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Körperliche Behinderungen

In Abhängigkeit der Mobilität und orthopädischen Hilfsmittel (Rollstuhl, Gehhilfen, etc.) sollte rechtzeitig vor der Reise in Berücksichtigung der Reisedauer, des Reiseortes und Reisestils die Vorbereitungen getroffen werden. Informieren Sie sich vor Antritt der Reise ob die für Sie wichtigen Einrichtungen wie Toiletten u.a. sanitäre Einrichtungen, Zimmer und Freizeitmöglichkeiten mit dem Rollstuhl bzw. Ihrem Hilfsmittel gut zugänglich sind (Ansprechpartner sind z.B. Reisegesellschaften, Behindertenverbände - bzw. Vereine, Diskussionsforen im Internet, etc.).
  • Bedenken Sie, dass eine sichtbare körperliche Behinderung für die Einheimischen Ihres Urlaubsland u.U. eine absolute Rarität und Neuigkeit darstellen kann. Scheuen Sie sich nicht, den Menschen mit einem offenen Lachen zu begegnen. Bedenken Sie, dass es in vielen tropischen Ländern keine Privatsphäre im deutschen Sinne gibt. Alles, was Sie in der Öffentlichkeit tun, wird in der Regel - vor allem von einheimischen Kindern - neugierig beobachtet. Lassen Sie sich bei dem was sie tun, nicht aus der Ruhe bringen, sprechen oder lachen Sie die Kinder an und Sie werden in aller Regel sehr viele freundliche und hilfsbereite Menschen kennen lernen.
  • Die Frage, ob körperlich sichtbar Behinderte in tropischen Ländern einem höheren Verbrechensrisiko (z.B. Raubüberfall) ausgesetzt sind oder nicht, wird kontrovers diskutiert. Im Zweifelsfall lieber in Begleitung ausgehen bzw. reisen!
  • Personen mit vorübergehenden körperlichen Behinderungen (z.B. nach einem Unfall) sollten im Urlaub ihre körperlichen Einschränkungen respektieren und die Heilungsphase nicht gefährden. Besonders dieser Personenkreis ist im Urlaub und auf Reisen gefährdet, da die Behinderung gerne verdrängt wird und den vielen Freizeitangeboten häufig nur schwer widerstanden werden kann. Provozieren Sie keine Komplikation des Heilungsprozesses durch unangemessenes Verhalten, dass über die Grenzen der momentanen Belastbarkeit führt.

Orthopädische Hilfsmittel:

  • Achten Sie darauf, dass die mitgeführten Hilfsmittel, wie z.B. Rollstühle und Prothesen aus robusten Materialien bestehen, so dass sie den veränderten klimatischen Gegebenheiten (z.B. starke Luftfeuchtigkeit) und mechanischen Beanspruchung (z.B. holprige Strassen und unwegsames Gelände) standhalten können.
  • Nehmen Sie wenn möglich und erforderlich Ersatzteile mit auf die Reise, um bei Verschleiß vor Ort eine Reparatur durchführen zu können.
  • Bei Langzeitaufenthalten kann es sinnvoll sein, eine Zweitausstattung, sowie weitere Hilfsmittel mitzunehmen die alternativ eingesetzt werden könnten.
  • Vorsicht mit Sport und körperlicher Beanspruchung, v.a. Patienten mit nicht erkennbaren Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates, wie z.B. künstlichem Gelenkersatz, posttraumatischer Instabilität, operativer Korrektur von Wirbelsäulendeformitäten, Achsenfehlstellungen der Extremitäten und Gelenkverschleiß.

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