26.04.2009
Mexiko meldet menschliche Fälle der Schweinegrippe

Nach Meldungen der Weltgesundheitsorganisation am 24. April wurden aus Mexiko mehr als 850 menschliche Fälle der Schweinegrippe A/H1N1 gemeldet. Seit 18. März werden in Mexiko zunehmend mehr Krankheitsfälle registriert - darunter 59 Todesfälle. Die Fälle wurden unter anderem aus Mexiko-City, San Luis Potosi und Mexicali gemeldet. Nach Aussage der WHO konnten die Patienten mit Oseltamir therapiert werden.

Bei den meisten Erkrankten handelte es sich um junge gesunde Erwachsene. Diese Tatsache weicht von der Erfahrung ab, dass Influenzaviren normalerweise vor allem ältere und sehr junge Menschen infizieren. Doch diese Altersgruppen sind bei den Erkrankungsfällen in Mexiko weniger betroffen.

Das Schweine-Influenzavirus A/H1N1 zeigt sich in vielerlei Hinsicht untypisch und lässt daher die Gesundheitsbehörden und Wissenschaftler über den weiteren Verlauf und die übergreifende Ausbreitung auf andere Länder in Ungewissheit. Ebenso besteht Unklarheit darüber wie viele Reisende die sich zu diesem Zeitpunkt wieder in ihren Heimatländern befinden, sich womöglich bereits mit dem Virus angesteckt haben, bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich besorgt und die Gesundheitsexperten befürchten durch den Reiseverkehr eine Ausbreitung der Viruserkrankung in andere Länder. So wurden bereits in den Vereinigten Staaten sieben Fälle der Schweinegrippe berichtet - fünf in Kalifornien und zwei in Texas. Neun weitere Verdachtsfälle werden derzeit untersucht. Todesfälle in den USA sind im Zusammenhang mit der Schweinevirusgrippe bislang nicht aufgetreten und nur einer der Fälle benötigte eine stationäre Versorgung im Krankenhaus, da die anderen Infektionen einen milden Verlauf zeigten.

Die WHO entsandte bereits Experten zur Unterstützung der mexikanischen Gesundheitsbehörden vor Ort und ruft derzeit alle Länder zur erhöhten Wachsamkeit beim Auftreten von Influenza in der Bevölkerung auf.