02.05.2008
Malaria in vielen Reiseländern

Die Malaria kommt in vielen Reiseländern vor
In vielen Reiseländern stellt die Malaria nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für den Reisenden eine Gefahr da. Infolge des Klimawandels wandert die Überträgermücke mit den Malariaerregern weiter in nördliche Richtung. Je wärmer und feuchter dabei die Region ist, umso mehr wird die Vermehrung der Mücke begünstigt. Maßnahmen zur Bekämpfung der Malaria müssen unbedingt verbessert werden. Das war eine der Schlussfolgerungen die am „Welt-Malaria-Tag 2008“, am 25. April gezogen wurde. Weltweit erkranken jährlich schätzungsweise über 500 Millionen Menschen an Malaria – mehr als eine Million sterben an den Folgen. Auch in Deutschland starb vor vier Monaten eine deutsche Reisende nach ihrem Besuch in Kenia an den Folgen einer Malaria.

Erst im April musste wieder eine deutsche Reisende nach ihrem Tropenaufenthalt wegen einer Malaria im Krankenhaus behandelt werden. Die Reisende hielt sich zuvor auf den Bahamas - auf der beliebten Touristeninsel „Great Exuma“ - auf. Die Region gilt eigentlich als Region ohne erhebliches Malariarisiko. Dennoch wurden im Frühjahr und Sommer 2006 und 2007 Malariafälle bekannt. Die Bahamas galten bis dahin als Malariafreie Region.

In den vergangenen fünf Jahren wurden in Deutschland jährlich zwischen ca. 700 bis ca. 860 importierte Malariafälle registriert. Über 80% der nach Deutschland importierten Malaria-Fälle werden in den afrikanischen Ländern erworben - Asien steht erst an zweiter Stelle gefolgt von Südamerika.

Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten daher unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Insbesondere bei Reisen in Malaria-Hochrisikogebiete südlich der Sahara sollten neben Mückenschutzmaßnahmen auch Malariamedikamente zur Prophylaxe eingesetzt werden. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden.

Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.

Mehr Informationen über die Malaria und eine medikamentöse Vorbeugung erhalten Sie bei fit for travel.