USA: Rotalgen in Lee County, Florida
Hautkontakt zu Rotalgen sollte vermieden werden.
Im Südwesten Floridas, in Lee County, haben giftige Rotalgen in den vergangenen Wochen zu einem erheblichen Fischsterben geführt. Rotalgen werden durch Schalentiere und Fische aufgenommen. Die Algen produzieren Gifte, die selbst durch Abkochen nicht zu zerstören sind. Durch den Verzehr von Meerestieren können Rotalgen durch die Nahrung aufgenommen werden und Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
Algenteppich im Gewässer zwischen Lee County und Key West
Die letzten Wasserproben ergaben einen hohen Anteil an sog. „Red Tide“ (Rotalgen) im Gewässer südlich der Sanibel Insel an der Golfküste von Florida. Viele tote Fische, darunter auch Aale und Krebse, werden an die Küste von Bunche Beach gespült. Durch die warmen Temperaturen haben sich die Algen vermehrt und als ungefähr 30 Meilen langer Algenteppich im Gewässer zwischen Lee County und Key West ausgebreitet. Bei stärkerem Abkühlen des Wassers sterben die Algen ab. Derzeit sind die Wassertemperaturen jedoch noch zu warm.
Warnungen der Wasserwacht sind zu beachten
An den Küsten wurden Warnungen durch die Wasserwacht ausgesprochen. Wassergischt und/oder Wassertropfen halten die Besucher von den Stränden fern, da es durch das Rotalgenhaltige Meereswasser zu Schleimhautreizungen in den Augen und oberen Atemwegen kommen kann. Dabei können Beschwerden wie Juckreiz, Husten und Halsschmerzen auftreten. Auf aktuelle örtliche Warnhinweise der Wasserwacht an den Küsten sollte geachtet werden.
Vorsicht vor Mahlzeiten mit Fisch und Meeresfrüchten
Auf den Genuss von Mahlzeiten mit Muscheln, Fischen und Meerestieren sollte in den betroffenen und ausgewiesenen Küstenabschnitten derzeit verzichtet werden. Die einzig wirksame Vorbeugung besteht im Verzicht auf den Verzehr von Fischen und Schalentieren aus den Gewässern der betroffenen Gebiete. Beim baden können Rotalgen zu Hautreizungen führen. Beim schwimmen sollte daher nach Möglichkeit ein Rotalgen-Kontakt vermieden werden.


