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Deutschland

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Stand: Mai 2013


Malaria Risikogebiete

News

06.04.2013

Beginn der Zeckenzeit in Deutschland: erste FSME-Fälle gemeldet

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09.02.2013

Tschechische Republik: Erhöhte Grippeaktivität

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15.01.2013

Nördliche Hemisphäre: Grippewelle breitet sich aus

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Wichtige Hinweise

Deutschlandweit wurden von Januar bis Mitte Dezember 2012 über 740 Hepatitis A -Erkrankungen berichtet. Die meisten Erkrankten wurden in Nordrhein-Westfalen (164) registriert. In Niedersachsen waren es vom 1.1. bis 12.12.2012 insgesamt 147 registrierte Erkrankungen. Über die Hälfte der Fälle konnten auf einen Ausbruch im Heidekreis Anfang November zurückgeführt werden. Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A sollte für exponierte Personen, sowie Reisende in Regionen mit erhöhtem Hepatitis A-Risiko erwogen werden.

Die Zahl der Masern in Deutschland konnte stark reduziert werden. Im Zeitraum 1.1. -  12.12.2012 wurden landesweit 158 Erkrankungsfälle berichtet. Im Vorjahr (2011) waren es  hingegen 1.596 Masernfälle deutschlandweit (2010: 780). In Regionen mit geringen Masern-Impfraten kann es infolge der hohen Infektiosität des Masern-Virus immer wieder zu Masernausbrüchen kommen. Die Ursache für die Ausbreitung der Masern sehen die Experten in Impflücken bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 19 Jahren. Werden die Impflücken geschlossen, kann dadurch die Zahl der Erkrankten in der Bevölkerung gesenkt werden. Masern sind nicht nur eine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene können daran erkranken! Sie entwickeln meistens einen schwereren Krankheitsverlauf und haben gegenüber Kleinkindern eine wesentliche höhere Komplikationsrate. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen > 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen > 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist eine Impfung empfohlen.

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit FSME Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den beruflichen Risikogruppen gehören: Jäger, Förster und Waldarbeiter
Gelbfieber nein
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Borreliose Vorkommen: landesweit
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Übertragungsmonate: April-Oktober
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

FSME-Viren Übertragung durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Übertragungszeitraum: Frühjahr - Herbst (April - November)
Vorkommen: v.a. in Bayern und in Baden-Württemberg

Bayern:
Südlicher Bayrischer Wald, Niederbayern entlang der Donau ab Regensburg (v.a.Passau), entlang der Paar, Isar (ab Landshut), Rott, Inn, Vils und Altmühl, kleine Herde in Nordbayern.
Folgende Landkreise werden zu den FSME-Risikogebieten gezählt: Kempten, Passau, Rottal-Inn, Altötting, Traunstein, Rosenheim, Mühldorf a. Inn, Landshut, Dingolfing-Landau, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Regen, Straubing-Bogen, Regensburg, Cham, Schwandorf, Pfaffenhofen an der Ilm, Ansbach, Nürnberg, Fürth, Erlangen, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Erlangen-Höchstadt, Bamberg, Bayreuth, Lichtenfels, Kulmbach, Kronach, Main-Spessart, Berchtesgadener Land, Forchheim, Kelheim, Kitzingen, Miltenberg, Neustadt an der Waldnaab, Roth,  Weißenburg-Gunzenhausen, Amberg-Sulzbach, Amberg, Aschaffenburg, Coburg, Hof, Neumarkt in der Oberpfalz, Neu-Ulm, Schweinfurt, Würzburg, Wunsiedel i. Fichtelgebirge, Schwabach, Miesbach, Ebersberg, Erding, Freising, Landshut, Straubing, Aichach-Friedberg, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt, Ingolstadt, Donau-Ries, Nürnberger Land, Weiden i. d. OPf., Tirschenreuth, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld.

Baden-Württemberg:
gesamter Schwarzwald (Gebiet zwischen Pforzheim, Offenburg, Freiburg, Villingen, Tübingen, Sidelfingen), Gebiete entlang der Flüße, Enz, Nagold, Neckar sowie entlang des Oberrheins oberhalb Kehls bis zum westlichen Bodensee (Konstanz, Singen, Stockach).
Folgende Landkreise werden zu den FSME-Risikogebieten gezählt: Ulm, Ravensburg, Bodenseekreis, Konstanz, Waldshut, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg i. Breisgau, Schwarzwald-Baar-Kreis, Emmendingen, Ortenaukreis, Rottweil, Zollernalbkreis, Freudenstadt, Rastatt, Calw, Tübingen, Reutlingen, Böblingen, Stuttgart, Sigmaringen, Pforzheim, Karlsruhe, Enzkreis, Ludwigsburg, Rems-Murr-Kreis, Heilbronn, Rhein-Neckar-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis, Main-Tauber-Kreis, Ostalbkreis, Heidelberg, Biberach, Tuttlingen, Esslingen, Baden-Baden, Hohenlohe, Mannheim, Schwäbisch Hall, Göppingen und Alb-Donau Kreis.

Thüringen:
Landkreise Saale-Holzland Kreis, Hildburghausen, Saale-Orla Kreis, Saalfeld-Rudolstadt, Sonneberg, Jena und Gera.

Rheinland-Pfalz:
Landkreis Birkenfeld

Hessen:
Landkreise Marburg-Biedenkopf, Odenwaldkreis und Bergstrasse, Darmstadt-Dieburg, Offenbach Main-Kinzig Kreis, Groß Gerau und Darmstadt.

Saarland:
Landkreis Saar-Pfalz-Kreis


Es gibt noch weitere Gebiete innerhalb Deutschlands in denen FSME-Einzelerkrankungen aufgetreten sind und die aufgrund des sporadischen Auftretens nicht als FSME-Risikogebiet deklariert werden.

Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
Tollwut

Deutschland gilt als terrestrisch tollwutfrei. Gemeldete Fälle durch WHO in den Jahren 2000 bis 15.9.2009: 459 Tollwutfälle (Wildtiere 338, Fledermäuse: 97, Haustiere: 24);

Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)