Simbabwe: Typhusausbruch in der Hauptstadt
In den vergangenen Tagen führte ein Typhusausbruch in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, zu rund 600 infizierten Einwohnern und 90 Krankenhauseinweisungen. Es wird angenommen, dass verunreinigte Nahrungsmittel die Infektionsquelle sind. Bisher deutet alles darauf hin, dass Fische in einem sehr verschmutzten See außerhalb der Stadt gefischt und verzehrt wurden. Von dort breitete sich die Infektion bis in die Stadt aus. Zwischenzeitlich ist auch bei einem Hotelangestellten eine Typhus-Infektion festgestellt worden. Dadurch können auch Touristen und Hotelgäste mit den Erregern in Kontakt kommen.
Auch Hotelreisende sind vor Typhus nicht sicher
Die meisten importierten Typhuserkrankungen bei deutschen Reisenden werden bei Aufenthalten im asiatischen Raum erworben - doch auch in Afrika besteht vielerorts ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die Erreger der Krankheit werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v.a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen. Ebenfalls kann es durch den direkten Kontakt mit Dauerausscheidern oder Erkrankten zur Ansteckung kommen. Der direkte Übertragungsweg von Mensch-zu-Mensch spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Hygienemaßnahmen und Impfung schützen vor der Erkrankung
Daher wird vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten gewarnt. Zusätzlich wird Reisenden empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten.
Ein Typhus-Impfschutz ist bei Reisen in Risikogebiete empfohlen.

