Algerien: Hautleishmaniose nimmt im Norden zu
In der Naâma Provinz, im Nordwesten des Landes, wurden im vergangenen Jahr über 330 Fälle der Hautleishmaniose berichtet. Die Zahl der Erkrankungen steigt weiterhin an. Die meisten Fälle werden aus Stadtgebieten wie Mécheria berichtet, in der u.a. der große Flughafen liegt. Betroffen sind insbesondere auch Kinder. Leishmaniose wurde vor allem aus dem Norden des Landes berichtet, u.a. im Tal von Soummam. Grundsätzlich soll die Zahl der Leishmaniosefälle in Algerien in den letzten zehn Jahren beständig zugenommen haben.
Auch aus Mécheria werden Erkrankungen berichtet
Bei der Hautleishmaniose entwickelt sich ein Hautgeschwür, das häufig im Gesicht auftritt und meist erst nach Monaten unter Narbenbildung abheilt. Auch in Südeuropa tritt die Hautleishmaniose auf. Dabei spielen für das Infektionsrisiko Klimafaktoren, wie z.B. die Flugzeiten der Überträgermücken eine wesentliche Rolle. Die Leishmaniose wird durch Parasiten (sog. Leishmanien) verursacht. Die Leishmanien werden durch den Stich der so genannten "Sandfliegen" oder auch syn. "Schmetterlingsmücken" übertragen.
Sandmücken übertragen die Parasiten
Reisende sollten gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen. Dazu gehören u.a. das Tragen von Haut bedeckender Kleidung v.a. bei Ausflügen in die naheliegenden Regenwälder, das Auftragen von Mücken abweisenden Cremes und Lotionen auf unbedeckten Hautstellen, vor allem im Gesicht, Händen und Füßen – insbesondere an den Knochenstellen wo die Haut dünn ist und die Schmetterlingsmücke bevorzugt sticht.
Aufgepasst: Diese Mückenart ist sehr klein!
Auch ist es vorteilhaft sich beim Schlafen durch Mückennetze zu schützen. Dabei spielt die Maschenweite – vor allem bei der kleinen Schmetterlingsmücke – eine entscheidende Rolle. Normalerweise ist eine Maschenweite von 1,2 mm x 1,2 mm üblich und empfehlenswert. Die für einen guten Malariaschutz empfohlene Maschengröße beträgt 180-200 mesh/square inch. Die kleinen Schmetterlingsmücken, können durch diese Maschengröße jedoch hindurch treten. Sicher ist man vor ihnen nur unter einem engmaschigen Mückennetz (0,6mm x 0,6 mm) das mit einem Insektizid imprägniert ist. Zusätzlich helfen auch Insektenabtötende und -abweisende Mittel in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen, Steckern u.ä. im Wohn- und insbesondere Schlafbereich die Stechmücken fernzuhalten.

