Uganda: Masernausbruch im Westen, Osten und Zentrum
Das Gesundheitsministerium veröffentlichte im Dezember eine nationale Masernwarnung für die westlichen, östlichen und zentralen Landesteile Ugandas. Betroffen sind vor allem die Distrikte und Städte Bududa, Bukedea, Bushenyi Kabarole, Kampala, Rakai, Ntungamo, Luweero, Namayingo, Nakasongola und Namutumba. Die Öffentlichkeit wird darauf hingewiesen Masern-Verdachts- und Erkrankungsfälle so schnell als möglich den Behörden zu melden, damit rechtzeitige Vorsichtsmaßnahmen zur Eingrenzung der Infektionsgefahr im Umfeld getroffen werden können.
Erste Erkrankungen in Namayingo im November
Die ersten Erkrankungsfälle wurden im November in Namayingo beobachtet, wo 112 Kinder Masernbeschwerden entwickelten. Seit der landesweit durchgeführten Masern-Impfkampagnen ist jedoch grundsätzlich die Zahl der Masernerkrankungen pro Jahr deutlich zurück gegangen.
Die größten Masernausbrüche 2011 fanden in Afrika und Europa statt
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in diesem Jahr in Europa und Afrika die größten Masernausbrüche verzeichnet. Aus insgesamt 40 der 53 durch die WHO definierten europäischen Ländern (WHO Regionen können von geografischen und politischen Zuordnungen abweichen s. WHO ) wurden rund 26.000 Masernfällen von Januar bis Juli 2011 gemeldet. Die höchste Anzahl an Erkrankungen wurde mit rund 14.000 Erkrankungen aus Frankreich berichtet.
Afrika zählt die meisten Masernerkrankungen
In Afrika liegt die Zahl der Masernerkrankungen deutlich höher. Die meisten Fälle im ersten Halbjahr 2011 wurden aus der Demokratischen Republik Kongo (rund 100.000) gemeldet, des weiteren aus Nigeria (rund 17.400), Sambia (rund 5400) und Äthiopien (rund 2900). Da Masern-Todesfälle nicht immer aus den Ländern routinemäßig an die WHO weitergeleitet werden, wird eine hohe Dunkelziffer angenommen. Aus der Demokratischen Republik Kongo wurden dennoch mehr als 1100 durch Masern bedingte Todesfälle berichtet.
Auch Reisende können sich infizieren
Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt daher Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen > 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen > 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist ebenfalls eine Impfung empfohlen.


