Kambodscha: Höchstes Dengue Fieber-Risiko Juli/August
Mehr als 4.600 Personen mussten in Kambodscha in diesem Jahr bereits wegen Dengue Fieber in den örtlichen Krankenhäusern behandelt werden. Insgesamt 23 Menschen starben an den Folgen der Erkrankung. Damit hat sich Zahl der Todesfälle im Vergleich zur Todeszahl des Vorjahres um mehr als verdoppelt.
Während der Regenzeit die bis ungefähr Oktober andauert, besteht ein erhöhtes Risiko für durch Mücken übertragbare Erkrankungen, da durch die zahlreichen Wasseransammlungen vermehrt Brutplätze zur Verfügung stehen. Sieben Provinzen sind durch den Ausbruch besonders stark betroffen: Kampong Thom, Kampong Cham, Siem Reap, Kandal, Kampong Speu, Banteay Meanchey und Ngan Chantha.
Auch im Nachbarland Thailand ist die Zahl der Dengue Fieber-Fälle weiter angestiegen. Nach Aussage des Gesundheitsministeriums erkrankten bis 24. Juli des Jahres landesweit über 30.000 Menschen an Dengue Fieber– einige starben. Am stärksten betroffen sind Kinder und ältere Menschen. Die Erfahrung der Vorjahre zeigt, dass 80 % der Dengue Fieber-Todesfälle in den Monaten Juli und August auftreten, da zu diesem Zeitpunkt die meisten Erkrankungsfälle gemeldet werden.
Auch Reisende können an Dengue Fieber erkranken. In Deutschland wurden dem RKI bis 20. Juli 2011 insgesamt 133 Dengue Fieber-Erkrankungen bei Reisenden gemeldet, die sich in unterschiedlichen Reiseländern aufhielten. Die meisten importierten Dengue Fieber-Fälle werden bei Reisen nach Südostasien beobachtet. Reisenden wird daher empfohlen, sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen regelmäßig durchzuführen. Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören u.a. das Tragen von hautbedeckender Kleidung und das Auftragen von mückenabweisenden Cremes, Lotionen oder Sprays auf unbedeckten Hautstellen, als auch das Schlafen unter Mückennetzen oder auch das Verwenden von Insektenabtötende und –abweisende Mittel in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen, Steckern u.ä. im Wohn- und insbesondere Schlafbereich.


