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Schwangere
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Für Flugzeugreisen ist grundsätzlich empfohlen:
- Ab der 35. Schwangerschaftswoche keine Interkontinentalflüge
- Ab der 36. Schwangerschaftswoche keine Inlandsflüge
- Keine Flugreisen bis 7 Tage nach der Entbindung
- Strahlenbelastung bei Flügen beachten: Grenzwert 0,5 Millisievert bzw. 50 Millirad Insbesondere während der Hirnentwicklungszeit des Foeten 8.-15. Schwangerschaftswoche
- Erhöhtes Thromboserisiko während der gesamten Schwangerschaft Während des Fluges Beingymnastik oder Beine hoch lagern
Impfungen in der Schwangerschaft
- Grundsätzlich sollten in der Schwangerschaft Impfungen nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durchgeführt werden. Dies gilt insbesondere für Lebendimpfstoffe im 1. Trimenon, speziell für Gelbfieber.
- Bei formaler Indikation (d.h. bei Impfpflicht bei Einreise) sollte durch Ausstellung eines Impfbefreiungszeugnisses die Impfung vermieden werden. Bei medizinischer Indikation (d.h. Aufenthalt in Gelbfieberrisikogebieten) sollte auf die Reise verzichtet werden. Ist dieses nicht möglich kann unter strenger Risikoabwägung eine Impfung durchgeführt werden.
- Wird während der Schwangerschaft versehentlich ein Lebendimpfstoff geimpft, besteht generell keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch.
- Eher Unbedenklich sind: Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (IPV) und Influenza. Vorzugsweise sollte erst ab 2. Trimenon geimpft werden.
- Relativ kontraindiziert sind (wegen fehlender Erfahrung und daher nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung): Cholera, FSME, Gelbfieber (s.o.), Hepatitis A, Hepatitis B, Japanische Enzephalitis, Meningokokken-Meningitis, Pneumokokken-Krankheit, Tollwut (präexpositionell) und Typhus
- Als absolut kontraindiziert gelten: Masern-Mumps-Röteln und Varizellen
Malariarisiko in der Schwangerschaft
- Generell ist Schwangeren von einem Aufenthalt in Malariarisikogebieten abzuraten.
- Die Malaria kann tödlich enden und stellt ein hohes Risiko für Mutter und Kind dar.
- Grundsätzlich besteht bei keinem Medikament die Gewissheit, dass die Einnahme für die Entwicklung des Kindes unbedenklich ist.
- Sollte während der Schwangerschaft dennoch eine Reise in eine Malaria-Risikogebiet stattfinden können als Malariamedikamente Chloroquin und Proguanil, ab dem 2. Trimester auch Mefloquin verwendet werden.