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Malaria

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Die Malaria wird durch Parasiten (sog. Plasmodien) verursacht. Die Schwere der Erkrankung wird zum einen durch die Parasitenart, zum anderen über die Menge der Parasiten im Blut, bestimmt. Es gibt unterschiedliche Malariaformen. Man unterscheidet die milden Formen der "Malaria tertiana" und "Malaria quartana" von der lebensgefährlichen Form der "Malaria tropica". Nach Infektion durch die Malariaerreger kann es im Zeitraum von 5 Tagen bis zu einem Jahr zum Ausbruch der Erkrankung kommen.

Die Beschwerden der Malaria können sehr unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich gibt es kaum Beschwerden, die nicht im Rahmen einer Malariaerkrankung auftreten könnten. Charakteristischerweise tritt ein hohes Fieber meist gemeinsam mit Kopfschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost und Gliederschmerzen auf. Theoretisch tritt das Fieber bei der Malaria tropica täglich, bei der Malaria tertiana jeden zweiten Tag (d.h. an den Tagen 1, 3 usw., daher die Bezeichnung "tertiana - dreitägig"), bei der seltenen Malaria quartana jeden dritten Tag (Tage 1, 4 usw., daher die Bezeichnung "quartana - viertägig") auf. Im weiteren Verlauf kann es bei der gefährlichen Form der Malaria innerhalb von Stunden zu Komplikationen kommen, die unbehandelt zum Tod führen können.

An eine Malaria sollte immer gedacht werden, wenn ein Reiserückkehrer aus einem Malariagebiet mit Fieber erkrankt.

Da bei der Malaria tertiana und quartana nur ungefähr 1% der roten Blutkörperchen von den Erregern befallen werden, verläuft das Krankheitsbild bei diesen Formen nicht so schwer. Nachdem hingegen bei der Malaria tropica bis zu 80% der roten Blutkörperchen befallen sein können, kommt es hier häufig zu schweren Krankheitsbildern und auch zum Tod. Eine Behandlung zum schnellst möglichen Zeitpunkt entscheidet über die Heilungschancen.

Grundsätzlich ist jede Malaria heilbar, sofern eine Therapie rechtzeitig begonnen wurde.

Bei Malariaverdacht sollte unbedingt sofort ein Arzt oder medizinische Hilfe aufgesucht werden. Ist dies aufgrund der Reiseumstände nicht möglich, sollte eine guter Mückenschutz selbstständig durchgeführt werden. Nach einer erfolgten notfallmäßigen Selbstbehandlung sollte immer sobald als möglich ein Arzt zur vollständigen Abklärung aufgesucht werden.

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben ca. 40 % der Weltpopulation, d.h. rund 2400 Millionen Menschen in über 90 Ländern unter der ständigen gesundheitlichen Bedrohung einer Malaria. Schätzungsweise 300 bis 500 Millionen Menschen erkranken jährlich an einer Malaria. Rund 90 % aller Malariafälle treten in Afrika, südlich der Sahara, auf. In Deutschland ist es dennoch in den letzten Jahren zu einem erkennbaren Rückgang der importierten Malariaerkrankungen gekommen: importierte Malariafälle in Deutschland 2010: 617 (2 Todesfälle); 2009: 523 (3 Todesfälle; 2008: 547; 2007: 541; 2006: 566; 2005: 628; 2004: 708, 2003: 820, 2002: 860, 2001: 1.049, 2000: 836). Die meisten Malariaerkrankungen bei Reisenden (mehr als 90%) werden im tropischen Afrika erworben.

Informieren Sie sich rechtzeitig vor Reiseantritt bei ihrem Arzt über Ihr individuelles Malariarisiko im Reiseland, damit Sie im Rahmen der möglichen vorbeugenden Maßnahmen nur einem geringen Restrisiko einer Malariainfektion ausgesetzt sind. fit for travel informiert Sie über die aktuellen medikamentösen Prophylaxeempfehlungen in Ihrem Reiseland !

Übertragung:

Die Übertragung der Malariaerreger erfolgt in erster Linie über die dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücke.

Schutz:

Es gibt noch keinen absolut sicheren Schutz vor Malaria! Die konsequente Einhaltung verschiedener Schutzmaßnahmen und die sorgfältige Durchführung ermöglichen jedoch eine wesentliche Verminderung des Infektionsrisikos.
Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören:Ein notfallmäßige Malariabehandlung und - falls erforderlich - eine konsequent und korrekt durchgeführte Malaria-Risikogebiete

AnophelesDie Malaria wird durch Anopheles-Mücken übertragen. PlasmodiumPlasmodium falciparum [Mikroskop. Aufnahme] ist der Erreger der Malaria tropica
BlutausstrichEine Malaria kann mittels Blutausstrichdiagnostiziert werden