Ghana und Kamerun melden Gelbfieber
Aus Ghana wurden in den vergangenen Wochen vermehrt Gelbfieber-Erkrankungen gemeldet. Die Erkrankungsfälle stammen vorwiegend aus den Distrikten Builsa und Kassena-Nankana-West in der Upper East Region und Kitampo-Süd in der Brong Ahafo Region in den mittleren westlichen Landesteilen. Insgesamt wurden bereits zwei Todesfälle registriert. Am 6. Februar startete eine Gelbfieber-Impfkampagne die rund 230.000 Einwohner in der betroffenen Region vor der Infektionskrankheit schützen soll.
Auch Kamerun meldet einen aktuellen Ausbruch
Auch aus Kamerun wurden im Februar Gelbfieber-Fälle berichtet. Seit Oktober vergangenen Jahres wurden über 20 Erkrankungen, darunter sieben Todesfälle berichtet. In folgenden Distrikten besteht derzeit ein erhöhtes Infektionsrisiko: Guider, Bibemi, Gaschiga, Lagdo, Mayo Oulo und Golombe.
Ghana und Kamerun gelten als Länder mit Gelbfieber-Infektionsrisiko
Ghana und Kamerun gelten als Länder mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Daher empfiehlt die WHO nachdrücklich die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Risikogebiete. Unabhängig von der medizinischen Empfehlung ist bei der Einreise nach Ghana und Kamerun der Nachweis einer Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.
Gelbfieber ist lebensbedrohlich
Gelbfieber stellt nach wie vor eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit dar. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich. Daher sind ein Gelbfieber-Impfschutz und gute Mücken-Schutzmaßnahmen für Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete unbedingt empfohlen.
Gelbfieberviren werden durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen
Die Erkrankung wird durch Viren verursacht, die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Zu Beginn der Erkrankung treten zunächst grippeähnliche Beschwerden auf. Im weiteren Verlauf kommt es zu Fieber, inneren Blutungen, Gelbsucht und Nierenschäden. Die Infektionskrankheit tritt in Afrika südlich der Sahara sowie Mittel- und Südamerika auf.


