteht generell ein geringes Infektionsrisiko. Für Safariteilnehmer und Entwicklungshelfer (v.a. in Ostafrika), die in die Risikogebiete reisen, besteht jedoch ein erhöhtes Risiko. Gute Mückenschutzmaßnahmen z.B. durch Körperbedeckende Kleidung (langärmeliges Obe rteil, lange Hosen, die Fußknöchel bedeckende Socken, Kopfbedeckung) und Insektenabweisende Mittel (mit Creme, Lotion, Spray, o.ä.) auf unbedeckten Hautstellen sind daher grundsätzlich unentbehrlich. Dunkle Kleidung sollte nicht getragen werden, da der Überträger der Krankheit, die sog. Tse-Tse Fliege, durch dunkle Farben angezogen wird.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in R egionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

MalariahinweiseSeitenanfang
Vorkommen
Region
Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte (u.a. Fort Portal, Jinja, Kampala, Mbale und Kigezi)

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: über 85 % Malaria tropica (P. falciparum)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte
ImpfempfehlungSeitenanfang
KrankheitImpfschutzBemerkung
DiphtheriejaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSMEnein
GelbfieberjaAlle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis AjaAlle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis BRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Japanische Enzephalitisnein
KinderlähmungjaReisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Meningokokken MeningitisRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
TetanusjaGrundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
TollwutRisikogruppen jaReisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal
TyphusRisikogruppen jaReisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
ImpfvorschriftenSeitenanfang
GelbfieberDer Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (> 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen.
Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
Uganda gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten.
Daher empfiehlt die WHO unabhängig von der Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden in Gelbfieber-Infektionsgebiete.
GesundheitsrisikenSeitenanfang
KrankheitAnmerkungSchutz
BilharzioseVorkommen: landesweit im Süßwasser
v.a. in der Umgebung des Lake Albert, bis nach Pakwach im Nordwesten
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
CholeraInfektionsgebiete: v.a. in den Regionen Central, Eastern, WesternSorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Filarioselandesweites VorkommenSchutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis Blandesweites VorkommenImpfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Kala AzarVorkommen: vor allem in der Karamoja-Region im NordostenSchutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Meningokokken MeningitisVorkommen: landesweit, v.a. im Nordwesten und -osten
Übertragungsmonate: v.a. Dezember - Mai
Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
PestVorkommen: Nothern Region (Arua Distrikt), Western Region (Nebbi Distrikt)Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.
SchlafkrankheitVorkommen: vor allem vom nördlichen Viktoriasee bis nördlich vom Kyoga-See und im Grenzgebiet nördlich des Lake EdwardSchutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Tollwutlandesweites VorkommenImpfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
Zeckenbißfieberlandesweites VorkommenSchutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
diverse DarminfektionenLandesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
KlimatabelleSeitenanfang
Monat123456789101112
Min. Temp °C181818181717171617171717
Max. Temp °C282827262625252627272727
Feuchtigkeit %666973798179787876747572
Regentage9914191911101412141612
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
BotschaftSeitenanfang
Hausanschrift:
Embassy of the Federal Republic of Germany
15, Philip Road
Kololo
Kampala

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P.O. Box 7016
Kampala
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Tel.: (00256 41) 450 11 11
Fax: (00256 41) 450 11 15
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Website: www.kampala.diplo.de


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Axel-Springer-Straße 54a
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Tel.: (030) 24 04 75 56
Fax: (030) 24 04 75 57
e-Mail: ugembassy@yahoo.de
Mo-Do: 9-13 und 14-16 Uhr; Fr: 9-14 Uhr

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