Typhus stellt in vielen Reiseländern ein Problem dar
Verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel bilden häufige Infektionsquellen
Über 40 Typhus-Erkrankungen wurden von den Fidschi-Inseln aus dem Südpazifik gemeldet. Die meisten –Krankheitsfälle werden aus Nanko Village gemeldet, weitere aus Tuvavatu, Nubutautau, Nasauvakarua, Tokoni, Mare, Natoka und Todrokwadrokwa. Bei weitem mehr Typhus-Fälle meldet im Januar das afrikanische Sambia, im südlichen Afrika. Über 2000 Erkrankungsfälle wurden hier seit Dezember letzten Jahres registriert. Zwei Patienten verstarben in Mupambe - weitere sind zur Behandlung in Krankenhäusern stationiert.
Verunreinigtes Trinkwasser scheint die Infektionsquelle zu sein
Auch aus dem asiatischen Raum - von den Philippinen werden aktuell vermehrt Typhus-Fälle berichtet. Betroffen scheint insbesondere die Provinz Leyte zu sein. Nach Aussage der Gesundheitsbehörden wurden über 100 Erkrankungen aus Carigara berichtet, weitere aus Capoocan, Tunga und Barugo.
In den meisten Fällen wird verunreinigtes Trinkwasser als Infektionsquelle angenommen.
First Lady in Indonesien erkrankt an Typhus
Dass es sich beim Typhus jedoch nicht nur um eine Erkrankung der Armen handelt, die unter schlechten sanitären und hygienischen Verhältnissen leben, zeigt das gegenwärtige Beispiel in Indonesien. Hier erkrankte vor wenigen Tagen die indonesische First Lady an Typhus. Sie wurde umgehend in ein Krankenhaus in Jakarta gebracht und wurde dort behandelt. Wie sich die Gattin des Präsidenten infizierte konnte bislang noch nicht geklärt werden. Doch alleine eine hygienische Nachlässigkeit in der Zubereitung der Speisen, als auch ein „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal könnten als Infektionsquelle möglich sein.
Auch Hotelreisende sind vor Typhus nicht sicher
Dadurch sind auch immer wieder Reisende – auch Hotelreisende – von Typhus betroffen. Die meisten importierten Typhuserkrankungen bei deutschen Reisenden werden bei Aufenthalten im asiatischen Raum erworben. Die Erreger der Krankheit werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v.a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen. Ebenfalls kann es durch den direkten Kontakt mit Dauerausscheidern oder Erkrankten zur Ansteckung kommen. Der direkte Übertragungsweg von Mensch-zu-Mensch spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Hygienemaßnahmen und Impfung schützen vor der Erkrankung
Daher wird vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten gewarnt. Zusätzlich wird Reisenden empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten.
Ein Typhus-Impfschutz ist bei Reisen in Risikogebiete empfohlen.

