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Stand: Mai 2013
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Deutschlandweit wurden von Januar bis Mitte Dezember 2012 über 740
Hepatitis A
-Erkrankungen berichtet. Die meisten Erkrankten wurden in Nordrhein-Westfalen (164) registriert. In Niedersachsen waren es vom 1.1. bis 12.12.2012 insgesamt 147 registrierte Erkrankungen. Über die Hälfte der Fälle konnten auf einen Ausbruch im Heidekreis Anfang November zurückgeführt werden. Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A sollte für exponierte Personen, sowie Reisende in Regionen mit erhöhtem Hepatitis A-Risiko erwogen werden.
Die Zahl der Masern in Deutschland konnte stark reduziert werden. Im Zeitraum 1.1. - 12.12.2012 wurden landesweit 158 Erkrankungsfälle berichtet. Im Vorjahr (2011) waren es hingegen 1.596 Masernfälle deutschlandweit (2010: 780). In Regionen mit geringen Masern-Impfraten kann es infolge der hohen Infektiosität des Masern-Virus immer wieder zu Masernausbrüchen kommen. Die Ursache für die Ausbreitung der Masern sehen die Experten in Impflücken bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 19 Jahren. Werden die Impflücken geschlossen, kann dadurch die Zahl der Erkrankten in der Bevölkerung gesenkt werden. Masern sind nicht nur eine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene können daran erkranken! Sie entwickeln meistens einen schwereren Krankheitsverlauf und haben gegenüber Kleinkindern eine wesentliche höhere Komplikationsrate. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen > 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen > 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist eine Impfung empfohlen.
| Krankheit | Impfschutz | Empfehlung |
|---|---|---|
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit FSME Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den beruflichen Risikogruppen gehören: Jäger, Förster und Waldarbeiter |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja |
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Influenza | Risikogruppen ja | Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten. |
| Keuchhusten | ja | Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten. |
| Masern | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. |
| Pneumokokken | Risikogruppen ja | Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen) |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
|---|---|---|
| Borreliose |
Vorkommen: landesweit Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz Übertragungsmonate: April-Oktober |
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) |
FSME-Viren Übertragung durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz Baden-Württemberg: Thüringen: Rheinland-Pfalz: Hessen: Saarland: Es gibt noch weitere Gebiete innerhalb Deutschlands in denen FSME-Einzelerkrankungen aufgetreten sind und die aufgrund des sporadischen Auftretens nicht als FSME-Risikogebiet deklariert werden. |
Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays). |
| Tollwut |
Deutschland gilt als terrestrisch tollwutfrei. Gemeldete Fälle durch WHO in den Jahren 2000 bis 15.9.2009: 459 Tollwutfälle (Wildtiere 338, Fledermäuse: 97, Haustiere: 24); |
Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |


