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22.08.2011

Angola: Erhöhtes Risiko für Schlafkrankheit

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img0045Die bremsenähnliche "TseTse-Fliege" hat einen starken Stechrüssel In Luanda, der Hauptstadt Angolas, wurden in der ersten Jahreshälfte bereits 76 Fälle der Schlafkrankheit registriert. Die Erkrankungsfälle wurden aus folgenden Provinzen berichtet: Kahango (Bengo), San Pedro (Kilembe), Lucala (Kwanza Norte), Kizemga (Malanje) Kimari, Lukunga (Uije), so wie NPAL und Lufico (Zaire). Breitflächig angelegte Bekämpfungsmaßnahmen in den Regionen wurden gestartet und werden bis August vielerorts durchgeführt. Bislang wurden über 1.300 Fallen für die TseTse-Fliegen aufgestellt und über eine Million TseTse-Fliegen gefangen. Ebenso gehören das Sprühen von Insektiziden in den stark betroffenen Regionen zu den Maßnahmen, die das Übertragungsrisiko senken.

Auch für Touristen besteht ein Übertragungsrisiko. Erst im vergangen Jahr erkrankte ein amerikanischer Tourist an Schlafkrankheit, nach seiner Safari im südlichen Luangwa-Flusstal in Sambia. Auch ein weiterer englischer Tourist erkrankte im September nach seiner Rückreise aus Sambia und Simbabwe an Schlafkrankheit. In Zimbabwe besuchte er den Mana Pools Nationalpark im westlichen Mashonaland in der Grenzregion zu Sambia. In den vergangenen Jahren wurde die Schlafkrankheit vereinzelt – nicht nur bei amerikanischen Touristen – sondern auch bei europäischen Afrikareisenden festgestellt. Die meisten Infektionen wurden bei Aufenthalten in Nationalparks erworben. Die Reisenden unternahmen Safaris in Ländern wie Tansania, Malawi, Sambia, Namibia und Uganda.

Die Schlafkrankheit tritt in afrikanischen Ländern südlich der Sahara auf und betrifft vorrangig die einheimische Bevölkerung in abgelegenen ländlichen Regionen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jährlich zwischen 50.000 – 70.000 Erkrankungsfälle auftreten. Das Vorkommen in den afrikanischen Ländern variiert. Während in Ländern wie u.a. Burkina Faso, Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun, Kenia, Mosambik, Nigeria, Ruanda, Sambia und Simbabwe im Durchschnitt weniger als 50 Fälle pro Jahr registriert werden, stellt die Infektionskrankheit hingegen in Ländern wie Zentralafrika, Tschad, Kongo, Elfenbeinküste, Guinea, Malawi, Uganda und Tansania ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem in der Bevölkerung dar.

Die Schlafkrankheit (sog. afrikanische Trypanosomiasis) wird durch Parasiten (sog. Trypanosomen) verursacht, die durch den Stich der Tse-Tse-Fliege übertragen werden. Die bremsenähnliche Fliege, hat einen starken Stachel mit dem sie auch am behaarten Kopf oder durch dünnere Stoffarten (z.B. Leinen) hindurch stechen kann. Daher sind gute Mückenschutzmaßnahmen vor allem durch Körperbedeckende Kleidung (langärmeliges Oberteil, lange Hosen, die Fußknöchel bedeckende Socken) aus dickeren bzw. festen Stoffen unentbehrlich. Auf dunkle Kleidung sollte verzichtet werden, da diese auf die Tse-Tse-Fliege anziehend wirkt. Mückenschutzmittel sollten auf jeden Fall sorgfältig und regelmäßig aufgetragen werden. Sie können jedoch nicht vollständig vor dem Angriff der Tse-Tse-Fliege schützen.