Krankheiten A-Z - www.fit-for-travel.de - alles zu Reisemedizin, Hepatitis und Malaria

English Version Reisemedizinischer Infoservice

Masern

Zurück zur Übersicht

Die Masern werden durch das Masern-Virus verursacht. Das Virus befällt vor allem die Schleimhäute des Atemtraktes und der Augen. Da das Virus hoch infektiös ist, erkrankt in der Regel jeder der sich erstmalig ansteckt.

Die Beschwerden treten ca. 8 - 12 Tage nach der Infektion mit dem Virus auf. Dabei kommt es bei einem charakteristischen Krankheitsverlauf zu hohem Fieber, Husten und einer Bindehautentzündung der Augen. Nach ungefähr 14 Tagen tritt ein typischer roter, kleinfleckiger Hautausschlag, das sog. Masernexanthem auf. Bei einem gutartigen Verlauf verschwindet der Hautausschlag in aller Regel schon nach acht Tagen. Kommt es zu keiner Linderung der Beschwerden wächst die Gefahr von ernsthaften Komplikationen im weiteren Krankheitsverlauf. Dabei kann es sich u.a. um Lungen- oder Mittelohrentzündungen, Infektionen des Kehlkopfes und der Luftröhre, als auch um Entzündungen des Gehirns (sog. Masern-Enzephalitis) oder der Hirnhaut (Masern-Meningoenzephalitis) kommen. Über 20 % der Kinder, bei denen sich eine Masern-Enzephalitis entwickelt, sterben daran. Die Überlebenden leiden oft an dauerhaften Schäden. Masern sind nicht nur eine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene können daran erkranken! Sie entwickeln meistens einen schwereren Krankheitsverlauf und haben gegenüber Kleinkindern eine wesentliche höhere Komplikationsrate.

Masern sind weltweit verbreitet. In Regionen mit geringen Masern-Impfraten kann es infolge der hohen Infektiosität des Masern-Virus immer wieder zu Masernausbrüchen kommen. Daher gehören die Masern in Entwicklungsländern, insbesondere in Afrika, zu den zehn häufigsten Infektionskrankheiten. In Deutschland ist durch die seit 30 Jahren praktizierte Masernimpfung die Häufigkeit der Erkrankung deutlich zurückgegangen.

Übertragung

Die Krankheit wird von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen. Dabei wird das Virus über die Schleimhäute des Atemtraktes als auch über die der Augen aufgenommen und kann somit eine Infektion verursachen. Masern sind hoch ansteckend! Wer einmal an Masern erkrankt ist, entwickelt eine lebenslange Immunität, die ihn vor einer erneuten Masernerkrankung schützt.

Schutz

Schutz durch Masern-Impfung.

Auf Grund der schwerwiegenden Komplikationen die bei einer Masernvirus-Infektion auftreten können, ist ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, ein Impfschutz empfohlen.

Bei Kindern ist es sinnvoll, mit der Masern-Impfung gleichzeitig auch gegen Mumps und Röteln zu impfen (durch einen Kombinationsimpfstoff). Nur mit einer zweimaligen Impfung kann ein Schutz vor der Erkrankung erzielt werden! Wenn ungeimpfte oder nur einmal geimpfte Personen Kontakt zu einer an Masern erkrankten Person hatten, sollten sie innerhalb der nächsten drei Tage nach Kontakt eine Schutzimpfung erhalten.