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Liberia

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Stand: April 2016


Malaria Risikogebiete

News

08.04.2016

Liberia: Schwedin erkrankt an Lassa-Fieber

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24.01.2016

Westafrika: Ebola-Ausbruch beendet

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29.11.2015

Liberia: Neue Ebola-Fälle

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Wichtige Hinweise

Ebola-Fieber
Nahezu zwei Jahre dauerte der Ausbruch in Westafrika an und führte v.a. in den Ländern  Liberia, Guinea und Sierra Leone zu 28.638 Erkrankungsfällen mit 11.316 Todesfällen (20.1.2016).Schließlich, am 14. Januar 2016 erklärte die WHO im letzten Land Liberia, den Ebola-Ausbruchs als offiziell beendet, nachdem 42 Tage lang keine neuen Erkrankugsfälle aufgetreten waren.  Damit wurde zugleich von der WHO verkündet, dass alle bekannten Infektionsstränge in Westafrika gestoppt wurden. Nach WHO-Richtlinien wird, wenn in der doppelten Zeitspanne der maximalen Inkubationszeit keine neuen Fälle mehr aufgetreten sind (im Falle von Ebola 42 Tage) das Land als ebolafrei deklariert. Vor Liberia in dem insgesamt 10.675 Erkrankungen und 4.809 Todesfälle registriert wurden, waren bereits Guinea und Sierra Leone Ende 2015 als ebolafrei erklärt worden. In Guinea wurden während der Zeit des Ausbruchs 3.804 Erkrankungen und 2.536 Todesfälle verzeichnet; in Sierra Leone waren es 14.123 Erkrankungen und 3.956 Todesfälle. Obgleich gegenwärtig keine weiteren Erkrankungsfälle berichtet werden, ist die Gefahr eines erneuten Ebola-Ausbruchs noch nicht gebannt. „Die Welt müsse sich dafür besser wappnen“, betont die WHO und ruft zur stärkeren Unterstützung der betroffenen Länder auf. Rund 15.000 Menschen haben den Ebola-Ausbruch überlebt und leiden heute noch an physischen und psychischen Beschwerden. Grundsätzlich sollten Reisende vor ihrer Abreise in die betroffenen Länder die Nachrichtenlage aufmerksam verfolgen und aktuelle Reisehinweise durch das Auswärtige Amt ernst nehmen.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Zuletzt zwei Poliofälle im Jahr 2010 (2009: 11). Weltweit wurden in diesem Jahr (1.1.-23.3.2016) sieben Polio-Wildvirus-Fälle aus nur zwei Ländern berichtet (Pakistan: 6; Afghanistan:1). Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 74 Polio-Wildvirus-Fälle in den weltweit letzten beiden Polio-Endemieländern registriert (Pakistan 54, Afghanistan 20). Immer wieder kommt es durch Unruhen und Krieg zu Unterbrechungen von Impfkampagnen, so dass die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung die zur Ausrottung der Erkrankung erforderlich ist nicht erreicht werden kann. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) empfiehlt Reisenden nach Afrika grundsätzlich einen Impfschutz gegen Kinderlähmung. Bei  Personen ohne Polioschutz können die Erreger der Kinderlähmung (Polioviren) zu einer Infektion und in der Folge zu einer Erkrankung führen. Die Virusübertragung kann durch Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen, die durch virushaltige Stuhlausscheidungen verunreinigt wurden. Sehr sorgfältige Schutzmaßnahmen, insbesondere bei der Nahrungsmittel und Trinkwasserhygiene sind daher einzuhalten. Die aktuelle epidemiologische Lage ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der Weltgesundheitsorganisation.


Gelbfieber
Regionales Auftreten v.a. in den Gebieten Bassa, Bomi, Bong, Lofa und Sinoe. Schutz für Reisende: Sorgfältiger Mückenschutz und Gelbfieber-Impfung. Erkrankungsfälle wurden aus verschiedenen Distrikten des Landes gemeldet. Dazu zählen u.a. die Distrikte Bong, Nimba, Margibi, Grand Bassa und aus den Grand Gedeh Counties. Ganzjährig werden Gelbfieber-Erkrankungsfälle aus Maryland County (Grenzgebiet zur Elfenbeinküste) und Lofa County (Grenzgebiet zu Sierra Leone) gemeldet. Auch in der Hauptstadt Monrovia wurden Gelbfieberfälle gemeldet. Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich.

Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.

Cholera
Vorkommen in vielen Landesteilen. Reisende haben ein geringes Infektionsrisiko. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sollten immer durchgeführt werden. Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) Schutzimpfung empfohlen. Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen, erwogen werden. Empfohlen ist die Cholera-Impfung für Einsätze bei Katastrophen und Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen.

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Malariahinweise

Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: > 99 % Malaria tropica (P. falciparum)

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Cholera Risikogruppen ja Bei Reisen in Risikogebiete
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Gelbfieber ja Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

Gelbfieber:
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden (Kinder über 1 Lj.) bei Einreise vorgeschrieben.

Liberia gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (v.a. Counties Bassa, Bomi, Bong, Lofa, Sinoe). Daher empfiehlt die WHO nachdrücklich die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete.
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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: landesweit im Süßwasser Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Cholera Infektionsgebiete v.a. in Counties Bong, Margibi, Montserrado und Nimba Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariosen landesweites Vorkommen Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Gelbfieber Infektionsgebiete: v.a. in den Counties: Bassa (Buchanan District), Bomi (Tubmanburg), Bong (Salala), Lofa, Rivercess, Sinoe (Greenville) Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Schlafkrankheit landesweites Vorkommen Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Zeckenbissfieber landesweites Vorkommen Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 23 23 23 23 22 23 22 23 22 22 23 23
Max. Temp °C 30 29 31 31 30 27 27 27 27 28 29 30
Feuchtigkeit % 87 85 85 86 84 86 86 86 89 88 86 86
Regentage 5 5 10 17 21 26 24 20 26 22 19 12
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Republik Liberia

Kurfürstenstraße 84
10787 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-13 Uhr, 14-16 Uhr
Tel.: (030) 26 39 11 94
Fax: (030) 26 39 48 93
E-Mail: info@liberiaembassygermany.de
Web: www.liberiaembassygermany.de

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Embassy of the Federal Republic of Germany

Tubman Boulevard
Monrovia
Liberia
Tel.: +231 886 43 83 65
E-Mail: info@monrovia.diplo.de

Nur Nothilfe! Rechts- und Konsularaufgaben sowie Visaerteilung werden durch die Botschaft in Accra/Ghana wahrgenommen.


Hausanschrift:
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No. 6, Ridge Street
North Ridge
Accra
Ghana
Tel.: (00233 30) 221 10 00, 224 10 82, 222 13 11
Fax: (00233 30) 222 13 47
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