Über 300 Reiseziele - www.fit-for-travel.de - alles zu Reisemedizin, Hepatitis und MalariaReisemedizinischer Infoservice English Version Reisemedizinischer Infoservice

Tschad

Zur Übersicht

Stand: November 2014


Malaria Risikogebiete

News

Wichtige Hinweise

Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Zuletzt fünf Poliofälle im Jahr 2012. Weltweit wurden bis 26.11.2014 insgesamt 306 Polio-Fälle berichtet: Pakistan (260), Afghanistan (21), Nigeria (6), Äquatorial Guinea (5), Irak (2), Kamerun (5), Syrien (1), Äthiopien (1) und Somalia (5). Reisenden ist ein Impfschutz empfohlen. Vorjahr 2013 weltweit: 416 Poliofälle (2012: 223). Die Erkrankungen wurden in Pakistan (93), Nigeria (53), Afghanistan (14), Somalia (194), Äthiopien (9), Kamerun (4), Syrien (35) und Kenia (14) registriert. Vorjahr 2013 weltweit: 406 Poliofälle (Datenstand: 19.3.2014). Die Erkrankungen wurden in Pakistan (93), Nigeria (53), Afghanistan (14), Somalia (194), Äthiopien (9), Kamerun (4), Syrien (25) und Kenia (14) registriert. Die meisten Polio-Erkrankungen werden in den Ländern beobachtet, in denen die Krankheit endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Nigeria und Pakistan. In den anderen Ländern ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. Im Tschad wurden zuletzt 2012 fünf Poliofälle berichtet (2011: 132; 2010: 26; 2009: 64; 2008: 37; 2007: 22; 2005: 2; 2004: 24; 2003: 25). Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem noch als "polio-frei" galten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist. Bei Reisen in Polio-Risikogebiete ist ein Impfschutz empfohlen. Grundsätzlich zählen dazu großräumig das tropische Afrika und vereinzelte Länder/Regionen Vorder- und Südasiens.

Hepatitis A , Typhus , Bakterienruhr , Amöbenruhr , Lambliasis
Landesweit besteht in vielen Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Infektionsursache sind meist verunreinigte Speisen oder Getränke. Reisende sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchführen. Ein Hepatitis A-Impfschutz bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A-Vorkommen ist empfohlen. Ein Typhus-Impfschutz kann bei erhöhter Exposition (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Erwägung gezogen werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80-90% aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen wie z.B. Trekkingreisen in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen oder auch bei längeren Aufenthalten in Risikogebieten, ist ein Typhus-Impfschutz sinnvoll.


Cholera
Vorkommen in vielen Landesteilen. Die meisten Fälle werden v.a. gemeldet in den Distrikten N'djamena, Massakory, Bongo und Bol. Reisende haben ein geringes Infektionsrisiko. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen. Bei erhöhtem Risiko (z.B. Einsatz od. Besuch in Risikogebieten) Schutzimpfung empfohlen. Das Erkrankungsrisiko betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung, insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem. Grundsätzlich kann die Cholera-Impfung für Reisende bei Aufenthalten in Cholera-Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen, erwogen werden. Empfohlen ist die Cholera-Impfung für Einsätze bei Katastrophen und Flüchtlingssituationen in endemischen Gebieten (WHO), speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen.

Gelbfieber
Einzelne Infektionsgebiete, v.a. im Süden des Landes, in dem die Hauptstadt N'Djamena mit dem internationalen Flughafen liegt. Sorgfältiger Mückenschutz und ggf. Gelbfieber-Impfung.

Seitenanfang

Malariahinweise

Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: > 99% Malaria tropica (P. falciparum)

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Seitenanfang

Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Cholera Risikogruppen ja Bei Reisen in Risikogebiete
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Gelbfieber ja Bei Reisen in Gebiete mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten oder bei Ausbrüchen) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
Seitenanfang

Impfvorschriften

Gelbfieber:
Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

Tschad gilt als ein Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (südl. 15°N). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden (ab 9. Lebensmonat), die sich südlich der Sahara aufhalten. Bei Reiserouten ausschließlich in die Trockenwüste der Sahara ist nach Einschätzung der WHO keine Gelbfieberimpfung empfohlen.

Seitenanfang

Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: im Süßwasser
v.a. in südlichen Landesteilen
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Cholera Infektionsgebiete sind die Regionen: Batha (Zentral), Bet, Biltrine (O), Chari-Baguirmi (SW), Guera, Kanem (W), Lac (W), Logone Oriental und Occidental, Mayo-Kebbi (SW), Fianga, Gounou Gaya, Pala, Njamena (SW), Quaddai, Tandjile Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariosen Vorkommen: vor allem im Süden Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Gelbfieber Infektionsrisiko bei Reisen ins Landesinnere v.a. in die südlichen Landesteile (südlich von 15°N) Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Kala Azar landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasis landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Meningokokken-Meningitis Vorkommen: ländliche Gebiete v.a. im Süden
Übertragungsmonate: Dezember - Mai
Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
Schlafkrankheit landesweites Vorkommen Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Zeckenbissfieber landesweites Vorkommen Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
Seitenanfang

Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 14 16 21 23 25 24 22 22 22 21 17 14
Max. Temp °C 34 37 40 42 40 38 33 31 33 36 36 33
Feuchtigkeit % 32 25 21 25 46 57 72 83 77 62 32 33
Regentage 0 0 0 1 6 10 15 22 13 4 0 0
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
Seitenanfang

Botschaft

Botschaft der Republik Tschad

Lepsiusstraße 114
12165 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Do: 9-15 Uhr und Fr: 9-13 Uhr
Tel.: (030) 31 99 16 20
Fax: (030) 31 99 16 220
E-Mail: contact@ambatschadberlin.com
Web: www.ambatschadberlin.com

.


Hausanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

Av. Félix Eboué
N'Djamena
Tel.: (00 235) 22 51 62 02, 22 51 56 47
Fax: (00235) 251 48 00
E-Mail: info@ndjamena.diplo.de

Postanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

B.P. 893
N'Djamena
Tschad

Keine Wahrnehmung von Rechts- und Konsularaufgaben - nur Nothilfe. Keine Erteilung von Visa. Rechts- und Konsularaufgaben sowie Visaerteilung werden von der Botschaft Jaunde/Kamerun wahrgenommen.


Hausanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

Nouvelle Route Bastos
Bastos-Usine
Jaunde
Kamerun
Tel.: (00237) 22 21 00-56, 22 20 05 66, 22 21 44 34, 22 21 72 92
Fax: (00237) 22 21 62 11, 22 20 73 13
E-Mail: info@jaunde.diplo.de
Web: www.jaunde.diplo.de

Postanschrift:
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne

B.P. 1160
Yaoundé
Kamerun