Augenerkrankungen
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Bei Patienten mit fortgeschrittenen Durchblutungsstörungen des Auges (z.B. diabetische Retinopathie, Fundus skleroticus) sowie nach Netzhautablösung, Chorioretinitis und Zentralvenenthrombose ist die Flugtauglichkeit in Frage gestellt (im Flugzeug herrscht ein Luftdruck wie in einer Höhe von 2100-2400 Metern). Hierbei kann es häufiger zu plötzlichen Einblutungen in die Netzhaut kommen. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für Aufenthalte in höheren Gebirgslagen. Patienten mit rezidivierender Keratitis sollten Gebiete mit hohen Temperaturschwankungen oder Sandstürmen (Wüste) meiden, da diese Bedingungen eine akute Verschlechterung eines zur Zeit ruhenden Prozesses bewirken können.
- Auch ein gut eingestelltes Glaukom kann bei stoßweisem Ersatz von durch hohe Temperaturen hervorgerufenem Flüssigkeitsverlust durch Volumenschwankungen zu einem akuten Glaukomanfall führen. Achten Sie unbedingt nicht nur auf eine ausreichende Trinkmenge, sondern auch auf eine gleichmäßige Verteilung der Trinkportionen über den Tag hinweg. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt über Zeichen eines drohenden Glaukomanfalles sowie über Notfallmaßnahmen aufklären.
- Patienten mit hochgradiger Kurzsichtigkeit sind in erhöhtem Maße, besonders in den Tropen bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr, gefährdet, an einer Netzhautablösung zu erkranken. Bedenken Sie, dass dies einerseits ein medizinischer Notfall ist, der im tropischen Ausland sicher nicht in jedem Fall versorgt werden kann, dass andererseits eine Rückreise im Flugzeug wegen des niedrigen Luftdruckes problematisch ist.
- Achten Sie darauf, eine Ersatzbrille mitzuführen und diese getrennt von Ihrer normalen Brille aufzubewahren. Dasselbe gilt für eine qualitativ hochwertige Sonnenbrille.
- Einige Medikamente (Malariamittel, z.B. Resochin) können bestehende Augenschäden verschlimmern.
- Patienten mit einem Katarakt sind bei der hohen Sonnenintensität und spiegelnde Oberflächen (Sand, Wasser) stärker durch Blendung beeinträchtigt als andere Menschen.