Über 300 Reiseziele - www.fit-for-travel.de - alles zu Reisemedizin, Hepatitis und MalariaReisemedizinischer Infoservice English Version Reisemedizinischer Infoservice

Demokratische Republik Kongo

Zur Übersicht

Stand: April 2014


Malaria Risikogebiete

News

09.11.2013

Afrika: Über 16.000 Fälle der Meningokokken-Meningitis

mehr...

Wichtige Hinweise

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Demokratischen Republik Kongo : zuletzt 89 Poliofälle im Jahr 2011 (2010: 100; 2009: 3; 2008: 5; 2007: 41; 2006: 12)
Weltweit wurden bis 9.4.2014 insgesamt 55 Polio-Fälle berichtet: Pakistan (43), Afghanistan (4), Nigeria (1), Äquatorial Guinea (1), Irak (1), Kamerun (3), Syrien (1), Äthiopien (1)
Reisenden nach Afrika ist ein Impfschutz empfohlen.
Vorjahr 2013 weltweit: 406 Poliofälle. Die Erkrankungen wurden in Pakistan (93), Nigeria (53), Afghanistan (14), Somalia (194), Äthiopien (9), Kamerun (4), Syrien (25) und Kenia (14) registriert. Die meisten Polio-Erkrankungen werden in den Ländern beobachtet, in denen die Krankheit endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Nigeria und Pakistan. In den anderen Ländern ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem noch als "polio-frei" galten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist. Bei Reisen in Polio-Risikogebiete ist ein Impfschutz empfohlen. Grundsätzlich zählen dazu großräumig das tropische Afrika und vereinzelte Länder/Regionen Süd- und Südostasiens.

Masern
Vorkommen: regionales Auftreten, v.a. im Norden des Landes
In den ersten Monaten des Jahres wurden Masernfälle aus Lusangi in Kabambare (Maniema) im Osten und Likasi  im Süden des Landes berichtet.
Schutz: Bei Reisen in Risikogebiete ist eine Impfung empfohlen (MMR=Masern-Mumps-Röteln)
Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt zwei Masernimpfungen im zweiten Lebensjahr und fordert generell dazu auf, Impfungen vor dem 18. Geburtstag nachzuholen, wenn sie nicht zum empfohlenen Zeitpunkt durchgeführt werden konnten. Vor allem sollten Austauschschüler und Au-Pairs auf einen gültigen Masernschutz achten.
 

Pest
Vorkommen: Ganzjähriges vereinzeltes regionales Auftreten u.a. im Ituri-Distrikt
Schätzungsweise 1.000 Pestfälle werden pro Jahr aus dem Ituri-Distrikt gemeldet.
Die Demokratische Republik Kongo ist das Land aus dem jährlich die meisten Pesterkrankungen berichtet werden.
Schutz: Für Reisende stellt die Pest nur in absoluten Sonderfällen (z.B. Trekking- und Abenteuertouren in touristisch nicht erschlossene Infektionsgebiete, bzw. berufliche Exposition bei Entwicklungshelfern) ein Risiko dar. Nach Flohstich in einem Pest-Risikogebiet bzw. nach direktem Kontakt mit Lungenpest-Erkrankten können - nach Absprache mit dem Arzt - vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. Pesterkrankungen treten in unterschiedlich großen Einzelherden in verschiedenen Ländern auf. Die Pest wird durch Bakterien verursacht die bei wildlebenden Nagetieren vorkommen (sog. Naturherde) und durch Flöhe auf den Menschen übertragen werden. Im Falle der Lungenpest können die Bakterien auch mittels Tröpfcheninfektion von Mensch-zu-Mensch direkt übertragen werden.

Hepatitis A
, Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr;
Infektionsursache sind verunreinigte Speisen oder Getränke;
Reisenden sind sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen empfohlen;
Hepatitis A- und Typhus-Impfschutz bei erhöhtem Risiko empfohlen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

Seitenanfang

Malariahinweise

Risikogebiete: Hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: > 99% Malaria tropica (P. falciparum)

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig landesweit einschließlich der Städte

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Seitenanfang

Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Cholera Risikogruppen ja Bei Reisen in Risikogebiete
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Gelbfieber ja Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten oder bei Ausbrüchen) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
Seitenanfang

Impfvorschriften

Gelbfieber:
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden (Kinder über 1 Lj.) bei Einreise vorgeschrieben.

Die Demokratische Republik Kongo gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten: alle Territorien nördlich 10° südl. Breite. Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisende ab dem 9. Lebensmonat, die in Gelbfieber-Infektionsgebiete reisen. Bei einem ausschließlichen Besuch der Katanga Provinnz erachtet die WHO einen Gelbfieberschutz für nicht erforderlich. Da eine Gelbfieberimpfung jedoch von den Einreisebehörden des Landes grundsätzlich vorgeschrieben ist, kommt diese Empfehlung nicht zum tragen.
Seitenanfang

Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: landesweit im Süßwasser Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Cholera Infektionsgebiete sind die Provinzen: Bandundu (Bandundu District), Equateur, Haut Zaïre, Kinshasa (Distrikte: Barumbu, Kinshasa, Limete/Kingaba, Lingwala), Katanga (ehemals Shaba) und Kivu Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieber landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariosen landesweites Vorkommen Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Gelbfieber Vorkommen: Region nördl. 10° S Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Pest Vorkommen in den Provinzen: Orientale, Haut Zaire sowie der Sub-Region Ituri (Admin. Zone: Mahagi). Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.
Schlafkrankheit landesweites Vorkommen, besonders in den Provinzen Equateur und Bandundu Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Zeckenbissfieber landesweites Vorkommen Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
Seitenanfang

Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 21 22 22 22 22 19 18 18 20 21 22 21
Max. Temp °C 31 31 32 32 31 29 27 29 31 31 31 30
Feuchtigkeit % 83 83 83 83 84 83 80 75 75 79 83 84
Regentage 11 11 12 16 12 1 0 1 5 11 16 15
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
Seitenanfang

Botschaft

Botschaft der Demokratischen Republik Kongo

Ulmenallee 42a
14050 Berlin
Öffnungszeiten: Mo - Fr: 9.30-15.30 Uhr
Tel.: (030) 30 11 12 98
Fax: (030) 30 11 12 97
E-Mail: ambardc_berlin@yahoo.de

.


Hausanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

82, Avenue Roi-Baudouin
Kinshasa-Gombe
Tel.: (00243) 815 56 13-80 / -81 / -82
E-Mail: info@kinshasa.diplo.de
Web: www.kinshasa.diplo.de

Postanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

B. P. 8400
Kinshasa 1
Kongo, Demokratische Republik