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Mali

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Stand: Januar 2016


Malaria Risikogebiete

News

Wichtige Hinweise

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Die letzten Polio-Fälle aus Mali wurden im Jahr 2011 gemeldet.  Weltweit wurden im vergangenen Jahr insgesamt 72 Polio-Fälle aus nur zwei Ländern registriert (Pakistan 53, Afghanistan 19). Bis 27. Januar 2016 wurden keine weiteren Polio-Erkrankungen gemeldet. Immer wieder kommt es durch Unruhen und Krieg zu Unterbrechungen von Impfkampagnen, so dass die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung die zur Ausrottung der Erkrankung erforderlich ist nicht erreicht werden kann. In anderen Ländern wie Madagaskar (10), Nigeria (1), Laos (5), Guinea (2), Myanmar (2) oder auch der Ukraine (2), wurden 2015 Einzelfälle von Polio festgestellt die durch Polioviren verursacht wurden die sich von der Lebendvakzine ableiten und daher auch nicht in der Bevölkerung ausbreiten. Grundsätzlich ist Reisenden nach Afrika ein Impfschutz empfohlen. Die letzten Polio-Fälle aus Mali wurden im Jahr 2011 gemeldet (2011: 7; 2010: 4, 2009: 2, 2008: 1; 2005: 3; 2004: 19). Bei  Personen ohne Polioschutz können die Erreger der Kinderlähmung (Polioviren) zu einer Infektion und in der Folge zu einer Erkrankung führen. Die Virusübertragung kann durch Nahrungsmittel oder Trinkwasser erfolgen, die durch virushaltige Stuhlausscheidungen verunreinigt wurden. Sehr sorgfältige Schutzmaßnahmen, insbesondere bei der Nahrungsmittel und Trinkwasserhygiene sind daher einzuhalten. Die aktuelle epidemiologische Lage ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der Weltgesundheitsorganisation.

Ebola-Fieber
Am 18. Januar 2015 wurde Mali von der WHO für Ebola-frei erklärt, da landesweit keine neuen Ebola-Fälle mehr aufgetreten sind. Ein letzter Verdachtsfall wurde am 6. Dezember 2014 untersucht und konnte nicht bestätigt werden. Damit scheint die Ebola-Situation in Mali zunächst unter Kontrolle zu sein. Insgesamt wurden in Mali 2014 acht Ebola-Erkrankungen gemeldet. Sechs Patienten verstarben. Über aktuelle Reisewarnungen informiert das Auswärtige Amt. Der erste Ebola Erkrankungs- und Todesfall in Kayes wurde am 23.10.2014 registriert. Die medizinische Versorgung in Mali, insbesondere im Norden des Landes, stellt ein großes Problem dar. Die nördliche Hälfte Malis ist die Sahara. Die Ausbreitung des Ebola-Virus mittels Reisender (Touristen, medizinisches Hilfspersonal, o.ä.) ins Ausland wird als sehr gering eingestuft. Sollte ein Verdacht bestehen, so ist sofort eine medizinische Abklärung erforderlich. Beschwerden die innerhalb von 3 Wochen nach Rückkehr aus einem Risikogebieten auftreten sollten ernst genommen und umgehend medizinisch untersucht werden.

Gelbfieber
Regionales Auftreten v.a. südl. 15°N. Sorgfältiger Mückenschutz und ggf. Gelbfieber-Impfung. Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich.

Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll. 

Cholera
Vorkommen in vielen Landesteilen, v.a. in den Provinzen Koulikoro, Segou, Mopti, Timbouctou, Sikasso und Bamako. Reisende haben ein geringes Infektionsrisiko. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sollten immer durchgeführt werden. Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) Schutzimpfung empfohlen. Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen, erwogen werden. Empfohlen ist die Cholera-Impfung für Einsätze bei Katastrophen und Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen.

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Malariahinweise

Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: > 99 % Malaria tropica (P. falciparum)

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Gelbfieber ja Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten oder bei Ausbrüchen) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

Gelbfieber:
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden (Kinder über 1 Lj.) bei Einreise vorgeschrieben.

Mali gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (südl. 15° N.). Daher empfiehlt die WHO nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden (> 9 Monate) in Gelbfieber-Infektionsgebiete südlich der Sahara (d.h. für alle Regionen aus denen humane Gelbfieberfälle gemeldet wurden bzw. das Gelbfieber-Virus bei Primaten nachgewiesen wurde).

Bei Reiserouten ausschließlich in die Trockenwüste der Sahara ist nach Einschätzung der WHO keine Gelbfieberimpfung empfohlen.
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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: landesweit im Süßwasser Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Cholera Infektionsgebiete v.a. in den Regionen: Kayes (Kayes Cercle), Koulikoro (Nara Cercle), Mopti, Ségou, Tombouctou Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariosen Vorkommen: vor allem im Süden Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Gelbfieber Vorkommen: südlich von 15°N Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Kala Azar landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasis landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Schlafkrankheit Vorkommen: in den Regionen Koulikoro und Sikasso Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Tollwut landesweites Vorkommen Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
Zeckenbissfieber Vorkommen: vor allem im Süden Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 13 14 19 22 26 27 25 24 24 23 18 13
Max. Temp °C 31 34 38 42 43 43 39 36 39 40 37 32
Feuchtigkeit % 31 26 26 21 26 43 60 70 61 37 27 27
Regentage 0 0 1 0 2 5 9 9 5 2 0 0
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Republik Mali

Kurfürstendamm 72
10709 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-16 Uhr
Tel.: (030) 319 988 3
Fax: (030) 319 988 48
E-Mail: ambmali@01019freenet.de
Web: www.ambassade-repmali-berlin.de

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Hausanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

Badalabougou Est
rue 14, porte 334
Bamako
Tel.: (00223) 20 70 07 70
Fax: (00223) 20 22 96 50
E-Mail: info@bamako.diplo.de
Web: www.bamako.diplo.de

Postanschrift:
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B.P. 100
Bamako
Mali