Allgemeine Ratschläge bei allergischen Erkrankungen:
- Vorsicht Allergieauslöser: Informieren Sie sich rechtzeitig vor der Reise, ob das geplante Urlaubsziel für Sie unbedenklich ist. Erkundigen Sie sich über die dort vorherrschenden Allergieauslöser z.B. durch Pollenflugkalender oder aktuelle Pollenfluginformationen.
- Beachten Sie die Jahreszeit: Versuchen Sie die Reisezeit zu vermeiden, bei der Sie die höchste Pollenexposition haben. Vor allem bei Gräserpollenallergien besteht die höchste Exposition in den Sommermonaten (von Mai bis einschließlich Juni, sowie im Frühherbst). Bedenken Sie, dass je weiter südlich Sie reisen, die Blütezeit bereits fortgeschritten ist und womöglich bereits ihren Höhepunkt erreicht hat.
- Dem Notfall vorbeugen: Vor der Reise sollten Sie über die Möglichkeiten der ärztlichen Notfallversorgung während der Reise und an Ihrem Reiseziel eingehend informiert sein und ggf. Kontaktadressen besitzen.
- Sollten Sie Nahrungsmittelallergien haben, so ist eine sehr sorgfältige Abklärung der Speisen - insbesondere bei unbekannter, ausländischer Küche - unverzichtbar ! Besorgen Sie sich ein Wörterbuch in der Landessprache und fragen Sie bei jedem Essen, ob Nahrungsmittel verwendet werden, gegen die Sie allergisch sein könnten. Grundsätzlich sollten Sie bei gemischt zubereiteten Mahlzeiten (z.B. Soßen aus Gewürzmischungen, exotischen Früchten und Gemüse, etc.) besser zurückhaltend sein (v.a. Patienten mit Urtikaria und Quincke-Ödem). Im Zweifelsfall lieber auf ein Essen verzichten, als ein Risiko eingehen !
Notfallset und Cortisontherapie
- Fahrtauglichkeit: Einige Medikamente gegen Allergien beeinträchtigen Ihre Aufmerksamkeit und Fahrtauglichkeit. Daher sollten Sie darauf bedacht sein, dass gerade im Ausland durch die ungewohnten Straßenverkehrsbedingungen, ob als Fußgänger oder Autofahrer, eine erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist. Besprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt und fragen Sie ggf. nach einer Alternativmedikation.
- Sonne: Sollten Sie in höheren Dosen Cortison o.ä. zur Allergieprophylaxe einnehmen, bedenken Sie, dass diese Medikamente und eine direkte starke Sonneneinstrahlung auf die ungeschützte Haut eine Schwächung des Immunsystems zur Folge haben können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Alternativen.
- Die Wirksamkeit aktiver Schutzimpfungen ist unter höher dosierter Cortisontherapie beeinträchtigt. Empfohlen wird ein 2-wöchiger Abstand vor und ein 2-wöchiger Abstand nach aktiven Schutzimpfungen. Darüber hinaus kann die Durchführung einer Lebendimpfung unter laufender Cortisontherapie gesundheitliche Risiken bergen und daher kontraindiziert sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den Nutzen und eventuelle Risiken in Ihrer persönlichen Situation.
- Lassen Sie sich gegebenenfalls von Ihrem Arzt ein Notfallbesteck zur Soforttherapie bei schweren Anfällen verschreiben und sich von ihm im Gebrauch des Besteckes unterweisen.
Allergisches Asthma bronchiale
- Bei allergischem Asthma bronchiale kann in trockenen, mittleren Höhenlagen bis 2000 Meter eigentlich nur Beschwerdefreiheit erwartet werden, wenn alleiniger Auslöser des Asthmas Hausstaubmilben sind. Obwohl sich bei Infektasthma im allgemeinen ein Aufenthalt in tropischen Ländern günstig auswirkt, kann dieser positive Effekt durch unsachgemäßen Gebrauch von Klimaanlagen (verschmutzte Filter, Zugluft nachts) sowie plötzliche starke Staubexposition (Sandstürme, Luftverschmutzung) wieder zunichte gemacht werden.
Neurodermitis endogenes Ekzem

