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Indien

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Stand: November 2014


Malaria Risikogebiete

News

02.09.2014

Indien: Lepra in Mumbai (Maharashtra)

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26.08.2014

Indien: 5.000 Malaria-Fälle in Mangalore (Karnataka)

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20.08.2014

Dengue Fieber: Aktuelle Situation in Südamerika und Asien

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Wichtige Hinweise

Malaria
Vorkommen in vielen Landesteilen und Bundesstaaten. Außerhalb von Afrika stellt Indien für deutsche Reisende das wichtigste Infektionsland für Malaria dar. Malariaerkrankungen bei europäischen Reisenden wurden in den vergangenen Jahren u.a. auch aus Goa (Calangute Beach und Candolim Beach) berichtet. Ein erhöhtes Übertragungsrisiko besteht während und nach den Regenzeiten (Mai - Oktober). Malaria-Prophylaxe-Empfehlungen sollten mit einem Arzt abgesprochen werden. Untersuchungen zufolge sterben in Indien mehr Menschen an Malaria als bislang angenommen. In einem Beitrag der medizinischen Fachzeitschrift  "Lancet" im Oktober 2010 wurde geschätzt, dass rund 13mal mehr Malaria-Todesfälle im indischen Subkontinent auftreten, als bisher von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kalkuliert. Die Autoren nehmen an, dass in Indien jährlich rund 200.000 Menschen an Malaria sterben. Diese große Anzahl, so die Experten, käme dadurch zustande, dass viele der Erkrankten keinen Arzt aufsuchen bzw. keinen Zugang zu Gesundheitssystemen haben und daher an den Folgen der Krankheit sterben, ohne erfasst zu werden. Die Weltgesundheitsorganisation zweifelt weiterhin diese hohe Zahl der Todesfälle an. Rund 2 bis 2,5 Millionen Malariaerkrankungen sollen Berichten zufolge jährlich in Indien registriert werden. Auch Reisende sind bei Aufenthalten in Regionen mit Malaria-Vorkommen gefährdet  - vor allem Besucher der indischen Teeplantagen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkrankten im Jahr 2011 insgesamt  17 deutsche Reisende nach Aufenthalt in Indien an einer Malaria (2010: 14; 2009: 11). Reisenden in Malariarisikoregionen sind sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen sowie ggf. eine medikamentöse Malariavorbeugung - nach ärztlicher Absprache - empfohlen.

Dengue Fieber

Ganzjähriges Vorkommen mit regionalen Schwankungen. Im August 2014 wurden aus den Bundesstaaten Manipur (Moreh, 456 Fälle), Madhya (Sagar rund 100 Fälle), Karnataka (Bagalore 250 Fälle) und Maharashtra (Pune) Dengue Fieber-Fälle berichtet - darunter auch Todesfälle. Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Mückenschutzmaßnahmen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc) sollten durchgeführt werdenDie Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen. Immer wieder erkranken auch deutsche Reisende nach einem Aufenthalt in Indien an Dengue Fieber (2011: 41; 2010: 81; 2009: 46; 2008: 26)

Chikungunya Fieber

Ganzjähriges landesweites Vorkommen mit regionalen Schwankungen. Die Übertragung erfolgt durch tag- und nachtaktive Mücken. Mückenschutzmaßnahmen sind empfohlen. (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc)

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Indien gilt laut WHO als poliofrei (zuletzt drei Poliofälle im Jahr 2011). Reisende sollten mit ihrem Impfarzt eine Entscheidung treffen, ob ein Schutz gegen Kinderlähmung bei Reisen nach Indien weiterhin sinnvoll ist (v.a. in den Grenzgebieten zu Pakistan). In vielen europäischen Ländern wird weiterhin ein Impfschutz gegen Kinderlähmung bei Reisen nach Indien empfohlen. In England wird zum Beispiel ein größerer Zeitraum der Polio-Freiheit vorausgesetzt bevor die Impfempfehlung aufgehoben wird. Bei einem Auftreten des Krankheitserregers (Polio-Wildtyp) im Reiseland seit 2010 wird hier weiterhin ein Polio-Impfschutz empfohlen. Dazu gehört somit auch Indien, mit seinem letzten Polio-Wildvirusfall 2011. In Deutschland ist derzeit nach Empfehlungen der Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft bei Reisen nach Südasien, demnach auch Indien, ein Impfschutz gegen Kinderlähmung empfohlen. Die Ständige Impfkommission in Deutschland rät Reisenden die Infektionsgebiete besuchen, die aktuelle epidemische Polio-Situation zu beachten, insbesondere die Meldungen der WHO. Es bleibt zu beobachten, wie sich die Impfempfehlungen weiter entwickeln. Die Infektionsrisiken sollten in jedem Fall mit dem Arzt besprochen werden. Der Reisestil ist dabei ein wichtiges Entscheidungskriterium.  Eine Sightseeing-Hotelreise ist nicht mit demselben Risiko behaftet, wie ein Soziales Jahr bei Hilfskräften in Kinderkrippen oder im sozialen Sektor der Entwicklungshilfe. Sehr sorgfältige Schutzmaßnahmen, insbesondere bei der Nahrungsmittel und Trinkwasserhygiene sind in Indien ohnehin immer einzuhalten. 

Tollwut
Indien gehört zu den Ländern mit den höchsten Tollwut-Erkrankungszahlen bei Mensch und Tier. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu vereinzelten tragischen Tollwutfällen bei Reisenden. Bei erhöhtem Reiserisiko (z.B. Trekking, Übernachten im Freien) Tollwut-Schutzimpfung erwägen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte eine Warnung für Reisende, nachdem eine britische Reisende sich bei ihrem Indienaufenthalt durch einen unbehandelten Hundebiss mit Tollwutviren infizierte und starb. Indien wurde daraufhin als Land mit „hohem Risiko“eingestuft. Das wachsende Tollwutrisiko ergibt sich durch die zunehmende Anzahl von streunenden Hunden (in Neu Delhi wird die Anzahl der vierbeinigen Streuner auf weit über 250.000 geschätzt). Erstmalig durch Organspenden sind in Deutschland im Jahr 2005 sechs Patienten mit dem lebensgefährlichen Tollwutvirus infiziert worden. Die Organspenderin hielt sich im Oktober 2004 in Indien auf und wurde Berichten zufolge dort von einem Hund gebissen. Symptome, die auf eine Tollwut hinweisen, haben bei der Organspenderin, die an einem Herzstillstand verstarb, zum Zeitpunkt des Todes nicht vorgelegen. Kurz zuvor im Mai 2004 erkrankte und verstarb ein 51-jähriger Mann an einer Tollwutinfektion, nachdem er 6 Wochen zuvor von einem fünfmonatigen Aufenthalt in Indien nach Deutschland zurückkehrte. Diese tragischen Erkrankungsfälle bekräftigen die Tollwut-Empfehlung für Reisende vor allem bei Langzeitreisen in Länder mit erhöhtem Tollwutvorkommen. Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem in Ländern wie z.B. Indien und Nepal, in denen es viele streunende Hunde und ein erhöhtes Vorkommen von Hundetollwut gibt. Doch nicht nur in den Ländern Südostasiens und Südasiens, sondern auch in den Ländern Afrikas und Osteuropas besteht regional ein erhöhtes Tollwut-Infektionsrisiko. Um sich vor einer Tollwut-Erkrankung zu schützen, wird Risikopersonen eine Impfung empfohlen. Grundsätzlich sollten sich Reisende von freilaufenden Tieren (v.a. Hunde und Katzen) fernhalten. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen. Ebenso sollte bedacht werden, dass in vielen tropischen und subtropischen Ländern die medizinische Infrastruktur - v.a. in den ländlichen Regionen - unterentwickelt ist, so dass im Notfall bei postexpositioneller Behandlung u.U. nicht die richtigen Medikamente in der erforderlichen Zeit zur Verfügung stehen.

Hepatitis A
Landesweites Vorkommen. Im Jahr 2012 wurden bei deutschen Reisenden nach Indien acht Hepatitis A-Erkrankungen berichtet (Infektionsepidemiologiches Jahrbuch 2012). Reisenden ist ein Impfschutz empfohlen. Eine Ansteckung in einem Land mit einer hohen Hepatitis-Verbreitung kann sehr leicht erfolgen. Infizierte Touristen können nach der Heimkehr auch für andere Menschen eine Gefahr darstellen, mit denen sie in direktem oder indirektem (z.B. über die Nahrung) Kontakt stehen. Daher wird bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz empfohlen. Eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene ist stets empfohlen.

Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

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Malariahinweise

Risikogebiete: Geringes Malariarisiko im ganzen Land in Höhenlagen unter 2.000m, sowie auf den Andamanen und Nikobaren. Mittleres Risiko in den Monaten Juli - November in Chhattisgarh, Orissa, Jharkhand, Westbengalen und in den Bundesstaaten und Regionen östlich davon (Assam, Brahmaputra, u.a.). 

Kein Malariarisiko: Höhenlagen über 2.000m von Himachal Pradesh, Jammu, Kaschmir, Sikkim, Arunchal Pradesh und Lakkadiven

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung mit saisonalen Schwankungen. Das Übertragungsrisiko steigt mit dem Monsunregen der ungefähr im Juni im Südwesten beginnt und im September den Nordosten erreicht. Die Monsundauer beträgt ca. 3-4 Monate. Die zweite Regenzeit im Südosten verläuft von Oktober bis Dezember.

Malariaart: 40-50% Malaria tropica (P. falciparum), ansonsten Malaria tertiana (P. vivax)

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig, landesweit in Höhenlagen unter 2.000m empfohlen, in Delhi, Mumbai, sowie den Andamanen und Nikobaren. Insbesondere Juli - November in Chhattisgarh, Orissa, Jharkhand, Westbengalen und in den Bundesstaaten und Regionen östlich davon (Assam, Brahmaputra, u.a.). 

Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: in Höhenlagen über 2.000m von Himachal Pradesh, Jammu, Kaschmir, Sikkim, Arunchal Pradesh und die Lakkadiven

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Cholera Risikogruppen ja Bei Reisen in Risikogebiete
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Gelbfieber nein
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis Risikogruppen ja Reisende mit längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. bei Ausbrüchen) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Die WHO stuft das Tollwutrisiko in Indien als "hoch" ein und empfiehlt Reisenden daher eine Tollwutimpfung. Grundsätzlich ist die Impfung für Reisenden in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen) empfohlen. Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

Gelbfieber:
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisenden (Kinder älter als 9 Monate), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen (auch Transit).

Zu den Gelbfieber-Risikogebieten zählen die örtlichen Behörden in folgenden Kontinenten die aufgelisteten Länder: in Afrika (Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, Zentralafrika, Tschad, Kongo, Elfenbeinküste, Demokratische Republik Kongo, Äquatorial Guinea, Äthiopien, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Togo, Uganda) und in Mittel- und Südamerika (Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Französisch Guayana, Guayana, Panama, Peru, Surinam, Trinidad & Tobago, Venezuela). Jedes Land, das nur einen Gelbfieber-Erkrankungsfall meldet, wird von der Regierung Indiens als Gelbfieberendemiegebiet angenommen und auf die Liste der Gelbfieberendemiegebiete gesetzt.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)

EINREISE:
Reisende, Kinder wie Erwachsenen, die nach Indien einreisen und aus  Ländern kommen in denen die Polio auftritt (Afghanistan, Pakistan, Nigeria) oder wieder neu aufgetreten ist (Somalia, Kenia, Syrien und Äthiopien), müssen einen Polioimpfschutz durch OPV (Orale Polio-Vakzine = Schluckimpfung) mindestens  4 Wochen vor der Reise erhalten. Die Liste der Länder mit neuaufgetretenen Poliofällen wird permanent aktualisiert. Die Impfung darf nicht älter als ein Jahr sein. Das bedeutet, dass bei wiederholten Indienreisen (z.B. Geschäftsreisen) die Polio-Schluckimpfung ggf. jährlich wiederholt werden muss. Ein Impfnachweis muss im Impfausweis (nach WHO-Standard) nachgewiesen werden.

AUSREISE:
Reisende, Kinder wie Erwachsenen, die von Indien aus in Länder mit Poliovorkommen reisen, müssen einen Polioimpfschutz durch OPV (Orale Polio-Vakzine = Schluckimpfung) vorzugsweise 4 Wochen vor der Reise erhalten. Zu den Ländern mit Poliovorkommen zählen die indischen Behörden Polio-Endemieländer (Afghanistan, Pakistan, Nigeria) als auch Länder in denen die Polio wieder neu aufgetreten ist (Somalia, Kenia, Syrien und Äthiopien).

DEUTSCHE STAATSBÜRGER/AUSLÄNDER:
Wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte, treten die Bestimmungen für Ausländer z.B. deutsche Staatsbürger die in polio-infizierten Ländern leben und nach Indien reisen oder die in Indien leben und in polio-infizierte Länder reisen, nicht in Kraft.


Die neuen Impfregelungen, können auf der Website der Indischen Regierung eingesehen werden.

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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: nur im Süßwasser des Ratnagiri-Distrikts (Maharashtra) Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Cholera Infektionsgebiete v.a. in folgenden Staaten: Andhra Pradesh State (Hyderabad District, Visakhapatnam District), Delhi Territory, Goa, Gujarat, Karnataka (Mysore) (Distrikte: Bangalore, Bidar, Chitradurga, Gulburga, Hassan, Kolar, Mandya, Raichar, Tumkur), Kerala, Maharashtra (Distrikte: Akola, Amrawati, Nagpur, Nandad, Osmanabad, Parbhani, Pune, Sangli, Thane), Punjab, Tamil Nadu (Distrikte: Anna, Chingleput, Madras, Madurai, North Arcot, Pudukkottai, Thanjavur, Tirunelvelli, Vellore, Villipuram), Uttar Pradesh, West Bengalen, Kolkata Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieber Vorkommen: landesweit Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariosen Vorkommen: Küstenregionen, vor allem im Südosten Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Fleckfieber Vorkommen: vor allem im Nordosten Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen !
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Japanische Enzephalitis Vorkommen: in fast allen ländlichen und vorstädtischen Gebieten (nicht im höher gelegenen Nordwesten); Ausbrüche vor allem in der Regenzeit (Monsun) in Distrikten folgender Staaten: Bihar, Karnataka, Kerala, Tamil Nadu, Uttar Pradesh, West-Bengal; für Hoteltouristen nur geringe Gefahr Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Kala Azar Vorkommen: vereinzelte Herde im Nordwesten (Rajasthan) Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasis Vorkommen: vor allem im Osten Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Pest Vorkommen: Maharashtra, Gujarat Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätze bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.
Tollwut landesweites Vorkommen Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
Zeckenbissfieber Vorkommen: landesweit Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 7 9 14 20 26 28 27 26 24 18 11 8
Max. Temp °C 21 24 31 36 41 39 36 34 34 34 29 23
Feuchtigkeit % 57 51 36 27 28 45 67 72 62 44 41 56
Regentage 2 2 1 1 2 4 8 8 4 1 0 1
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Republik Indien

Tiergartenstraße 17
10785 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-13 Uhr und 13.30-17.30 Uhr
Tel.: (030) 25 79 50
Fax: (030) 25 79 51 02
E-Mail: dcm@indianembassy.de
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Tel.: (0091 11) 44 19 91 99
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