Vietnam: Weiterer Anstieg der Hand-Fuß-Mund-Krankheit
Das vietnamesische Gesundheitsministerium meldete im Dezember mehr als 96.000 Fälle der Hand-Fuß-Mund“-Krankheit („HFM-Krankheit“) – darunter 156 Todesfälle. Hauptsächlich sind Kinder betroffen. Während im Oktober noch 77.895 HFM-Fälle gezählt wurden, stieg die Zahl der Erkrankungen bis dato auf mehr als 96.0000 an. In den vergangenen Jahren wurden jährlich zwischen 10.000 und 15.000 Erkrankungen mit 20 – 30 Todesfällen berichtet. Der diesjährige Ausbruch involviert 63 Provinzen in Vietnam. Daher besteht landesweit ein erhöhtes Infektionsrisiko – auch für Reisende.
Schwerpunkt im Süden des Landes
Der Schwerpunkt des Ausbruchs liegt im Süden des Landes. Die meisten Erkrankungen und Todesfälle wurden aus Ho Chi Minh City, Dong Nai, Binh Duong, Long An, Ba Ria-Vung Tau, Bac Lieu, Dong Tap, Tien Giang und Quang Ngai berichtet. Als Erreger der Infektion wurde das humane Enterovirus 71 (EV71) diagnostiziert.
Auch für Reisende hoch ansteckend
Die Krankheit ist hoch ansteckend und kann zu hohem Fieber, Hautausschlag und Hautblasen im Hand-, Mund- und Fußbereichbereich führen. In extremen Fällen kann das Virus Schädigungen am Gehirn, der Lunge oder des Herzens hervorrufen. Die Krankheit wird von Mensch zu Mensch mittels Tröpfcheninfektion, aber auch durch verunreinigte Nahrungsmittel und Trinkwasser (fäkal-oral) übertragen. Die Viren können aber auch durch direkten Kontakt, z.B. aufgeplatzte Hautblasen (Kontakt zum Körpersekret) oder Stuhl eines Erkrankten (Schmierinfektion) übertragen werden.
Reisende sollten auf eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene achten, regelmäßig die Hände waschen und den Kontakt zu größere Menschenansammlungen meiden.


